Trump erwartet Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran in nächsten Tagen
US-Präsident Donald Trump erwartet eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran über ein Ende des Krieges für die nächsten Tage. Er sagte dem US-Nachrichtenportal "Axios" am Sonntag in einem Telefoninterview, dass er für die kommende Woche mit den Gesprächen rechne. "Sie wollen einen Deal machen, aber es ist nicht der Deal, den ich machen will", sagte er.
"Axios" berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise, dass indirekte Gespräche zwischen Washington und Teheran bereits am Montag stattfinden könnten. Die neuen Verhandlungen sollen demnach über katarische Vermittler geführt werden.
Teheran hatte am Sonntag allerdings auf seinen Bedingungen für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen beharrt. "Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt in Richtung einer Wiederöffnung der Straße von Hormus ist abhängig von der Erfüllung dieser Bedingungen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dem staatlichen Rundfunksender Irib. "Wir werden nicht von ihnen abweichen."
Der Iran habe "die erste Reaktion des US-Präsidenten gesehen, aber bislang wurde uns nichts von den Vermittlern mitgeteilt", sagte Araghtschi weiter. Teheran warte darauf, "dass die Vermittler uns die endgültigen Positionen übermitteln, und auf deren Grundlage werden wir entscheiden", fügte er hinzu.
Trump hatte allerdings zu den von Teheran gestellten Bedingungen am Samstag gesagt: "Ich weise ihren Vorschlag zurück". Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, bezeichnete die von Teheran aufgelisteten Bedingungen als "ziemlich zynisch". Die Iraner hätten etwas auf den Tisch gelegt, "von dem sie wissen, dass es inakzeptabel ist", sagte er im US-Sender NBC News.
Araghtschi hatte dem US-Gesandten Steve Witkoff am Dienstag die sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus übermittelt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine Einstellung aller Kämpfe in der Region - also auch im Libanon - sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Teheran fordert ferner die Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.
Der Krieg hatte Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. Seit Kriegsbeginn hält Teheran die insbesondere für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus weitgehend blockiert, die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.
(P.Clark--TAG)