Kritischer Kane: "Hätte noch eine Stunde draußen stehen können"
Nach einer "unglaublichen Woche mit vielen Emotionen" suchte Superstar Harry Kane erst gar nicht nach Ausreden. "Natürlich war das wahrscheinlich nicht meine beste Leistung, auch nicht die beste Leistung des Teams, aber das ist nun mal das Leben, das gehört dazu, wenn man Stürmer, wenn man Fußballer ist", sagte der Weltfußballer des FC Bayern nach dem 2:2 (1:0) im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund und fügte selbstkritisch an: "Ich hätte wahrscheinlich noch eine Stunde länger da draußen stehen können, ohne dass der Ball ins Tor geht, und manchmal muss man das einfach schlucken."
Kane hatte einen Handelfmeter beim Spielstand von 1:0 für die Münchner in der 56. Minute verschossen. Danach leitete er mit einem Fehlpass den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich des BVB durch Serhou Guirassy ein. Aber vor dem schweren Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) wollte sich der 33 Jahre alte Engländer damit gar nicht lange aufhalten. "Es war eine unglaubliche Woche, aber der Fokus liegt jetzt definitiv auf den kommenden Spielen. Man nimmt so was mit und hakt es ab", sagte er.
Dabei hatte der Samstagabend für Kane sehr positiv und emotional begonnen. Vor dem Spiel war er im Beisein seiner Frau Katie und der vier Kinder von den Bayern für die Auszeichnung zum Ballon-d'Or-Gewinner von den Münchner Verantwortlichen um Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen in der Arena geehrt worden. "Ich bin extrem stolz, ein Spieler des FC Bayern zu sein. Ich hoffe, dass wir zusammen noch mehr Trophäen gewinnen", rief Kane mit der goldenen Trophäe in der Hand den 75.000 Fans zu. Es sei "das Größte, was uns als Klub passieren kann", ergänzte Dreesen stolz.
Zuvor hatte bereits die Bundesliga den Stürmerstar nach dessen Auszeichnung auf besondere Art und Weise geehrt. Vor dem Liga-Klassiker strahlte Kane in Form einer XXL-Projektion vom Münchner Olympiaturm, dem höchsten Gebäude der Stadt.
(T.Wright--TAG)