Letzte Nachrichten
Privates Spendenvolumen im März um 163 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen
Im ersten vollständigen Monat des russischen Kriegs gegen die Ukraine ist das private Spendenvolumen um 163 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen. Insgesamt spendeten im März 8,75 Millionen Menschen 912 Millionen Euro, wie der Deutsche Spendenrat am Dienstagabend mitteilte. Gegenüber den durch die Coronapandemie hinsichtlich der Spendenentwicklung stark positiv geprägten Vorjahresmonaten war dies dem Spendenrat zufolge eine "deutliche Steigerung". So wurden im März 2020 352 Millionen Euro und im März 2021 347 Millionen Euro gespendet.
Nordkorea nimmt offenbar weiteren Raketentest vor
Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas und Japans einen weiteren Raketentest vorgenommen. Eine ballistische Rakete sei in Richtung des Meeres östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert worden, teilte der südkoreanische Generalstab am Mittwoch mit. Japan bestätigte die Angaben. Beide Länder verurteilten das Vorgehen des nordkoreanischen Militärs, das in diesem Jahr bereits eine Reihe von Raketentests vorgenommen hat.
Haftstrafe für früheren Schwimmtrainer wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in Köln
Ein früherer Schwimmtrainer ist am Landgericht Köln wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der 38-Jährige soll für drei Jahre und sechs Monate in Haft, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Das Urteil erging am Dienstag nach vier Verhandlungstagen.
Deutschlands Exporte im März gesunken
Der Ukraine-Krieg hat dafür gesorgt, dass Deutschlands Exporte im März zurückgegangen sind. Der Wert der Ausfuhren sank von Februar bis März um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Exporte nach Russland brachen demnach um über 60 Prozent ein; ihr Wert betrug nur noch 900 Millionen Euro. Die Importe aus Russland - vor allem Kohle, Öl und Gas - gingen dagegen nur um 2,4 Prozent zurück: auf 3,6 Milliarden Euro.
CSU-Vize Weber erwartet rasche Nachfolge für Amt des CSU-Generalsekretärs
Der stellvertretende CSU-Chef Manfred Weber erwartet nach dem Rücktritt von Generalsekretär Stephan Mayer eine rasche Klärung der Nachfolge. "Wir sind in Beratungen, wir sind in Gesprächen und werden in den nächsten Tagen entscheiden", sagte Weber am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Mögliche Favoriten für das mit Blick auf die Landtagswahl in Bayern nächstes Jahr wichtige Amt wollte Weber nicht nennen.
EZB-Direktorin Schnabel hält Zinserhöhung im Juli für möglich
EZB-Direktorin Isabel Schnabel hält es angesichts der hohen Inflation im Euro-Raum für erforderlich, den Kurs in der Geldpolitik rasch anzupassen. "Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln", sagte sie dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. "Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juli für möglich." Zuvor sollten die Nettozukäufe von Anleihen eingestellt werden, voraussichtlich Ende Juni.
SPD-Außenpolitiker Roth: Putin verliert durch EU-Ölembargo wichtigsten Markt
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), hat die EU-Pläne für ein Ölembargo gegen Russland begrüßt. Der russische Präsident Wladimir Putin verliere "mit der EU seinen mit Abstand wichtigsten Markt", erklärte Roth am Mittwoch auf Twitter. "Kurzfristig kann er das auf dem Weltmarkt auch nicht kompensieren."
Wissing hofft auf rege Nutzung des Neun-Euro-Tickets
Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hofft auf eine große Resonanz beim Neun-Euro-Ticket für den ÖPNV. "Wenn es einen richtigen Ansturm gibt, dann heißt es ja, dass wir mit der Maßnahme genau richtig liegen, denn wir wollen ja, dass der ÖPNV stärker genutzt wird. Das wäre dann ein Zeichen des Erfolgs des Tickets", sagte Wissing am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".
Ifo-Umfrage: Autohersteller blicken pessimistisch auf die kommenden Monate
Die Autohersteller in Deutschland blicken laut Umfrage des Ifo-Instituts pessimistisch auf die kommenden Monate. Sie seien verunsichert aufgrund des Kriegs in der Ukraine, erklärte das Institut am Mittwoch. Der vom Ifo ermittelte Index der Erwartungen fiel von minus 21,8 Punkten im März auf minus 30,4 Punkte im April.
NHL: Sturm mit erfolgreichem Play-off-Auftakt
Eishockey-Profi Nico Sturm hat einen erfolgreichen Start in die Play-offs der nordamerikanischen NHL gefeiert. Mit der Colorado Avalanche gewann der 27-Jährige das Achtelfinal-Auftaktspiel gegen die Nashville Predators mit 7:2, allein im ersten Drittel erzielte das Team um Sturm fünf Treffer. Sturm blieb ohne Scorerpunkt. Das zweite Spiel in der Best-of-seven-Serie findet in der Nacht zu Freitag statt.
Ohne Theis: Boston gleicht in den NBA-Play-offs aus
Ohne Basketball-Nationalspieler Daniel Theis haben sich die Boston Celtics in den Play-offs der nordamerikanischen Profiliga NBA erfolgreich zurückgemeldet. Im zweiten Spiel des Viertelfinals gegen Titelverteidiger Milwaukee Bucks setzte sich der Rekordmeister deutlich mit 109:86 durch und glich in der "best of seven"-Serie zum 1:1 aus. Bester Werfer der Celtics war Jaylen Brown mit 30 Punkten. Theis kam nicht zum Einsatz.
Buchwald kritisiert Stuttgarter Kaderplanung
Ehrenspielführer Guido Buchwald hat die Zusammenstellung des Kaders beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart kritisiert. "Man hat in der Kaderplanung zu sehr auf feine Fußballer und sehr viel auf Jugend gesetzt. Man kann nicht immer in die Zukunft investieren und die Gegenwart vergessen. Das ist ein Grund warum der VfB so schlecht da steht", sagte der Weltmeister von 1990 gegenüber Sky.
Pesic nach EuroLeague-Run stolz: "Man kann nur großen Respekt haben"
Marko Pesic hat mit gemischten Gefühlen auf das erneute Ausscheiden der Basketballer des FC Bayern im Viertelfinale der EuroLeague reagiert. "Natürlich bin ich und sind wir alle enttäuscht, dass es wieder nicht gereicht hat", sagte der Geschäftsführer bei MagentaSport: "Aber man kann nur großen Respekt haben vor den Jungs."
Erst verärgert, dann Kusshändchen: Klopp ist "echt glücklich"
Eine Halbzeit lang war Jürgen Klopp seine Verärgerung anzusehen, am Ende warf er mit einem zufriedenen Lächeln den mitgereisten Anhängern des FC Liverpool Kusshändchen zu. Beim widerspenstigen FC Villarreal genügte den Reds eine überzeugende Leistung nach der Pause, um nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (0:2) souverän ins Endspiel der Champions League am 28. Mai im Stade de France bei Paris einzuziehen. Gegner wird Real Madrid oder Manchester City sein.
Russland greift Stahlwerk in Mariupol erstmals mit Panzern an
Russland hat einen Großangriff auf die letzte Bastion ukrainischer Kämpfer in Mariupol begonnen. Erstmals griffen am Dienstag russische Bodentruppen und Panzer das Asow-Stahlwerk in der südostukrainischen Hafenstadt an, wie das in dem Werk verschanzten Asow-Regiments im Onlinedienst Telegram erklärte. Unterdessen gingen die russischen Angriffe im Rest der Ukraine weiter.
Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt erstmals seit Januar unter 600
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erstmals seit Januar unter 600 gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Mittwochmorgen mit 591,8 an. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 632,2 gelegen, vor einer Woche bei 887,6. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.
Trump-naher Kandidat J.D. Vance gewinnt Vorwahl in Ohio
Mit einem Vorwahlsieg des von ihm unterstützten Bestsellerautors J.D. Vance hat der frühere US-Präsident Donald Trump seinen Status als Königsmacher seiner Republikanischen Partei gefestigt. Vance gewann laut US-Medien am Dienstag mit deutlichem Vorsprung eine parteiinterne Vorwahl der Konservativen im Bundesstaat Ohio. Der Autor des verfilmten Erfolgsbuches "Hillbilly-Elegie" wird damit bei den Kongress-Zwischenwahlen im November für die Republikaner für einen Sitz im Senat in Washington kandidieren.
Tausende demonstrieren in US-Städten gegen drohendes Abtreibungsurteil
Tausende Menschen sind in den USA wegen einer sich abzeichnenden Aufhebung eines Grundsatzurteils zum Schutz des Abtreibungsrechts auf die Straße gegangen. Große Demonstration von Abtreibungsgegnern und -befürwortern gab es am Dienstag in Städten wie Washington, New York, Boston, Los Angeles und Seattle. Während die Demokraten von Präsident Joe Biden scharfe Kritik übten, jubelten die konservativen Republikaner. Der Gouverneur von Oklahoma unterzeichnete ein umstrittenes Abtreibungsgesetz.
Tausende Menschen demonstrieren in New York gegen drohendes Abtreibungsurteil
Tausende Frauen und Männer haben am Dienstagabend in New York gegen Pläne des Obersten Gerichtshofs der USA demonstriert, das Recht auf Abtreibung zu kippen. "Es ist nicht die Zeit, zu schweigen", sagte die Generalstaatsanwältin des Staates New York, die Demokratin Letitia James, vor einer Menschenmenge in Manhattan. Die Verteidigung des Rechts auf Abtreibung sei "einer der größten Kämpfe, den es zu führen gilt".
Brasilianische Regierung reagiert kaum auf Meldungen illegaler Abholzung
Die brasilianische Regierung reagiert Umweltschützern zufolge kaum auf Meldungen über illegale Abholzung. "Trotz der Fülle an Informationen und Beweisen für Umweltverbrechen sind die Überwachungsmaßnahmen der Regierung immer noch weit von dem entfernt, was notwendig ist, um die Abholzung einzudämmen", sagte Ana Paula Valdiones von der Umweltschutzorganisation ICV am Dienstag. Zusammen mit anderen Organisationen betreibt sie eine Plattform, die die Arbeit der Regierung überwacht.
EU-Kommission leitet Mitgliedstaaten Entwurf für Ölembargo zu
Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten den Entwurf eines neuen Sanktionspakets gegen Russland vorgelegt, das vor allem ein Ölembargo vorsieht. Nach Diplomatenangaben leitete die Kommission den EU-Mitgliedern das Papier in der Nacht zum Mittwoch zu. Es sieht einen schrittweisen Importstopp für russisches Öl binnen sechs bis acht Monaten vor, Ausnahmen soll es für Ungarn und die Slowakei geben.
Bierbrauer erwarten Preissteigerungen um bis zu 30 Prozent
Verbraucher müssen sich auf deutlich höhere Bierpreise einstellen. Deutschlands Brauereiverbände erwarten Preissteigerungen um bis zu 30 Prozent, wie die "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) berichtet. "Die Kostensteigerungen sprengen alle Dimensionen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbunds, Holger Eichele, der Zeitung. "Ob Paletten, Braumalz, Bierdeckel oder Kronkorken - die Preise gehen durch die Decke. So etwas haben wir noch nicht erlebt."
Klopp und Liverpool träumen vom Quadruple
Jubel bei Jürgen Klopp: Der FC Liverpool träumt weiter vom historischen Quadruple. Die nervenstarken Reds zogen durch ein 3:2 (0:2) beim Bayern-Schreck FC Villarreal ins Finale der Champions League ein und treffen am 28. Mai im Stade de France auf Manchester City oder Real Madrid. Für Teammanager Klopp ist es nach der Niederlage 2018 und dem Triumph 2019 bereits die dritte Königsklassen-Endspielteilnahme mit Liverpool.
Antrag von Amber Heard auf Abweisung von Klage von Johnny Depp abgelehnt
Im Verleumdungsprozess von Hollywoodstar Johnny Depp gegen seine Ex-Frau Amber Heard sind die Anwälte der Schauspielerin mit einem Antrag auf Abweisung von Depps Klage gescheitert. Richterin Penney Azcarate wies den Antrag am Dienstag in dem Verfahren in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia zurück.
Nobelpreisträger Muratow hält Propaganda für Einsatz von Atomwaffen für gefährlich
Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat davor gewarnt, die russische Propaganda über einen Atomwaffeneinsatz in der Ukraine auf die leichte Schulter zu nehmen. "Ich würde die Möglichkeit nicht ausschließen, dass Atomwaffen eingesetzt werden", sagte Muratow am Dienstag bei einer Veranstaltung zum Internationalen Tag der Pressefreiheit vor Journalisten in Genf.
EuroLeague: Bayern verpassen erneut das Final Four
Die Basketballer des FC Bayern haben erneut nur knapp den erstmaligen Sprung zum Final Four der EuroLeague verpasst. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri verlor das entscheidende fünfte Viertelfinale beim Vorjahresfinalisten FC Barcelona 72:81 (37:31) und damit die Best-of-Five-Serie 2:3. Schon in der vergangenen Saison waren die Münchner in der Runde der letzten Acht unglücklich in fünf Spielen ausgeschieden. Kein deutscher Klub hat es je zum Finalturnier geschafft.
Punk-Hymne "God Save The Queen" kommt zum Thronjubiläum erneut auf den Markt
Die berühmte Punk-Hymne "God Save The Queen" der Sex Pistols kommt zum 70-jährigen Thronjubiläum der britischen Königin Elizabeth II. erneut in die Plattenläden. Am 27. Mai kommen Nachpressungen der Platte sowohl in der von Virgin Records als auch in der von A&M Records veröffentlichten Version in limitierter Auflage in den Handel, wie die Band am Dienstag im Onlinedienst Twitter verkündete.
US-General Cavoli wird neuer Nato-Militärchef
Der US-General Christopher Cavoli wird neuer Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa. Der Nordatlantikrat stimmte seiner Nominierung am Dienstag in Brüssel zu, wie eine Sprecherin der Militärallianz auf Twitter mitteilte. Cavoli übernimmt die Militärführung der Nato inmitten des Ukraine-Kriegs und der größten Spannungen mit Russland seit dem Kalten Krieg.
Proteste gegen Armeniens Regierungschef gehen weiter
In Armenien weiten sich die Proteste gegen die Regierung aus. Nach Sonntag und Montag gingen auch am Dienstag tausende Menschen in der Hauptstadt Eriwan und in anderen Städten auf die Straße, um gegen Zugeständnisse an das verfeindete Nachbarland Aserbaidschan im Konflikt um die umstrittene Region Bergkarabach zu protestieren. Am Abend folgten erneut tausende Menschen einem Aufruf der Opposition und forderten bei einer Kundgebung im Zentrum von Eriwan Paschinjans Rücktritt.
Mehr als 4000 Vertriebene durch Kämpfe in nordirakischer Region Sindschar
Neue Kämpfe zwischen jesidischen Kämpfern und der irakischen Armee haben tausende Menschen aus dem nordirakischen Sindschar vertrieben. Wie ein Regierungsvertreter der autonomen Region Kurdistan am Dienstag mitteilte, hatten die Kämpfe zwischen irakischen Soldaten und den mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbündeten jesidischen Kämpfern am Sonntag begonnen. 710 Familien und damit knapp 4100 Menschen seien vertrieben worden. Derzeit hielten sie sich in der Provinz Dohuk auf.
Französische Linksparteien schließen sich vor der Parlamentswahl zusammen
Die französische Linkspartei La France Insoumise (LFI) hat ihr Ziel eines breiten Bündnisses linker Parteien für die Parlamentswahl im Juni fast erreicht: Nach einer Vereinbarung mit den Grünen einigte sich die Partei am Dienstag auch mit den Kommunisten. Letzte strittige Punkte gab es noch in den Gesprächen mit den Sozialisten, ihnen setzte die LFI ein Ultimatum bis zum Abend.
Merz fordert in Ukraine weitere deutsche Unterstützung
CDU-Parteichef Friedrich Merz ist bei seinem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew von Präsident Wolodymyr Selenskyj empfangen worden. Das rund einstündige Gespräch sei "atmosphärisch und inhaltlich außergewöhnlich gut" gewesen, teilte Merz am Dienstag auf Twitter mit. Über die Inhalte wolle Merz zunächst mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprechen, erklärte der Sprecher des CDU-Chefs.