Heftige Unwetter in Süddeutschland: 60-Jähriger in Karlsruhe von Baum erschlagen
Heftige Gewitter haben am Donnerstagabend in Süddeutschland für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei gesorgt. In Karlsruhe wurde ein 60 Jahre alter Radfahrer durch einen umgestürzten Baum getötet, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Zudem gab es dort mehrere Verletzte. Bei den meisten Einsätzen ging es um überschwemmte Straßen, überflutete Keller und umgestürzte Bäume.
Die Polizei in Karlsruhe zählte laut dem Polizeisprecher mehr als 160 wetterbedingte Einsätze. Durch den Sturm seien zahlreiche Bäume umgestürzt, Äste und andere Gegenstände auf Straßen geweht. Mehrere Straßen waren zeitweise nicht passierbar. Drei Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt, nachdem sie von Ästen oder umherfliegenden Gegenständen getroffen worden waren.
Zudem wurden teils Oberleitungen durch herabgefallene Äste abgerissen. Nach einem Blitzeinschlag kam es zudem zu einem Dachstuhlbrand. Bis zum Freitagmorgen hatte sich die Einsatzlage nach Polizeiangaben beruhigt. Aufräumarbeiten der Feuerwehr dauerten teilweise noch an.
Im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg rückten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben zwischen 20.30 Uhr und 0.30 Uhr zu 37 wetterbedingten Einsätzen aus. In den meisten Fällen ging es um umgestürzte Bäume und überflutete Straßen. Unter anderem stürzten Bäume auf zwei Wohnhäuser und verursachten nach ersten Schätzungen einen Schaden von rund 100.000 Euro. Mancherorts fiel der Strom aus.
Im Saarbrücken im Saarland gab es nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 50 wetterbedingte Einsätze. Es handelte sich dabei vor allem um kleinere Einsätze wegen starker Regenfälle und Windböen. Verletzte gab es nicht.
(A.Thompson--TAG)