Letzte Nachrichten
Woidke hält Kohleausstieg bereits 2032 unter Umständen für möglich
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält ein deutliches Vorziehen des Kohleausstiegs unter bestimmten Voraussetzungen nun doch für machbar. "Vielleicht ist es möglich, dass wir es 2032 oder 2033 schaffen", sagte Woidke der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dafür müsse es aber einen "großen gesellschaftlichen Konsens" geben nach dem Vorbild der früheren Kohlekommission.
Weiter Streit in "Ampel" vor Koalitionsausschuss am Sonntag
Vor den für Sonntag geplanten Beratungen der Koalitionsspitzen gibt es weiter Streit und gegenseitige Vorwürfe. FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer warf SPD und Grünen eine "ungezügelte Ausgabensucht" vor. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann forderte beim Klimaschutz mehr Engagement auch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
17-Jähriger soll Mitarbeiterin von Blumenladen in Bayern getötet haben
Nach einem Tötungsdelikt an einer Mitarbeiterin eines Blumenladens im oberfränkischen Lichtenfels hat die bayerische Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Er sei unter dringendem Tatverdacht am Samstag in Untersuchungshaft gekommen, teilten die bayerische Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Coburg mit. Seit der Tat gingen bei einer 40-köpfigen Sonderkommission demnach zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung ein.
"Hotel Ruanda"-Held Rusesabagina wieder auf freiem Fuß
Anderthalb Jahre nach der international kritisierten Verurteilung des ruandischen Oppositionspolitikers Paul Rusesabagina zu 25 Jahren Gefängnis ist der 68-Jährige aus der Haft entlassen worden. Wie ein US-Regierungsvertreter mitteilte, wurde der durch den Film "Hotel Ruanda" weltweit bekannt gewordene Rusesabagina am späten Freitagabend dem Botschafter von Katar übergeben. Über Katar werde er in sein Exil-Land USA zurückkehren. International wurde die Entscheidung begrüßt.
Freie Wähler wählen Aiwanger zum Spitzenkandidaten für bayerische Landtagswahl
Die Freien Wähler in Bayern haben ihren Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Herbst gewählt. Auf einem Landesparteitag in Augsburg erhielt Aiwanger am Samstag die einstimmige Zustimmung der Delegierten.
Landtagsfraktionschef Redmann ist neuer Vorsitzender von Brandenburger CDU
Der Chef der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag, Jan Redmann, ist zum neuen Parteivorsitzenden in dem Bundesland gewählt worden. Der 44-Jährige erhielt auf einem Landesparteitag in Potsdam am Samstag 88,9 Prozent der Stimmen, wie die Partei mitteilte. Redmann folgt auf Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen, der seit 2019 auch CDU-Landesvorsitzender war.
Bundesweite Streiks am Montag sorgen für kontroverse Debatten
Die für Montag angekündigten bundesweiten Streiks besonders im Verkehrssektor sorgen für kontroverse Debatten. Während die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer Verständnis für die Streikenden äußerte, kam unter anderem aus Kommunen massive Kritik. Mehrere Bundesländer kündigten an, sie wollten das geltende Sonntagsfahrverbot für Lkw an diesem Wochenende de facto aussetzen, um mögliche Lieferprobleme zu vermeiden.
Gruppe von Migranten in Texas in Zug entdeckt - Zwei Tote
In einem im US-Bundesstaat Texas angehaltenen Zug ist eine Gruppe "erstickender" Migranten entdeckt worden - zwei von ihnen waren bereits tot. Rund 15 Menschen aus dem Container benötigten "sofortige medizinische Versorgung", zehn von ihnen seien in Krankenhäuser gebracht worden, erklärte die Polizei von Uvalde. Der Zug war Polizeiangaben zufolge östlich von Knippa, einem Ort in Südtexas nahe San Antonio, nach einem anonymen Anruf von US-Grenzschützern angehalten worden.
Tuchel übernimmt FC Bayern: "Ehre und Auszeichnung"
Thomas Tuchel empfindet sein Engagement beim FC Bayern als "Ehre und Auszeichnung", bei seinem Debüt gegen Ex-Klub Borussia Dortmund will er sofort "das erste Ausrufezeichen setzen". Der deutsche Fußball-Rekordmeister sei "einer der größten Klubs in der Welt", seine Aufgabe "klar definiert: Es geht ums Gewinnen, das ist eine Verpflichtung, da kann es keine Missverständnisse geben", sagte der 49-Jährige bei seiner Vorstellung am Samstag.
Keine "Panikreaktion": Bayern-Bosse begründen Nagelsmann-Aus
Die Bosse von Bayern München haben das Aus für Trainer Julian Nagelsmann nach "schwierigen Tagen" erneut mit den Leistungsschwankungen der Mannschaft begründet und den Eindruck einer "Panikreaktion" zurückgewiesen. Vorstandschef Oliver Kahn berichtete am Samstag betroffen von der "ein oder anderen Nacht, in der ich nicht richtig gut geschlafen habe". Hinter der Entscheidung zur Trennung stehe "ja auch ein Mensch" - Nagelsmann.
Osnabrücks Bischof Bode verzichtet auf sein Amt
Der katholische Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, verzichtet auf sein Amt. Papst Franziskus nahm sein Rücktrittsgesuch an diesem Samstag an, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte. Deren Vorsitzender, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sprach Bode "Dank und Anerkennung" für sein Wirken aus. Dessen Rücktrittsgesuch habe er mit "großem Bedauern und Respekt" zur Kenntnis genommen.
Ukraine meldet "Stabilisierung" im Kampf um Bachmut
Ukrainischen Streitkräften ist nach eigenen Angaben eine Stabilisierung der Lage in der heftig umkämpften Stadt Bachmut gelungen. "Dank der enormen Anstrengungen der Verteidigungskräfte gelingt es uns, die Situation zu stabilisieren", erklärte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walery Saluschny, mit Blick auf die Industriestadt im Osten des Landes im Onlinedienst Facebook.
Vor Klimavolksentscheid in Berlin mehr als 450.000 Abstimmungsscheine ausgestellt
Für den Klima-Volksentscheid am Sonntag in Berlin sind vorab 457.671 Abstimmungsscheine ausgestellt worden. Das teilte die Landeswahlleitung am Samstag mit. Die Scheine berechtigen zur Stimmabgabe per Briefwahl oder vorab in Wahlämtern.
Führender indischer Oppositionspolitiker: Rauswurf aus Parlament politisch motiviert
Der wegen Verleumdung verurteilte Oppositionsführer Rahul Gandhi hat dem indischen Premierminister Narendra Modi vorgeworfen, ihm den Sitz im Parlament aus Vergeltung entzogen zu haben. "Ich wurde disqualifiziert, weil der Premierminister (...) Angst vor der nächsten Rede zu Adani hat", sagte Gandhi am Samstag und bezog sich dabei auf den umstrittenen und des Betrugs verdächtigten Geschäftsmann Gautam Adani, zu dem Modi enge Verbindungen unterhält.
Schmerzen in der Hand: Tulovic startet nicht in Portimao
Das Comeback von Lukas Tulovic (Eberbach) in der Motorrad-WM fällt ins Wasser. Wegen anhaltender Schmerzen in seiner Hand wird der 22-Jährige nicht am Großen Preis von Portugal in Portimao teilnehmen. Vier Jahre nach seinem Abschied hätte der Rückkehrer am Sonntag (13.15 Uhr MESZ) erneut in der Moto2 an den Start gehen sollen.
Wissing und EU-Kommission legen Streit um Verbrenner-Aus bei
Der Streit um das Verbrenner-Aus zwischen der EU-Kommission und Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) ist beigelegt. Bundesregierung und Kommission verständigten sich über die künftige Zulassung von mit E-Fuels betankten Autos, wie Wissing und EU-Kommissar Frans Timmermans am Samstag unabhängig voneinander mitteilten. Wissing und die FDP hatten wegen des Streits um die E-Fuels das geplante EU-weite Verbot für Neufahrzeuge mit fossil betriebenen Verbrennungsmotoren ab 2035 blockiert.
Wirtschaftsweise äußert Verständnis für massive Streiks am Montag
Die Vorsitzende des Rats der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat Verständnis für den bundesweiten Verkehrsstreik von Verdi und EVG am kommenden Montag geäußert. "Wir sehen hier einen Tarifkonflikt, der weder ungewöhnlich noch unverständlich ist", sagte Schnitzer der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Sie verwies auf die Belastungen für die Beschäftigten durch die hohe Inflation.
Handwerk zeigt sich bei Wärmepumpen-Einbau optimistisch
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) ist optimistisch, den angestrebten Einbau von 500.000 zusätzlichen Wärmepumpen pro Jahr stemmen zu können. "Wenn wir die Anzahl der Wärmepumpen nehmen, dann schaffen wir das", sagte ZDH-Präsident Jörg Dittrich am Montag im Deutschlandfunk. Er verwies allerdings auf mögliche Engpässe bei der Lieferung von Wärmepumpen sowie für notwendige weitere Sanierungsarbeiten.
Intel-Mitgründer Gordon Moore im Alter von 94 Jahren gestorben
Der Mikroprozessoren-Pionier und Intel-Mitgründer Gordon Moore ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Moore starb "im Kreise seiner Familie zuhause in Hawaii", teilte das kalifornische Unternehmen Intel am Samstag mit. Apple-Chef Tim Cook nannte Moore in einem Tweet "einen Gründungsvater des Silicon Valley" dem "wir Nachfolger alle zur Dankbarkeit verpflichtet sind."
Adler "heilfroh", Haie verlieren den Kopf
Ein Doppelschlag binnen weniger Sekunden brachte Adler Mannheim in einer turbulenten Schlussminute den Sieg, nach dem 4:3 (0:0, 1:3, 3:0) gegen die Kölner Haie herrschte pure Erleichterung. "So ein Spiel zu drehen, zeigt einiges an Charakter. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich bin heilfroh, dass wir das getan haben", sagte Stürmer David Wolf bei MagentaSport.
Matthäus kritisiert Bayern-Führung: "Keine gute Figur"
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem Aus von Trainer Julian Nagelsmann die Führungsetage des Fußball-Rekordmeisters Bayern München kritisiert. "Die Bayern-Verantwortlichen haben in der letzten Zeit keine gute Figur abgegeben", sagte der Weltmeister von 1990 bei RTL/ntv. Es sei "nicht mehr das 'Mia san mia', das die Bayern immer ausgezeichnet hat zu Zeiten von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß."
Heimpleite für die Mavericks: "Das war Hundescheiße"
Die Dallas Mavericks haben ihre Fans gegen sich aufgebracht und sind in der Western Conference der Basketball-Profiliga NBA nach einem schwachen Auftritt nun sogar aus den Top 10 gerutscht. Durch das 109:117 gegen die Charlotte Hornets ist das Team um den deutschen Nationalspieler Maximilian Kleber nur noch Elfter, diese Platzierung würde nicht einmal für die Vor-Play-offs reichen.
Zverev in Miami von der Rolle: Aus gegen Nobody Daniel
Alexander Zverev ist beim ATP-Masters in Miami nach einer enttäuschenden Vorstellung direkt an seiner Auftakthürde gescheitert. Der Olympiasieger aus Hamburg unterlag in der zweiten Runde des Hartplatzevents in nur 75 Minuten dem Japaner Taro Daniel mit 0:6, 4:6 und war letztlich chancenlos. Zuvor hatte die Nummer 13 der Setzliste ein Freilos gehabt.
Havertz von politischer Diskussion "überfordert"
Kai Havertz haben die politischen Diskussionen rund um die Fußball-WM in Katar "überfordert". Die Nationalmannschaft stehe zwar für Werte, sagte Havertz im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe, "aber bei der WM war der Druck zu hoch, von uns Fußballern wurde erwartet zu lösen, was nicht einmal die Politik schafft". Auf der DFB-Auswahl habe "ein doppelter Druck" gelastet, "auch abseits des Platzes".
Matthäus kritisiert Bayern-Führungsetage: "Keine gute Figur"
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem Aus von Trainer Julian Nagelsmann die Führungsetage des Fußball-Rekordmeisters Bayern München kritisiert. "Die Bayern-Verantwortlichen haben in der letzten Zeit keine gute Figur abgegeben", sagte der Weltmeister von 1990 bei RTL/ntv. Es sei "nicht mehr das 'Mia san mia', das die Bayern immer ausgezeichnet hat zu Zeiten von Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß."
Knappe Mehrheit der Frauen gegen Möglichkeit zum Schwimmen "oben ohne"
Eine knappe Mehrheit der Frauen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge dagegen, dass alle ohne Oberteil ins Schwimmbad dürfen. 55 Prozent der befragten Frauen sprächen sich dagegen aus - 56 Prozent der Männer seien dafür, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag. Insgesamt befürworteten 47 Prozent das Schwimmen "oben ohne", während es 44 Prozent ablehnten.
Ukraine verwahrt sich gegen Vorwurf willkürlicher Exekutionen von Kriegsgefangenen
Die Ukraine hat sich gegen Vorwürfe der UNO verwahrt, sie habe ebenso wie Russland Kriegsgefangene ohne Gerichtsverfahren willkürlich hingerichtet. Das Außenministerium in Kiew dankte am Freitag der UN-Mission zur Überwachung der Menschenrechte in der Ukraine für ihre Nachforschungen, warnte aber zugleich vor jedem Versuch, "der als Gleichsetzung des Opfers mit dem Aggressor interpretiert werden könnte". Es sei "inakzeptabel", das "Opfer der Aggression" verantwortlich zu machen.
FDP-Fraktionsvize Meyer wirft SPD und Grünen "ungezügelte Ausgabensucht" vor
Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen am Sonntag hat FDP-Vizefraktionschef Christoph Meyer von den Koalitionspartnern SPD und Grüne mit drastischen Worten mehr Ausgabendisziplin gefordert. "Die ungezügelte Ausgabensucht von SPD und Grünen stoppen wir und helfen jetzt beim kalten Entzug", sagte Meyer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Manchmal muss man dem Alkoholkranken die Flasche Schnaps vom Mund schlagen", fügte der FDP-Haushaltspolitiker hinzu.
US-Klage gegen in Brasilien inhaftierten mutmaßlichen russischen Spion
Die USA wollen einen mutmaßlichen russischen Spion zur Verantwortung ziehen, der versucht haben soll, den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu infiltrieren. Wie die Staatsanwaltschaft in Washington am Freitag mitteilte, wurde Klage gegen Sergej Wladimirowitsch Tscherkasow wegen Spionage-Vergehen eingereicht. Die US-Justiz will demnach offenbar verhindern, dass der 37-Jährige von seinem derzeitigen Aufenthaltsland Brasilien nach Russland überstellt wird.
Städtebund kritisiert für Montag geplanten Großstreik als überzogen
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat den angekündigten bundesweiten Verkehrsstreik als überzogen kritisiert. "Der Streik am Montag kommt einem Generalstreik ziemlich nahe und geht weit über einen Warnstreik hinaus", sagte Gemeindebunds-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Außerdem seien die Arbeitsniederlegungen "unhöflich von den Gewerkschaften, weil ja genau am Montag die nächste Verhandlungsrunde stattfindet".
Gwyneth Paltrow beteuert in Prozess um Skiunfall ihre Unschuld
Im Zivilprozess gegen Hollywood-Star Gwyneth Paltrow wegen eines Skiunfalls hat die US-Schauspielerin ihre Unschuld beteuert. Nicht sie, sondern der gegen sie klagende Terry Sanderson habe den Zusammenstoß 2016 in den Rocky Mountains verursacht, schilderte Paltrow am Freitag (Ortszeit) vor dem Gericht in Park City im Bundesstaat Utah.
Baugewerkschaft fordert massive Ausweitung staatlicher Förderprogramme
Angesichts der Krise in der Baubranche fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt eine massive Ausweitung staatlicher Förderprogramme. "Notwendig ist eine Wohnungsbau-Sonder-Investition durch den Bundeshaushalt", sagte der Bundesvorsitzende der Baugewerkschaft, Robert Feiger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstagsausgaben). Allein für den sozialen Wohnungsbau werde "in einem ersten Schritt dringend eine Förderung in Höhe von rund 50 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025" benötigt.