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Deutsche verreisen laut Umfrage am liebsten im eigenen Land
Die Deutschen verreisen laut einer Umfrage für das Magazin "Playboy" am liebsten im eigenen Land. 79,8 Prozent bejahten dies in einer repräsentativen Befragung im eigenen Auftrag, wie der "Playboy" am Dienstag in München mitteilte. Insgesamt am beliebtesten ist demnach der Süden des Landes mit Baden-Württemberg und Bayern, den 54,3 Prozent der Befragten bevorzugen.
Erstmals seit 2018 Rückgang von rechtsextremen Straf- und Gewalttaten
Die Zahl der rechtsextremen Straf- und Gewalttaten ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2018 wieder gesunken. Wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser am Dienstag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2021 mitteilte, gingen die Taten um 9,6 Prozent auf rund 20.200 zurück. Das Potenzial gewaltorientierter Rechtsextremer habe sich mit 13.500 "jedoch auch 2021 auf unverändert hohem Niveau" befunden. Ihre Zahl stieg laut Verfassungsschutzbericht um 200 binnen Jahresfrist.
Union warnt "Ampel" vor Blockade spanischer Leopard-Panzer-Lieferung an Ukraine
Die Union hat die Bundesregierung davor gewarnt, die Ukraine bei einer möglichen Lieferung von Leopard-Panzern aus Spanien im Stich zu lassen. "Deutschland lässt die Ukraine jeden Tag, an dem dort keine schweren Waffen ankommen, im Stich", sagte der stellvertretende Unionsfraktionschef Johann Wadephul (CDU) der "Augsburger Allgemeinen" vom Dienstag. "Wenn Spanien Leopard 2 liefern will, muss die Bundesregierung das schnell ermöglichen."
Erhebung: Beschäftigte arbeiten nach Aufhebung der Corona-Maßnahmen wieder mehr
Im ersten Quartal dieses Jahres ist wieder mehr gearbeitet worden als im Vorjahreszeitraum. Das Arbeitsvolumen stieg um 3,3 Prozent auf insgesamt 15,4 Milliarden Arbeitsstunden, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) am Dienstag mitteilte. Grund für die Zunahme waren demnach die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Der Ukraine-Krieg führte indes wieder zu einem Anstieg der Kurzarbeit.
Garmischer Landrat: Suchen "mit Hochdruck" Ursache für Zugunglück
Nach dem Zugunglück mit fünf Toten in Burgrain hat der zuständige Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, Anton Speer (Freie Wähler) noch keine Angaben zu einer Unglücksursache machen können. "Da arbeitet man mit Hochdruck nach wie vor", sagte Speer am Montag im Bayerischen Rundfunk. Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen wollte er sich nicht zu einem Bericht äußern, wonach in Kürze Bauarbeiten an dem betroffenen Streckenabschnitt hätten stattfinden sollen.
EU einigt sich auf Standards für Mindestlöhne
Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten haben sich in der Nacht zum Dienstag auf gemeinsame Standards für Mindestlöhne geeinigt. Nun gebe es eine Empfehlung an die Mitgliedstaaten, dass Mindestlöhne "dann fair und gerecht" seien, wenn sie 60 Prozent des Median-Einkommens und 50 Prozent des Durchschnitts-Einkommens abbilden, sagte der an den Verhandlungen beteiligte CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke am Dienstagmorgen in Straßburg.
Mindestalter im Eiskunstlauf auf 17 Jahre angehoben
Der Weltverband ISU hat das Mindestalter für Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer auf Spitzenniveau auf 17 Jahre angehoben. Dies entschieden die Delegierten beim Kongress am Dienstag in Phuket/Thailand. Bislang galt die Regel, am 1. Juli des laufenden Jahres 15 Jahre alt sein zu müssen.
Umfrage: Ökonomen halten Zölle für sinnvolle Sanktionsmaßnahme gegen Russland
Ökonomen halten Zölle auf Energieimporte aus Russland laut einer Ifo-Umfrage für eine effektivere Sanktionsmaßnahme gegen die russische Wirtschaft als ein Embargo. 70 Prozent der befragten Expertinnen und Experten gaben an, dass so Zahlungen an Russland minimiert und die Auswirkungen auf die europäische Versorgungssicherheit gering gehalten würden, erklärte das Ifo-Institut am Dienstag. Zudem solle Europa seine Energieversorgung weiter diversifizieren.
OECD-Bildungsdirektor: Geflüchtete Kinder schnell in Regelklassen integrieren
Der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, fordert eine schnelle Integration von geflüchteten Kindern in den deutschen Regelunterricht. Gerade kleine Kinder lernten viel schneller Deutsch, wenn sie in einer ganz normalen Klasse seien, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Alle Schülerinnen und Schüler könnten profitieren, "denn sie können vom Austausch mit den Geflüchteten lernen".
Thüringens Innenminister: Corona-Leugner rechtsextremem Spektrum zuordnen
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat dafür plädiert, Corona-Leugner und sogenannte Querdenker konsequent dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen. "Bei der Zuordnung von politisch organisierter Kriminalität müssen wir nachschärfen, vor allem bei den Corona-Leugnern", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Dienstag. Die Szene sei politisch klar rechts motiviert. "Es sind Rechtsextremisten, die sie anstiften." Auch sogenannte Reichsbürger sollten "konsequent dem rechten Spektrum" zugerechnet werden, forderte Maier.
Künast will Debatte über Tankrabatt-Stopp
Angesichts steigender Spritpreise trotz des Tankrabatts hat sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast dafür ausgesprochen, Haushaltsgelder "anders und gezielter" für die Entlastung von Verbrauchern auszugeben. "Hier haben wir faktisch einen Rabatt, der in die Taschen der Mineralölkonzerne geht und noch nicht einmal eine Steuerungswirkung hat", sagte Künast am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Weder nütze er gezielt den unteren Gehaltsgruppen noch dem Klima.
Fastfood-Kette KFC legt wegen Lieferproblemen statt Salat Weißkohl in Burger
Die US-Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) hat in ihren Filialen in Australien den Salat in Burgern und anderen Produkten teilweise durch Weißkohl ersetzt - und damit etliche Kunden verärgert. Hintergrund der Entscheidung ist eine Preisexplosion bei Kopfsalat in Australien, der laut Experten unter anderem mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zusammenhängt.
FDP lehnt Einführung einer Übergewinnsteuer klar ab
Die FDP hat sich gegen die Einführung einer Steuer auf übermäßige Unternehmensgewinne in Kriegs- und Krisenzeiten ausgesprochen. "Was gut klingt, ist in Wahrheit ein denkbar schlechtes Instrument", sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr der "Bild" vom Dienstag. "Eine Übergewinnsteuer wäre eine Aufforderung an innovative Unternehmen wie Biontech, die derzeit gute Gewinne machen und bereits ordentlich Steuern zahlen, unser Land zu verlassen", fuhr er fort. "Das kann doch niemand ernsthaft wollen."
Aus nach Krimi: Draisaitl und Oilers scheitern an Colorado
Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers haben den Einzug in die Finalserie der NHL-Play-offs klar verpasst. Auch im vierten Halbfinal-Spiel war Gegner Colorado Avalanche zu abgezockt, der fünfmalige Meister Edmonton unterlag 5:6 nach Verlängerung und verlor die Best-of-seven-Serie mit 0:4.
Schmelzers Nationalmannschafts-Bilanz: "Fühlte mich unwohl"
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler und Borussia Dortmunds Ex-Kapitän Marcel Schmelzer blickt mit negativen Gefühlen auf seine aktive Zeit bei der Nationalmannschaft zurück. "Freude hatte ich dort nie" sagte der 34-Jährige, der vor Kurzem seine Karriere beendet hatte, in einem Interview auf der Vereinshomepage des BVB.
Lewandowski: Matthäus warnt Bayern vor Schönrednerei
Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus stichelt weiter gegen den deutschen Meister Bayern München und mahnt seinen Ex-Klub besonders im Transfer-Theater um Torjäger Robert Lewandowski zu Realismus. Er sei gespannt, "ob die Bayern-Bosse ihr Wort halten und Lewandowski nicht ziehen lassen, oder ob auch das wieder eine Form ist, sich die Dinge schön zu reden, und sie den Weltfußballer und damit am Ende doch noch mehr Qualität verlieren", schrieb der Weltmeister-Kapitän von 1990 in seiner Sky-Kolumne "So sehe ich das".
Flick nimmt Werner in Schutz
Bundestrainer Hansi Flick hat Stürmer Timo Werner gegen Kritik verteidigt. "Es wird ein bisschen unterschätzt, was er für die Mannschaft leistet. Bei ihm ist wirklich Bereitschaft da, Wege zu gehen, den Gegner unter Druck zu setzen. Er schafft Räume vor der Abwehr", sagte Flick vor dem Fußball-Klassiker am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) in München gegen England.
Ehemaliger Übergangspräsidentin Boliviens drohen 15 Jahre Haft
Der im Zusammenhang mit einem angeblichen Staatsstreich in Bolivien angeklagten ehemaligen Übergangspräsidentin Jeanine Áñez droht eine lange Haftstrafe. Generalstaatsanwalt Juan Lanchipa erklärte am Montag, dass er in dem wiederaufgenommenen Prozess gegen Áñez 15 Jahre Haft beantragen will. In dem Verfahren werden der 54-Jährigen "Pflichtverletzung" und verfassungswidrige Beschlüsse in ihrer Zeit als Senatorin vorgeworfen.
Mexikos Staatschef bleibt Bidens Amerika-Gipfel fern
Es sollte der Beginn besserer Beziehungen zwischen den USA und den lateinamerikanischen Ländern werden - doch der Beginn des Amerika-Gipfels hat die Spaltung deutlich gemacht. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador machte am Montag seine Drohung wahr und blieb dem Gipfel fern, nachdem Kuba, Nicaragua und Venezuela nicht eingeladen worden waren. Damit wolle er gegen die seit "Jahrhunderten" andauernde Politik der "Ausgrenzung" protestieren.
Betriebsrat der Bahn berichtet von Stress wegen Neun-Euro-Ticket an Pfingsten
Die Personalvertretung der Deutschen Bahn hat nach dem Pfingstwochenende mit Neun-Euro-Ticket von einer hohen Belastung für die Mitarbeiter berichtet. "Die Neun-Euro-Aktion hat erwartungsgemäß einen großen Ansturm auf die Regionalzüge ausgelöst, der bundesweit zu deutlich mehr Fällen von Überlastung geführt hat", sagte der Vize-Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats DB Regio, Ralf Damde, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben).
USA verdächtigen Russland des Diebstahls ukrainischen Getreides
US-Außenminister Antony Blinken hat den Verdacht geäußert, dass Russland ukrainisches Getreide für den eigenen Profit stiehlt. Berichte, wonach Russland ukrainisches Getreide beschlagnahmt, um dieses selbst zu verkaufen, nannte Blinken am Montag in Washington "glaubwürdig". Er erhob außerdem den Vorwurf, dass Moskau durch die Blockade ukrainischer Getreideausfuhren die Welt "erpressen" wolle.
Wieder kein Sieg für Frankreich - Hängepartie in Wien
Wieder kein Sieg für Weltmeister Frankreich in der Nations League, Hängepartie für Österreich: Wegen eines Stromausfalls wurde die Heimspielpremiere des neuen Nationaltrainers Ralf Rangnick gegen Dänemark erst mit 90-minütiger Verspätung angepfiffen.
Boris Johnson übersteht parteiinternes Misstrauensvotum
Der britische Premierminister Boris Johnson hat das Misstrauensvotum seiner eigenen konservativen Partei überstanden. 211 Abgeordnete der Tories stimmten am Montagabend in London für Johnsons Verbleib als Parteivorsitzender und somit auch als Premier, 148 Parlamentarier sprachen ihm allerdings das Misstrauen aus. 32 Stimmen fehlten am Ende, um Johnson zum Rücktritt zu zwingen.
Umweltminister der Dominikanischen Republik in seinem Büro erschossen
Der Umweltminister der Dominikanischen Republik ist in seinem Büro erschossen worden. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, er sei mit Umweltminister Orlando Jorge Mera befreundet gewesen, teilte ein Sprecher des Präsidialamts in Santo Domingo am Montag mit. Zu den Motiven der Bluttat werde noch ermittelt.
Baerbock lobt Pakistans Engagement für Afghanistan-Flüchtlinge
Vor ihrem Besuch in Pakistan hat Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) das Engagement des südasiatischen Landes bei der Evakuierung von Menschen aus dem Nachbarland Afghanistan gelobt. Pakistan sei wie kein anderes Land von den Auswirkungen der Krise in Afghanistan betroffen und "gleichzeitig für uns ein Schlüsselpartner, um die Menschen aus Afghanistan in Sicherheit zu bringen, für die wir Verantwortung tragen", erklärte Baerbock am Montagabend vor ihrer Abreise.
Misstrauensvotum gegen britischen Premier Johnson begonnen
In London hat das parteiinterne Misstrauensvotum gegen Premierminister Boris Johnson begonnen. Die Abgeordneten von Johnsons konservativer Partei kamen am Montag zur Abstimmung über das Schicksal des Regierungschefs zusammen. Die Abstimmung soll bis 21.00 Uhr MESZ dauern, das Ergebnis wird für etwa eine Stunde nach Ende des Votums erwartet.
Selenskyj warnt vor andauernder Blockade der Getreide-Exporte
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat wegen des russischen Krieges gegen sein Land vor einer immer dramatischeren Blockade der Getreide-Exporte gewarnt. Die blockierte Menge des für den Export bestimmten Getreides aus der Ukraine könnte sich bis "zum Herbst" auf 75 Millionen Tonnen verdreifachen, sagte Selenskyj am Montag. Vor der russischen Invasion war die Ukraine der weltweit viertgrößte Exporteur von Weizen und Mais.
Johnson muss sich am Montagabend parteiinternem Misstrauensvotum stellen
In der "Partygate"-Affäre ist der Druck auf Boris Johnson immens gewachsen - nun muss sich der britische Premierminister einem Misstrauensvotum seiner eigenen konservativen Partei stellen. Die notwendige Zahl entsprechender Anträge von Tory-Abgeordneten sei erreicht worden, teilte das zuständige Parteikomitee am Montag mit. Johnsons Sprecher erklärte, der Premier begrüße das bereits für Montagabend angesetzte Votum als Chance, "Partygate" hinter sich zu lassen und "nach vorn zu schauen".
Landwirtschaftsminister Özdemir legt Dienstag Tierwohl-Konzept vor
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) will Dienstag sein Konzept für eine verpflichtende staatliche Tierwohlkennzeichnung für Fleischprodukte präsentieren. Bei der Finanzierung lägen die Vorschläge auf dem Tisch – "und wesentliche Akteure habe ich auf meiner Seite", sagte er der "Welt am Sonntag". Allerdings kritisierten Umwelt- und Verbraucherschützer kurz vor der Präsentation mangelnden Tierschutz.
London stürzt nach Thronjubiläum in ein Verkehrschaos
Die britische Hauptstadt London hat nach den viertägigen Feierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. ein Verkehrschaos erlebt. Mehrere Stationen der Londoner U-Bahn waren wegen eines 24-stündigen Streiks der Verkehrsgewerkschaft RMT am Montag gesperrt, der Ausfall hunderter Flüge und massive Verspätungen des Eurostar-Schnellzugs verschärften die Lage zusätzlich. Die Londoner Behörden riefen Pendler auf, Fahrten mit der U-Bahn bis Dienstagmorgen zu vermeiden.
Elon Musk wirft Twitter in Übernahmepoker Zurückhalten von Informationen vor
Der Tech-Milliardär Elon Musk hat Twitter mit dem Rückzug seines Kaufangebots gedroht, weil das Unternehmen ihm angeblich Informationen und Daten vorenthält. Twitter habe "einen klaren Verstoß" gegen seine "Verpflichtungen im Rahmen der Fusionsvereinbarung verübt", hieß es in einem am Montag veröffentlichten Börsendokument. Musk behalte "sich alle daraus resultierenden Rechte vor, einschließlich seines Rechts, die Transaktion nicht zu vollziehen, und seines Rechts, die Fusionsvereinbarung zu kündigen".
Wirtschaftsminister Habeck zu Auftakt von Nahost-Reise in Israel
Zum Auftakt seiner viertägigen Nahost-Reise ist Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag nach Israel gereist. Bei den Gesprächen in der Region geht es vor allem um die Zusammenarbeit bei der Energiewende und beim Klimaschutz. Gerade in dieser Region werde deutlich, "wie sehr Sicherheitspolitik und Klimapolitik zusammengeführt werden müssen und wie dringend es ist, die Erderhitzung auf ein erträgliches Maß zu begrenzen", sagte Habeck.