Bitcoin fällt vor Fed-Entscheidung unter 80.000 Dollar
Bitcoin fällt vor Fed-Entscheidung unter 80.000 Dollar. Damit verlässt die größte Kryptowährung ihre bisherige Handelsspanne nach unten.
Der Bitcoin steht unter Druck und fällt unter die Marke von 80.000 US-Dollar. Damit verlässt die größte Kryptowährung ihre bisherige Handelsspanne nach unten. Für den Kursrückgang kommen mehrere Faktoren zusammen. Der Großinvestor Strategy pausiert seine Bitcoin-Käufe, die US-Notenbank Fed steht vor einer wichtigen Zinsentscheidung und am Kryptomarkt herrscht Zurückhaltung. Bitcoin fällt unter 80.000 Dollar
Am Dienstagmorgen notierte der Bitcoin bei rund 79.600 US-Dollar. Damit rutschte der Kurs unter die Handelsspanne zwischen 80.000 und 87.000 US-Dollar, in der sich Bitcoin rund einen Monat lang bewegt hatte. Auch die positive Entwicklung an den US-Aktienmärkten konnte den Bitcoin nicht stützen. Während der Nasdaq und der S&P 500 am Montag um 0,8 Prozent zulegten, blieb eine Erholung am Kryptomarkt aus. Der Fear-and-Greed-Index sank zudem von 50 auf 48 Punkte. Strategy pausiert Bitcoin-Käufe
Ein möglicher Grund für die Kursschwäche ist die Kaufpause von Strategy. Das Unternehmen hat in der Woche vom 19. bis 25. Oktober keine weiteren Bitcoin erworben. Auch Aktien wurden über das At-the-market-Programm nicht verkauft. Strategy hält derzeit rund 848.517 Bitcoin, die zu einem Durchschnittspreis von etwa 75.446 US-Dollar gekauft wurden. Mit der Kaufpause fehlt dem Markt vorerst ein bedeutender institutioneller Käufer. Am Donnerstag, dem 29. Oktober, veröffentlicht Strategy seine Quartalszahlen. Diese könnten Hinweise auf die weiteren Kaufpläne liefern. Fed-Zinsentscheidung sorgt für Unsicherheit
Zusätzlich belastet die Unsicherheit vor der Sitzung der US-Notenbank Fed die Stimmung. Am heutigen Dienstag beginnt die zweitägige Sitzung, die Zinsentscheidung folgt am Mittwoch um 19:00 Uhr MEZ. Zwar rechnen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent damit, dass der Leitzins unverändert bei 3,75 bis 4,00 Prozent bleibt. Allerdings richtet sich der Blick bereits auf die Dezember-Sitzung. Die Strategen von BNY sehen dort das Risiko einer weiteren geldpolitischen Straffung. Hohe Zinsen können risikoreiche Anlagen wie Bitcoin weniger attraktiv machen. Entsprechend dürften Anleger besonders auf die Aussagen der Fed zum weiteren Zinskurs achten. ETF-Zuflüsse können Bitcoin nicht stützen
Bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs zeigt sich dagegen ein etwas freundlicheres Bild. Am Montag verzeichneten die Fonds Nettozuflüsse von rund 110 Millionen US-Dollar. Die Vorwoche endete mit einem Plus von etwa 301 Millionen US-Dollar, obwohl am Donnerstag und Freitag insgesamt 773 Millionen US-Dollar abgeflossen waren. Die wieder anziehende ETF-Nachfrage reicht bislang allerdings nicht aus, um den Bitcoin-Kurs zu stabilisieren. Wie geht es für Bitcoin weiter?
In den kommenden Tagen stehen mehrere Ereignisse an, die für zusätzliche Kursbewegungen sorgen könnten. Neben der Fed-Entscheidung am Mittwoch werden am Donnerstag das US-Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal und der PCE-Preisindex für September veröffentlicht. Am Freitag verfallen zudem Bitcoin-Optionen im Wert von rund 11,1 Milliarden US-Dollar.
(D.Lewis--TAG)