Letzte Nachrichten
Früherer Hamburger Kiez-Pate bei Einreise am Frankfurter Flughafen festgenommen
Ein wegen Auftragsmorden verurteilter ehemaliger Hamburger Rotlicht-Pate ist bei seiner Einreise nach Deutschland am Flughafen von Frankfurt am Main festgenommen worden. Wie die dortige Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, muss der 71-jährige Österreicher nun seine restliche Haftstrafe absitzen. Der Mann, bei dem es sich um die frühere Hamburger Kiezgröße Peter N. handelt, war 2000 vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und abgeschoben worden.
Bundestagsausschuss stimmt Bewaffnung von Drohnen für Bundeswehr zu
Nach jahrelanger Debatte soll die Bundeswehr erstmals mit bewaffneten Drohnen ausgestattet werden. Der Verteidigungsausschuss des Bundestags stimmte am Mittwoch der Anschaffung von insgesamt 140 bewaffneten Drohnen des israelischen Modells Heron TP zu, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Parlamentskreisen erfuhr. 60 der Drohnen sind der Vorlage des Bundesverteidigungsministeriums zufolge für Trainingszwecke vorgesehen, die restlichen 80 für den "operationellen Einsatz". Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt 152,6 Millionen Euro.
Ermittlungen um von Polizei erschossenen Asylbewerber in Niedersachsen eingestellt
Rund sieben Monaten nach tödlichen Schüssen auf einen Asylbewerber in einer Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Harsefeld sind die Ermittlungen gegen drei Polizisten eingestellt worden. Rechtlich waren alle auf den mit einem Messer bewaffneten 20-Jährigen abgegebenen Schüsse als Notwehr beziehungsweise als Nothilfe gerechtfertigt, wie die Staatsanwaltschaft Stade am Mittwoch mitteilte. Angesichts der "Gefährlichkeit der Lage" und der räumlichen Enge hätten die Polizisten keine andere Wahl gehabt, um den Angriff abzuwehren.
Twitter testet Korrektur-Button für die Tweets
Twitter testet einen Button zur nachträglichen Korrektur der Beiträge. Wie das US-Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, soll es den Redigier-Knopf in den kommenden Monaten zunächst jedoch nur für die zahlenden Twitter-Blue-Mitglieder geben. Der Test solle zeigen, "was funktioniert und was nicht funktioniert".
Groß- und Außenhandelsverband befürchtet Insolvenzwelle in der Logistikbranche
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) warnt angesichts der hohen Energiepreise vor einer Insolvenzwelle in der Logistikbranche. "Machen wir uns nichts vor: Die hohen Energiepreise zwingen die Logistikbranche in die Knie", erklärte der BGA-Vorsitzende Carsten Taucke am Mittwoch. Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen seien ein "zusätzlicher Belastungsfaktor". Aktuell sei knapp ein Drittel der Groß- und Außenhändler direkt von Sanktionen betroffen.
Ed Sheeran gewinnt Urheberrechtsprozess um "Shape of You"
Der britische Popstar Ed Sheeran hat den Urheberrechtsprozess um seinen Welthit "Shape of You" gewonnen. Der Londoner High Court urteilte am Mittwoch, dass der 31-Jährige keine Teile der Melodie von einem anderen Song plagiiert habe. Sheeran habe "weder absichtlich noch unterbewusst" Teile von "Oh Why" übernommen, erklärte Richter Antony Zacaroli.
EU-Ratspräsident rechnet mittelfristig mit Importstopp für russisches Öl und Gas
EU-Ratspräsident Charles Michel rechnet mittelfristig mit Importstopps für russisches Öl und Gas in Europa. "Ich glaube, dass Maßnahmen auf Öl und sogar auf Gas früher oder später notwendig sein werden", sagte Michel am Mittwoch im Straßburger EU-Parlament. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Dienstag als ersten Schritt ein Einfuhrverbot für Kohle aus Russland vorgeschlagen.
Wüst fordert vom Bund klare finanzielle Zusagen für Flüchtlingshilfe
Vor dem Bund-Länder-Gipfel am Donnerstag hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vom Bund klare finanzielle Zusagen für die Flüchtlingshilfe gefordert. "Das Land, die Kommunen und die Menschen vor Ort tun, was in ihrer Macht steht", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. "Nun muss auch der Bund tun, was in seiner Macht steht."
AfD weiter gegen Waffenlieferungen an die Ukraine
Die AfD lehnt nach den Worten ihres Partei- und Fraktionschefs Tino Chrupalla Waffenlieferungen an die Ukraine weiterhin ab. Mit Waffenlieferungen werde kein Krieg beendet, sagte Chrupalla am Mittwoch im Deutschlandfunk. Stattdessen müsse so schnell wie möglich "der diplomatische Weg eingeschlagen werden". Es müsse versucht werden, auch Russland "einen Ausweg darzustellen", um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, sagte Chrupalla weiter.
Verfassungsbeschwerden gegen Datenübermittlung an Rundfunkanstalten gescheitert
Zwei Verfassungsbeschwerden gegen die Übermittlung von Daten der Meldebehörden an die Rundfunkanstalten sind in Karlsruhe gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerden nicht zur Entscheidung an, wie es am Mittwoch mitteilte. Sie seien unzulässig und hätten keine Aussicht auf Erfolg, weil die Kläger sich zunächst an die Verwaltungsgerichte hätten wenden müssen. (Az. 1 BvR 1296/21 und 1 BvR 1308/21)
Papst Franziskus verurteilt "furchtbare Grausamkeiten" in Butscha
Papst Franziskus hat sich entsetzt über die "furchtbaren Grausamkeiten" im Kiewer Vorort Butscha gezeigt. "Die neuesten Nachrichten über den Krieg in der Ukraine sprechen von neuen Grausamkeiten wie dem Massaker von Butscha, anstatt Erleichterung und Hoffnung zu vermitteln", sagte der Papst am Mittwoch bei seiner wöchentlichen Generalaudienz. In der Ukraine würden "immer furchtbarere Grausamkeiten" verübt, auch gegen "wehrlose Zivilisten, Frauen und Kinder".
UEFA-Exko entscheidet über Reform
Das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) wird am Donnerstag in Nyon über eine Reform des Financial Fair Play (FFP) entscheiden. Demnach soll das umstrittene und oftmals unzureichend umgesetzte FFP durch neue Regularien zur Financial Sustainability ersetzt werden. Laut übereinstimmenden Medienberichten dürften die Klubs damit künftig nicht mehr als 70 Prozent ihrer Einnahmen für Transfers, Gehälter und Beraterhonorare ausgeben, eine von vielen Seiten geforderte Gehaltsobergrenze wird es allerdings nicht geben.
Mark Wahlberg hat für seine neue Rolle Hanteln gegen Speck getauscht
Der US-Schauspieler Mark Wahlberg hat für seine aktuelle Rolle im Film "Father Stu" auf intensives Training verzichtet und Hanteln gegen Speck getauscht. "Rinderfilet, Backkartoffeln, jeden Morgen ein Dutzend Eier, Speck, zwei Schüsseln Reis, ein Glas Olivenöl", das sei wochenlang sein Speiseplan gewesen, sagte der Hollywoodstar der Nachrichtenagentur AFP. Das sei "überhaupt nicht lustig" gewesen.
Zahl der Hautkrebsbehandlungen in Deutschland wuchs in vergangenen Jahren stetig
Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen in Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren fast stetig zugenommen. Im Jahr 2020 wurden 81 Prozent mehr Menschen mit Hautkrebs im Krankenhaus stationär behandelt als im Jahr 2000, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden anlässlich des Weltgesundheitstags am Donnerstag mitteilte.
Palettenindustrie beklagt Mangel an Nägeln aus russischem Stahl
Wegen des Ukraine-Kriegs befürchtet die deutsche Palettenindustrie Produktionsstillstand - mit erheblichen Folgen für die ohnehin schon angespannten Lieferketten. Wie der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) am Mittwoch mitteilte, sehen sich die Hersteller mit einem "akuten Mangel" an Nägeln konfrontiert, die aus russischem Stahl gefertigt werden.
Bericht: Mitarbeiter deutscher Unternehmen in Shanghai übernachten im Betrieb
Der strenge Lockdown in der chinesischen Metropole Shanghai macht verschiedenen deutschen Unternehmen laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu schaffen. Derzeit schlafen die Mitarbeiter mehrerer deutscher Unternehmen in den Betrieben, um die Produktion aufrecht zu erhalten, wie die FAZ am Mittwoch berichtete. Laut einer Umfrage unter Unternehmen in Südwestdeutschland sind beispielsweise die Autozulieferer Bosch, ZF und Mahle und der Technologiekonzerns Voith betroffen.
Koeman löst Bondscoach van Gaal ab
Ronald Koeman kehrt zur niederländischen Fußball-Nationalmannschaft zurück und beerbt nach der WM in Katar (21. November bis 18. Dezember) den erkrankten Bondscoach Louis van Gaal. Das gab der dreimalige Vize-Weltmeister am Mittwoch bekannt.
Israels Regierungschef Bennett verliert Parlamentsmehrheit
Israels Regierungschef Naftali Bennett hat mit dem Rücktritt einer Abgeordneten seiner Jamina-Partei seine Mehrheit im Parlament eingebüßt. Die Parlamentarierin Idit Silman verkündte am Mittwoch, sie wolle nicht länger Teil der Regierungskoaltion sein, weil diese die "jüdische Identität Israels" bedrohe. Auslöser war ein Beschluss des Gesundheitsministeriums, entgegen jüdischer Tradition während des Pessach-Festes gesäuertes Brot in Krankenhäusern zu erlauben.
Bundesweite Großrazzia gegen mutmaßliche militante Neonazi-Netzwerke
Ermittler sind am Mittwoch zu einer Großrazzia gegen mutmaßliche militante Neonazi-Netzwerke ausgerückt. Beamtinnen und Beamte durchsuchten die Wohnungen von 50 Verdächtigen in elf Bundesländern, wie eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte. Vier Menschen wurden im thüringischen Eisenach und in Rotenburg an der Fulda in Hessen festgenommen.
Patientenschützer begrüßen Lauterbachs Kehrtwende bei Isolationspflicht
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz begrüßt die Kehrtwende von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei der Isolationspflicht nach einer Corona-Infektion. "Infizierte stecken andere Menschen mit dem Virus an und gefährden gerade Immungeschwächte, die mitten unter uns leben", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb sei es gut, dass Lauterbach "seinen Fehler eingesehen hat und die Pflicht zur Isolation von Infizierten aufrecht erhalten will".
Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Februar gesunken
Nach einem Aufwärtstrend in den Monaten zuvor ist der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Februar wieder gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, ging der Auftragseingang gegenüber dem Vormonat Januar 2022 saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent zurück. Zurückzuführen ist der Rückgang demnach vor allem auf die Auslandsaufträge: Ihr Volumen fiel im Februar im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Prozent; die Inlandsaufträge sanken lediglich leicht um 0,2 Prozent.
Bericht: Massive Menschenrechtsverletzungen in Äthiopien gegen Menschen aus Tigray
Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch haben Sicherheitskräften und Behördenvertretern aus der äthiopischen Region Amhara massive Menschenrechtsverletzungen wie Vertreibung, Tötungen und Vergewaltigungen gegen die Bevölkerung von Tigray vorgeworfen. Die amharischen Truppen und von ihnen eingesetzte Behördenvertreter in eroberten Gebieten in West-Tigray hätten dort "eine unerbittliche Kampagne der ethnischen Säuberung" geführt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.
NHL: Edmonton baut Siegesserie ohne Draisaitl aus
Auch ohne Eishockey-Superstar Leon Draisaitl bleiben die Edmonton Oilers in der nordamerikanischen Profiliga NHL auf dem Vormarsch. Edmonton feierte durch das 2:1 nach Verlängerung bei den San Jose Sharks den fünften Sieg in Folge, bei dem Draisaitl aus zunächst unbekannten Gründen nicht mitwirken konnte.
Aus im Kampf um NBA-Play-offs: Siebte Niederlage in Folge für Lakers
Die Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James haben nach der nächsten Niederlage keine Chance mehr auf die Play-offs in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA. Der 17-malige Meister verlor ohne den verletzten James 110:121 gegen die Phoenix Suns und kassierte die siebte Niederlage in Folge.
England liberalisiert das Scheidungsrecht
Keine gefälschten Beweise und keine jahrelangen Wartezeiten mehr: Seit Mittwoch können unglückliche Ehepartner in England und Wales ihre Ehen beenden, ohne sich gegenseitig die Schuld zuweisen zu müssen. Es handelt sich um die größte Reform im britischen Scheidungsrecht seit einem halben Jahrhundert. Zuvor hatten scheidungswillige Paare Ehebruch, "unvernünftiges Verhalten" oder Verlassenwerden nachweisen müssen - andernfalls mussten sie zwei Jahre getrennt leben, bevor die Scheidung vollzogen werden konnte.
Handball-EM 2024: EHF-Präsident Wiederer voller Zuversicht
EHF-Präsident Michael Wiederer glaubt fest an eine erfolgreiche Austragung der Europameisterschaft 2024 in Deutschland. "Dieses Turnier wird ein Leuchtturm-Event und ein Showcase für den gesamten europäischen Handball", sagte der Präsident der Europäischen Handball-Föderation der Handballwoche: "Das wird ein Höhepunkt der EM-Geschichte."
US-Regierung verkauft an Taiwan Teile für Raketenabwehr für 95 Millionen Dollar
Die US-Regierung hat am Dienstag den Verkauf von Teilen für Raketenabwehrsysteme im Wert von 95 Millionen Dollar (87 Millionen Euro) an Taiwan genehmigt. Das taiwanische Außenministerium erklärte, das Waffengeschäft werde dazu beitragen, die Insel gegen Chinas "anhaltende militärische Expansion und Provokation" zu schützen. Taiwan fühlt sich durch Russlands Angriffskrieg in der Ukraine bedroht, da es ebenfalls eine Invasion vom großen Nachbarn befürchtet.
US Masters: Langer will wieder den Cut schaffen
Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer geht auch im Alter von 64 Jahren mit ambitionierten Zielen ins US Masters. "Ein großer Erfolg wäre, den Cut zu schaffen, alles weitere ist dann ein Bonus", sagte der Anhausener dem SID vor dem Turnierstart im Augusta National Golf Club: "Wenn ich meine A-Form abrufen kann, bin ich sehr zufrieden und werde den Cut schaffen."
Hernandez: Bayern-Abwehr kann Süle-Abgang kompensieren
Weltmeister Lucas Hernandez sieht Bayern München auch ohne weitere Abwehr-Neuzugänge für die Zeit nach dem Abschied von Niklas Süle gerüstet. "Wir verlieren einen großartigen Spieler, aber wir haben auch andere wie Tanguy, Benji und Upa, die sehr gute Leistungen zeigen", sagte Hernandez.
Chilenen sollen am 4. September über neue Verfassung abstimmen
Die Chilenen werden am 4. September über eine neue Verfassung abstimmen. Dies teilte die Regierung von Präsident Gabriel Boric am Dienstag mit. Der Entwurf soll die derzeit gültige Verfassung aus der Zeit der Diktatur von Augusto Pinochet in den 1980ern ersetzen.
Aggressiver Fuchs sorgt im US-Kongress für Aufregung
Ein aggressiver Fuchs hat die US-Hauptstadt Washington in Aufruhr versetzt. Ausgerechnet der US-Sender Fox News berichtete am Dienstag, dass der Fuchs mehrere Menschen am US-Kapitol "angegriffen oder gebissen" habe. Beamte der Tierschutzbehörde fingen das Tier ein. Zuvor hatte der Fuchs Berichten zufolge unter anderem den Kongressabgeordneten Ami Bera gebissen.
Bericht: Einsatz von bewaffneten Bundeswehr-Drohnen soll streng geregelt werden
Der künftige Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr soll einem Medienbericht zufolge strengen Vorgaben unterliegen. So muss die Nutzung durch deutsche Soldaten im Auslandseinsatz "explizit" in dem Einsatzmandat vorgesehen sein, das dem Bundestag vorgelegt wird, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) aus einer Beschlussvorlage der Regierungsfraktionen. Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Bundestags stimmen am Mittwoch über die Bewaffnung vorhandener Bundeswehr-Drohnen ab.