Letzte Nachrichten
Altkanzler Schröder verzichtet auf Aufsichtsrats-Posten bei Gazprom
Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) verzichtet auf einen Aufsichtsratsposten beim russischen Energiekonzern Gazprom. Schröder teilte am Dienstag auf der Online-Plattform LinkedIn mit, er habe auf die Nominierung für den Gazprom-Aufsichtsrat "schon vor längerer Zeit verzichtet". Er fügte hinzu: "Dieses habe ich dem Unternehmen auch mitgeteilt." Er wundere sich daher über "neu erschienene anderslautende Berichte". Der Ex-Kanzler war infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wegen seiner Tätigkeiten für russische Energieunternehmen massiv unter Druck geraten.
Schunk verpasst Überraschung, Gojowczyk erfolglos in Paris
Nastasja Schunk hat bei ihrem French-Open-Debüt eine Überraschung verpasst. Das 19 Jahre alte Tennis-Talent hielt in Paris lange gegen die frühere Turniersiegerin und Weltranglistenerste Simona Halep mit, musste sich dann aber doch geschlagen geben. Die Athletin aus Ludwigshafen unterlag auf dem Court Simonne Mathieu mit 4:6, 6:1, 1:6.
Orban ruft wegen Ukraine-Kriegs Ausnahmezustand in Ungarn aus
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat wegen des Ukraine-Kriegs den Ausnahmezustand in dem EU-Land ausgerufen. Wie Orban am Dienstagabend mitteilte, soll der ab Mitternacht geltende Ausnahmezustand das Land vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine schützen. Orban hatte bereits wegen der Corona-Pandemie den Ausnahmezustand ausgerufen, diese Anordnung läuft aber am kommenden Dienstag aus.
Sebastian Vettel macht sich per GPS auf Suche nach Dieben seiner Tasche
Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel hat sich in Barcelona eigenständig auf die Suche nach seiner gestohlenen Tasche gemacht - indem er seine darin befindlichen Kopfhörer per GPS trackte. Der 34-Jährige war am Montag, nach dem Formel-1-Rennen von Spanien am Wochenende, aus einem Auto ausgestiegen, als Diebe ihm seine Tasche entrissen, wie ein Poliziesprecher am Dienstag sagte.
US-Klimagesandter warnt vor nachlassenden Klima-Bemühungen wegen Ukraine-Kriegs
Der US-Sondergesandte für Klimafragen, John Kerry, hat davor gewarnt, die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise als Vorwand für nachlassende Klimaschutz-Bemühungen zu nutzen. Infolge des russischen Angriffskriegs dürfe es nicht zu einem Ausbau der Infrastruktur für fossile Brennstoffe kommen, sagte Kerry auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos am Dienstag. "Niemand sollte glauben, dass die Krise in der Ukraine ein guter Vorwand ist, um plötzlich die alte Infrastruktur auszubauen."
Drei Menschen durch Stromschlag in Bahnhof in München schwer verletzt
In einem Bahnhof in München sind am Dienstag mehrere Menschen von einem Güterzug gesprungen und durch einen Stromschlag zum Teil schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, waren bei einem Halt im Güterbahnhof München-Trudering zwölf Menschen von dem Zug abgesprungen. Ein Mann, der dabei möglicherweise die Oberleitung berührte, eine Jugendliche und ein etwa zehn Jahre altes Kind wurden schwer verletzt.
Haftbefehl nach Fund von Frauenleiche in bayerischem Vermisstenfall erlassen
Im Zusammenhang mit dem Fund einer Frauenleiche in Oberfranken ist Haftbefehl gegen einen 29-Jährigen erlassen worden. Dem am Montagabend festgenommenen polnischen Staatsbürger wird Totschlag vorgeworfen, wie die Polizei Oberfranken am Dienstag mitteilte. Der Tatverdächtige und die am Montag in Coburg gefundene Frau kannten sich ersten Hinweisen zufolge. Die Polizei geht von einem Mordfall aus.
Erfolgsregisseur Sorrentino will nicht mehr für Netflix drehen
Schluss mit Netflix: Der italienische Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino will nichts mehr für den US-Streamingdienst drehen. "Vielleicht liegt es daran, dass ich alt werde, aber für mich ist es das Beste, zu versuchen, etwas für die große Leinwand zu machen", sagte der Regisseur beim Filmfestival in Cannes am Dienstag. Für Sorrentino kommt die "Macht des Bildes" nur auf einer großen Leinwand voll zur Geltung.
Gegenbauer tritt als Hertha-Präsident
Werner Gegenbauer hat einen Tag nach dem Klassenerhalt seinen Rücktritt als Präsident des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC erklärt. "Es gibt Momente für Neuanfänge. Und ich denke und spüre, dass heute ein solcher Moment gekommen ist. Mit meinem Entschluss möchte ich einen Neuanfang für die Zukunft von Hertha BSC einleiten", wurde der 71-Jährige in einer Mitteilung des Vereins zitiert.
Tscheche Hirt gewinnt Königsetappe - Rückschlag für Buchmann
Der tschechische Radprofi Jan Hirt (Intermarche-Wanty-Gobert Materiaux) hat das 16. Teilstück des Giro d'Italia gewonnen. Auf der Königsetappe über 5250 Höhenmeter von Salo nach Aprica setzte sich der 31-Jährige mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Thymen Arensman (Team DSM) durch. Der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) verteidigte das Rosa Trikot des Gesamtführenden, sein Vorsprung auf den Australier Jai Hindley (Bora-hansgrohe) beträgt jedoch nur noch drei Sekunden.
Haftbefehl nach tödlichen Schüssen auf Kirmes in Nordrhein-Westfalen
Nach tödlichen Schüssen auf einer Kirmes im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist Haftbefehl gegen einen Jugendlichen erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Hagen wirft dem am Montag vorläufig festgenommenen Jugendlichen vorsätzlichen Totschlag vor, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Tatverdächtige komme aus Lüdenscheid.
Zwei Schwerverletzte bei Unfall zwischen Zug und Bus an Bahnübergang bei Ulm
Bei einem schweren Unfall zwischen einem Zug und einem Linienbus im baden-württembergischen Blaustein sind zwei Menschen schwer und mindestens elf weitere leicht verletzt worden. Zuerst stürzte am Morgen ein Motorradfahrer vermutlich wegen eines Fahrfehlers und wurde dabei schwer verletzt, wie die Polizei in Ulm am Dienstag mitteilte. Die Kollision des Zugs und des Linienbusses ereignete sich während der Unfallaufnahme im Rückstau hinter der Unfallstelle.
Klimacamp 2017 bei Garzweiler samt Infrastruktur fällt unter Versammlungsfreiheit
Das Klimacamp 2017 im Rheinland am Tagebau Garzweiler und seine Infrastruktureinrichtungen sind als eine durch das Grundgesetz geschützte Versammlung zu betrachten. Auf eine gewisse Dauer angelegte Protestcamps seien durch die Versammlungsfreiheit geschützt, wenn sie der Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung dienen sollten, erklärte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Dienstag. Es ging konkret um ein Feld, das als Übernachtungsfläche genutzt wurde. (Az. BVerwG 6 C 9.20)
Baerbock berät mit polnischem Außenminister über Panzer-Ringtausch
Nach massiver Kritik des polnischen Präsidenten Andrzej Duda an Deutschland hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit ihrem polnischen Kollegen Zbigniew Rau über einen von Polen geforderten Panzer-Ringtausch beraten. Baerbock sagte am Dienstag nach einem Treffen in Berlin, sie habe mit Rau darüber gesprochen, wie bestehende "Unklarheiten" gemeinsam ausgeräumt werden könnten.
Prozess wegen verbotener Exporte für russische Waffenprogramme in Dresden begonnen
Vor dem Dresdner Oberlandesgericht hat am Dienstag der Prozess gegen einen deutschen Geschäftsmann wegen der Ausfuhr von Rüstungsgütern für russische Chemie- und Atomwaffenprogramme begonnen. Dem Mann werden ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der Geschäftsführer einer sächsischen Firma soll laut Anklage mit einem von einem russischen Geheimdienst betriebenen Tarnfirmennetz zusammengearbeitet haben.
Tedros als WHO-Chef wiedergewählt
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Der 57-jährige Äthiopier wurde am Dienstag in Genf von der Weltgesundheitsversammlung, dem obersten Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Tedros steht seit 2017 als erster Afrikaner an der Spitze der WHO. Seine Wiederwahl bei der geheimen Abstimmung der 194 Mitgliedstaaten galt als sicher, da es keinen Gegenkandidaten gab.
Baerbock lobt deutsch-französische Zusammenarbeit
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat beim Antrittsbesuch ihrer neuen französischen Kollegin Catherine Colonna die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in Europa unterstrichen. "Unsere beiden Länder teilen eine beispiellose Verbindung", sagte Baerbock auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Colonna in Berlin am Dienstag. "Mit keinem anderen Partner haben wir so eine enge und vielfältige Verbindung wie mit Frankreich."
Vorwahlen in Georgia als neuer Test für Trumps Einfluss auf Republikaner
Vorwahlen im US-Bundesstaat Georgia haben erneut den Einfluss des früheren Präsidenten Donald Trump auf seine Republikanische Partei getestet. Dabei zeichnete sich am Dienstag eine Schlappe für den Rechtspopulisten ab: Umfragen zufolge dürfte der von Trump unterstützte Bewerber für das Gouverneursamt in dem Südstaat, David Perdue, dem konservativen Amtsinhaber Brian Kemp klar unterliegen. Meinungsforscher sahen Perdue vor der parteiinternen Wahl mehr als 20 Prozentpunkte im Rückstand.
Politiker von SPD und Grünen fordern Konsequenzen aus Unterdrückung von Uiguren
Außenpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion haben nach den neuen Enthüllungen zur Verfolgung und Masseninternierung von Uiguren in der nordwestchinesischen Region Xinjiang Konsequenzen gefordert. Deutsche Unternehmen könnten nun in Xinjiang nicht einfach so weitermachen, "es müssen Konsequenzen gezogen werden", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), dem "Handelsblatt".
Modelabel Chanel nach Verlusten im Vorjahr mit starkem Geschäftsjahr 2021
Das Modelabel Chanel hat im vergangenen Jahr finanziell brilliert: Der Gewinn stieg 2021 auf 3,7 Milliarden Euro, ein Plus von fast 70 Prozent im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019. Der Umsatz erreichte 14,6 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Erneut kein Sieg in Paris: Gojowczyk chancenlos
Tennisprofi Peter Gojowczyk ist auch bei seiner vierten Hauptfeld-Teilnahme der Einzug in die zweite Runde der French Open verwehrt geblieben. Der 32 Jahre alte Münchner scheiterte am Dienstag in seinem Auftaktmatch in Paris mit 2:6, 2:6, 1:6 am Italiener Lorenzo Sonego.
EU-Landwirtschaftsminister für Impfung von Geflügel gegen Vogelgrippe
Die Landwirtschaftsminister der EU-Staaten haben sich für die Impfung von Geflügel gegen die Vogelgrippe ausgesprochen. Eine Impfung könne das Risiko der Ausbreitung verringern und andere vorbeugende Maßnahmen vervollständigen, erklärten die Landwirtschaftsminister am Dienstag in Brüssel. Beim derzeitigen Ausbruch der Vogelgrippe handle es sich um die schlimmste Tierepidemie in der jüngeren Geschichte der EU.
Walmart weitet Auslieferung mit Drohnen in den USA kräftig aus
Der US-Supermarktriese Walmart weitet sein Angebot einer Auslieferung von Produkten mit Drohnen deutlich aus. Im Verlauf des Jahres soll der Service mit den unbemannten Fluggeräten an 34 Standorten in sechs US-Bundesstaaten angeboten werden, wie Walmart am Dienstag mitteilte. Damit könnten in Arizona, Arkansas, Florida, Texas, Utah und Virginia vier Millionen Haushalte bedient werden. "Das gibt uns die Fähigkeit, in einem Jahr mehr als eine Million Pakete per Drohne auszuliefern."
EZB: Jeder zehnte Haushalt in der Eurozone hat in Kryptowährungen investiert
Jeder zehnte Haushalt im Euroraum hat einer Umfrage zufolge Geld in Kryptowährungen investiert. Die meisten Menschen legen aber vergleichsweise wenig Geld in digitalen Währungen an, wie die am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) ergab. Insbesondere junge Männer und Menschen mit höherer Bildung investieren demnach in Bitcoin und Co.
Sondierungsgespräche von CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen begonnen
Gut eine Woche nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben die offiziellen Sondierungsgespräche zwischen CDU und Grünen begonnen. Pro Partei kamen am Dienstag elf Verhandlerinnen und Verhandler zu den Gesprächen in Düsseldorf. Ziel der Sondierungen war es, "sich über mögliche gemeinsame Ziele und Kernprojekte" auszutauschen, wie die CDU erklärte.
Ungarn blockiert weiter Ölembargo gegen Russland
Der ungarische Regierungschef Viktor Orban blockiert weiter das geplante EU-Ölembargo gegen Russland. Es sei "sehr unwahrscheinlich, dass vor dem Sondergipfel des Europäischen Rates am 30. und 31. Mai eine umfassende Lösung gefunden werden kann", schrieb Orban in einem Brief an EU-Ratspräsident Charles Michel, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.
Deutsche Bahn hat bereits eine Million Neun-Euro-Tickets verkauft
Die Nachfrage nach dem Neun-Euro-Ticket ist weiter hoch: Die Deutsche Bahn (DB) verkaufte bereits mehr als eine Million dieser Tickets, sagte am Dienstag ein Sprecher und bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Der Verkauf bei der DB war am Montagmorgen gestartet.
Umweltverbände dringen vor G7-Ministertreffen auf mehr Tempo bei Energiewende
Umweltverbände dringen im Vorfeld der G7-Ministerberatungen zu Umwelt- und Klimaschutz in Berlin auf mehr Tempo bei der Umsetzung der Energiewende. Die Antwort auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dürfe nicht allein lauten: "Schneller raus aus Russlands fossilen Energien", sie müsse lauten: "Viel schneller raus aus fossilen Energien insgesamt", forderte Lutz Weischer von Germanwatch.
Achtjähriger verhindert in Bayern Übergreifen von Feuer auf Wohnhaus
In Bayern hat ein Achtjähriger das Übergreifen eines Feuers auf ein Wohnhaus verhindert. Wie die Polizei in Kempten am Dienstag mitteilte, sah der Junge am Montagabend in Senden eine starke Rauchentwicklung an der Terrassenüberdachung des Nachbargrundstücks. Der Achtjährige meldete dies seiner Mutter, die den Notruf verständigte. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit insgesamt 23 Kräften an und löschte den Brand.
Lebende Schlange mitsamt Terrarium in Duisburg ausgesetzt
In Duisburg hat ein Unbekannter eine lebende Schlange mitsamt Terrarium ausgesetzt. Einem Spaziergänger fiel am Dienstagvormittag zunächst ein großer weißer Müllsack auf einer Grünfläche auf, wie die Polizei mitteilte. Darin befand sich demnach ein Terrarium, in dem sich eine etwa einen halben Meter lange Kornnatter auf einem Baumstamm schlängelte.
Moldaus früherer Präsident unter Korruptionsverdacht festgenommen
In der Republik Moldau ist der frühere pro-russische Präsident Igor Dodon am Dienstag unter Korruptionsverdacht festgenommen worden. Die Inhaftierung sei zunächst für 72 Stunden verfügt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dodon befinde sich einstweilen im Anti-Korruptions-Zentrum.
Bundesnetzagentur eröffnet Aufsichtsverfahren gegen zwei Energielieferanten
Die Bundesnetzagentur hat Aufsichtsverfahren gegen die Energieanbieter Voxenergie und Primastrom eingeleitet. Geprüft werde, ob die Firmen Preise erhöhten, ohne die gesetzlich vorgesehenen Ankündigungsfristen einzuhalten, teilte die Behörde am Dienstag mit. Grundlage sind demnach Verbraucherbeschwerden bei den Verbraucherzentralen und der Bundesnetzagentur.