Amsel, Fink und Co.: Ab Freitag wieder Gartenvögel zählen
Der Naturschutzbund Nabu hat ab Freitag wieder zur Zählung von Gartenvögeln aufgerufen. Tierfreundinnen und -freunde können von einem festen Standort aus eine Stunde lang Vögel in Gärten, Parks oder auf Balkonen zählen und die beobachteten Arten beim Nabu melden. Die Aktion "Stunde der Gartenvögel" gibt es bereits zum 22. Mal.
Die bundesweite Mitmachaktion gemeinsam mit dem bayerischen Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) soll wichtige Daten zur Bestandsentwicklung häufiger Vogelarten in Siedlungen liefern.
In diesem Jahr stehen besonders die Finken im Fokus. In den vergangenen Monaten wurden nach Angaben der Naturschützer regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze, auch als Distelfinken bekannt, gemeldet. Da die toten Vögel meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte das ein Hinweis auf eine Ausbreitung von Trichomonaden sein, die besonders für Finken tödlich sein können. Trichomaden sind Parasiten, die oft in Trinkwasser an Futter- und Wasserstellen vorkommen.
Die Vogelzählaktion läuft noch bis Sonntag. Beobachter sollen von jeder Vogelart die höchste Anzahl notieren, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig gesichtet werden konnte. Dadurch soll verhindert werden, dass Vögel, die zwischendurch wieder wegfliegen, doppelt gezählt werden. Welche Stunde im Laufe des Wochenendes gewählt wird, ist egal. Die Zahl wird dann über die Webseite des Nabu gemeldet.
(B.Smith--TAG)