Letzte Nachrichten
Erster von sieben Richtern in Brasilien stimmt für Amtsverbot von Bolsonaro
Im Prozess wegen Amtsmissbrauchs gegen den früheren brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat der erste von sieben Richter am Obersten Wahlgericht für einen Amtsausschluss Bolsonaros gestimmt. Der rechtsradikale Politiker habe sich "gewalttätiger Sprache und Lügen" bedient und die Glaubwürdigkeit des Wahlsystems gefährdet, sagte der Vorsitzende Richter Benedito Goncalves nach seiner Stimmabgabe am Dienstagabend (Ortszeit).
Vermieter kritisieren Neufassung des Heizungsgesetzes
Der Eigentümerverband Haus & Grund hat die Neufassung des Heizungsgesetzes kritisiert und vor einer zu hohen Belastung für Vermieterinnen und Vermieter gewarnt. Die Möglichkeiten zur Weitergabe von Investitionskosten an Mieter seien so gering, dass viele Eigentümer eine neue Heizung gar nicht bezahlen könnten, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke dem TV-Sender Welt.
Pistorius setzt auf Zusagen Malis für geordneten Abzug nach Ende von UN-Mandat
Nach der Forderung Malis nach einem Ende der UN-Mission in dem westafrikanischen Land geht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nicht von einem chaotischen Abzug der Bundeswehr aus. Es sei zwar "eine unerfreuliche Situation", aber keine, die "eine neue oder zusätzliche Gefährdung mit sich bringt für unsere Soldatinnen und Soldaten", sagte Pistorius am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Deutschland werde versuchen, "noch etwas schneller" abzuziehen, "aber geordnet".
Zahl der Scheidungen 2022 weiter zurückgegangen
Im vergangenen Jahr sind 5400 oder 3,8 Prozent weniger Ehen geschieden worden als 2021. Insgesamt ließen sich 137.400 Paare scheiden, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Bereits im Vorjahr war die Zahl der Eheauflösungen um 0,7 Prozent zurückgegangen, mit Ausnahme des Jahres 2019 sank die Zahl damit seit 2012 kontinuierlich.
Verbraucherinnen und Verbraucher verunsichert - Gfk-Konsumklima sinkt
Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher sind wegen der Inflationsentwicklung und offenbar wegen der Diskussion über das Heizungsgesetz wieder stärker verunsichert: Die Sparneigung der privaten Haushalte nahm im Juni wieder zu, wie das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg am Mittwoch mitteilte. Entsprechend erwartet das Institut für Juli einen Rückgang des Konsumklimas - nach acht Anstiegen in Folge.
Bericht: UBS will Großteil der Jobs bei der Credit Suisse streichen
Die Schweizer Bankengruppe UBS will einem Bericht zufolge einen Großteil der noch verbliebenen Jobs bei der übernommenen Credit Suisse streichen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf unternehmensnahe Quellen berichtete, könnten bis zu 35.000 Arbeitsplätze wegfallen - vor der Übernahme durch ihren einstigen Rivalen hatte die Skandalbank noch rund 45.000 Beschäftigte. UBS wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern.
Ullrich prognostiziert: "Härteste Tour aller Zeiten"
Der frühere Rad-Star Jan Ullrich sieht angesichts von acht Bergetappen eine unangenehme Tour de France auf die Sprinter zukommen. "Ich bin überzeugt: Diese Tour wird die härteste Tour aller Zeiten. Die Sprinter bei dieser Tour tun mir richtig leid, die werden kämpfen und leiden müssen", sagte der Tour-Sieger von 1997 im Bild-Interview.
Voss-Tecklenburg zu WM-Prämien: "Verstehen die Kritik nicht"
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kann die Kritik am DFB aufgrund der WM-Prämien für die deutschen Fußballerinnen nicht nachvollziehen. "Wir verstehen die Kritik an den Prämien nicht. Man muss immer sehen, wo wir herkommen", sagte Voss-Tecklenburg im Sky-Interview.
Gold Cup: Kanada patzt zum Auftakt
Die Fußball-Nationalmannschaft Kanadas ist mit einem überraschenden Dämpfer in den Gold Cup gestartet. Der WM-Teilnehmer kam ohne Bayern-Profi Alphonso Davies zum Auftakt der Gruppe D nicht über ein 2:2 (0:1) gegen den krassen Außenseiter Guadeloupe hinaus. Die Kanadier kassierten dabei vor eigenem Publikum in Toronto erst in der Nachspielzeit den Ausgleich durch ein Eigentor von Jacen Russell-Rowe (90.+3).
Sechste WM: Superstar Marta führt Brasiliens Aufgebot an
Angeführt von Superstar Marta wollen Brasiliens Fußballerinnen bei der WM in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) um den Titel mitspielen. Die 37-Jährige wurde nach einer langwierigen Knieverletzung rechtzeitig fit für die sechste WM-Teilnahme und schaffte den Sprung in das 23-köpfige Aufgebot von Nationaltrainerin Pia Sundhage.
Zahl der Toten steigt nach russischem Angriff auf Kramatorsk auf acht
Nach dem russischen Raketenangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk ist die Zahl der Toten auf acht gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, die aus den Trümmern geborgen worden seien, teilte der staatliche Rettungsdienst der Ukraine am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit. Außerdem sind demnach mindestens 56 Menschen verletzt worden. "Die Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer des zerstörten Gebäudes und suchen nach Personen, die sich wahrscheinlich unter den Trümmern befinden", fügte der Rettungsdienst hinzu.
Boll vor Comeback: "Von Tag zu Tag besser"
Das Comeback rückt näher, doch Timo Boll bleibt vorsichtig. Auf dem Weg zurück in den Tischtennis-Zirkus gilt es nach monatelanger Pause, geduldig zu sein. "Ich spüre, wie ich von Tag zu Tag besser werde", sagte Boll: "Die Schulter hat die Belastung gut verkraftet, da bin ich heilfroh." Ob er bei den Europaspielen in Krakau im Team zum Einsatz kommt, entscheide sich aber erst kurzfristig.
Krösche hofft weiter auf Verbleib von Kolo Muani
Sportvorstand Markus Krösche vom Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt hofft weiter auf einen Verbleib von Shootingstar Randal Kolo Muani. "Es gibt nichts Neues. Er ist ein Spieler von Eintracht Frankfurt", betonte Krösche bei Sky: "Unser Ziel ist es, Randal nicht zu verlieren. Er hat eine gute Entwicklung genommen, hatte einen großen Anteil an unserer erfolgreichen Saison. Es ist nicht unser Ziel, ihn teuer zu verkaufen."
NHL-Draft: Toptalent Bedard wohl nach Chicago
In Chicago reiben sie sich schon seit langem die Hände, sie dürften inzwischen wund sein. Die Vorfreude der Blackhawks auf den diesjährigen Draft der NHL kennt keine Grenzen. Der Grund: Connor Bedard, dem Eishockey-Ausnahmetalent wird eine große Karriere prophezeit. Dass der 17-Jährige nach Chicago geht, gilt bereits als ausgemacht. Der sechsmalige Stanley-Cup-Sieger darf schließlich zuerst wählen.
Mukhtar in All-Star-Team der MLS
Große Ehre für Hany Mukhtar: Der frühere deutsche U21-Nationalspieler wurde in das All-Star-Team der nordamerikanischen Profiliga MLS berufen, das am 19. Juli in Washington auf Premier-League-Klub FC Arsenal trifft. Mukhtar (Nashville SC) ist einer von zwölf Profis im 26er-Aufgebot, die von Spielern, Medien und Fans gewählt wurde.
Matthäus hofft auf Flick-"Wunder"
Lothar Matthäus hat seinen Freund Hansi Flick noch nicht abgeschrieben. "Wenn man einem Trainer konsequent den Rücken stärkt, kann er auch Wunder vollbringen", sagte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler der Bild-Zeitung und nannte als Beispiel Edin Terzic.
Bundesumweltministerin ruft zum sparsamen Umgang mit Wasser auf
Angesichts zunehmender Wasserknappheit hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) zu einem sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen. Im Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" übte sie zum einen Kritik an der starken Versiegelung der Städte. Beim Städtebau sei "zu wenig darauf geachtet" worden, das Wasser "in den Städten zu halten und zu speichern". Es seien vor allem Kanalisationen gebaut worden, die das Wasser schnell ableiteten.
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Vermerk zu Legasthenie in Abiturzeugnis
Vor dem Bundesverfassungsgericht geht es am Mittwoch (14.00 Uhr) um die Lese- und Rechtschreibstörung Legasthenie. Der Erste Senat in Karlsruhe verhandelt über die Frage, ob das Abiturzeugnis einen Hinweis auf Prüfungserleichterungen wegen Legasthenie enthalten darf. Drei Abiturienten aus Bayern erhoben Verfassungsbeschwerden. (Az. 1 BvR 2577/15 u.a.)
Oscar-Preisträger Kevin Spacey in London wegen sexueller Übergriffe vor Gericht
Oscar-Preisträger Kevin Spacey steht ab Mittwoch in London erneut wegen sexueller Übergriffe vor Gericht. Der 63-jährige US-Schauspieler, der aus Filmen wie "Die üblichen Verdächtigen" und "American Beauty" sowie der erfolgreichen Netflix-Serie "House of Cards" bekannt ist, weist alle Anschuldigungen zurück. Die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen Spacey waren im Oktober 2017 kurz nach Beginn der #MeToo-Bewegung laut geworden.
EU-Kommission macht Vorschlag für digitalen Euro
Die Pläne für einen digitalen Euro werden am Mittwoch konkreter: Die EU-Kommission will einen Rechtsrahmen für eine virtuelle Gemeinschaftswährung vorschlagen (Pressekonferenz am Nachmittag geplant). Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den digitalen Euro bereits 2020 vorgeschlagen. EZB-Chefin Christine Lagarde bewirbt ihn als "Anker der Stabilität" angesichts der steigenden Bedeutung etwa von Kryptowährungen.
Bundesgerichtshof urteilt über Waffenverkauf an späteren Lübcke-Mörder
Der Bundesgerichtshof (BGH) verkündet am Mittwoch (13.00 Uhr) eine weitere Entscheidung im Zusammenhang mit dem Mord an dem früheren Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU). Es geht um die Herkunft der Tatwaffe. Der inzwischen rechtskräftig verurteilte Täter Stephan E. gab an, den Revolver von einem Bekannten gekauft zu haben. Dieser Bekannte stand in Paderborn vor Gericht, wurde aber größtenteils freigesprochen. (Az. 4 StR 212/22)
Bundesverteidigungsminister Pistorius absolviert Antrittsbesuch in den USA
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) absolviert am Mittwoch seinen Antrittsbesuch in den USA. Pistorius wird in der Hauptstadt Washington unter anderem US-Verteidigungsminister Lloyd Austin treffen. Schwerpunkt der Gespräche dürfte neben bilateralen Themen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein. Die Reise dient auch der Vorbereitung des Nato-Gipfels in der litauischen Hauptstadt Vilnius am 11. und 12. Juli.
Vier Tote und 47 Verletzte nach russischem Raketenangriff auf Kramatorsk
Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Restaurant in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind am Dienstag nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen getötet und 47 weitere verletzt worden. Bei dem Angriff wurde das Restaurant Ria Pizza im Zentrum der Stadt zerstört, das bei Journalisten und Militärangehörigen beliebt war. Wie die ukrainische Polizei mitteilte, feuerte Russland zwei Boden-Luft-Raketen vom Typ S-300 auf die Stadt ab.
Proteste in Frankreich nach Tod eines 17-Jährigen bei Polizeikontrolle
Der Tod eines 17-jährigen Autofahrers bei einer Polizeikontrolle hat in Frankreich wütende Proteste ausgelöst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Fahrer eines Mietwagens im Pariser Vorort Nanterre am Dienstagmorgen wegen Missachtung mehrerer Verkehrsregeln angehalten worden. Am Abend kam es in Nanterre und anderen Gemeinden zu Zusammenstößen, berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. 15 Menschen wurden festgenommen, wie die Behörden in der Nacht zum Mittwoch mitteilten.
Stoltenberg: Nato bereit zu Verteidigung gegen "Moskau oder Minsk"
Die Nato ist nach den Worten ihres Generalsekretärs Jens Stoltenberg bereit zur Verteidigung gegen jede Bedrohung aus "Moskau oder Minsk". Bei ihrem nächsten Gipfel Mitte Juli in Litauen werde die Nato eine Stärkung ihrer Verteidigungssysteme beschließen, um alle ihre Mitglieder zu schützen und besonders diejenigen mit einer gemeinsamen Grenze mit Russland und Belarus, sagte Stoltenberg am Dienstag in Den Haag.
Sierra Leones Präsident Bio wiedergewählt
Sierra Leones Präsident Julius Maada Bio ist für eine zweiten Amtszeit wiedergewählt worden. Bio bekam bei der Wahl am Samstag 56,17 Prozent der Stimmen, wie der Wahlleiter Mohammed Kenewui Konneh am Dienstag mitteilte. Der zweitplazierte Samura Kamara, der demnach auf 41,6 Prozent der Stimmen kam, nannte das Wahlergebnis "nicht glaubwürdig".
USA verhängen neue Sanktionen beim Vorgehen gegen Söldnergruppe Wagner
Die USA haben neue Sanktionen beim Vorgehen gegen die russische Söldnergruppe Wagner verhängt. Die Strafmaßnahmen zielen insbesondere auf die Finanzierung von Wagner durch Goldgeschäfte in der Zentralafrikanischen Republik ab, wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte. Verhängt wurden Sanktionen gegen das Bergbauunternehmen Midas, das Minen in dem afrikanischen Land betreibt, und gegen das Unternehmen Diamville, das in dem Land Gold und Diamanten kauft.
Mehr Todesfälle in Spanien aufgrund extremer Hitze im Jahr 2022
In Spanien sind im vergangenen Sommer aufgrund extremer Hitze mehr als 350 Menschen gestorben. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des Nationalen Statistikinstituts (INE) zu den Ursachen der Sterblichkeit in Spanien im Jahr 2022 war eine zunehmende Anzahl an Todesfällen auf die hohen Temperaturen zurückzuführen.
U21-EM: Georgien erstmals im Viertelfinale
Außenseiter Georgien hat überraschend erstmals das Viertelfinale einer U21-EM erreicht und ist dort möglicher Gegner der deutschen Mannschaft. Dem Co-Gastgeber reichte in Tiflis ein 1:1 (1:1) gegen die Niederlande, um mit fünf Punkten den Gruppensieg zu holen. Georgien träfe am Samstag auf das DFB-Team, sollte sich der Titelverteidiger am Mittwoch doch noch für die K.o.-Runde qualifizieren.
Französische Hochschule Sciences Po zeichnet Merkel mit Ehrendoktorwürde aus
Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist in Paris mit der Ehrendoktorwürde der Hochschule Sciences Po ausgezeichnet worden. "Sie haben mit drei Worten die Ehre Europas gerettet: 'Wir schaffen das', sagte Hochschul-Direktor Mathias Vicherat am Dienstagabend in Paris in Anspielung auf Merkels berühmt gewordene Leitlinie in der Flüchtlingskrise 2015.
USA sagen Ukraine weitere Militärhilfen von halber Milliarde Dollar zu
Die USA haben der Ukraine im Krieg gegen Russland weitere Militärhilfen in Höhe von einer halben Milliarde Dollar zugesagt. Das neue Rüstungspaket mit einem Umfang von umgerechnet 460 Millionen Euro soll die Ukraine bei ihrer Gegenoffensive gegen Russland unterstützen sowie den Schutz vor russischen Luftangriffen verbessern, wie das US-Verteidigungsministerium am Dienstag mitteilte.
Putin setzt nach Wagner-Aufstand Zeichen der Autorität
Nach dem Aufstand der Söldnergruppe Wagner ist Russlands Präsident Wladimir Putin bemüht, die dramatischen Geschehnisse vom Wochenende als Sieg darzustellen. Der Kreml-Chef dankte am Dienstag Sicherheitskräften in Moskau, die "de facto einen Bürgerkrieg verhindert" hätten. Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin sollte unterdessen am Dienstag in seinem Exil in Belarus ankommen.