Letzte Nachrichten
Bevölkerung in Deutschland in vergangenem Jahr wieder leicht gewachsen
Die Bevölkerung in Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder geringfügig gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich die Zahl der hierzulande lebenden Menschen im Vergleich zum Vorjahr 2020 um 0,1 Prozent oder etwa 82.000 auf gut 83,2 Millionen. Im Jahr davor hatte die Zahl praktisch stagniert. Laut Bundesamt war der Anstieg vor allem auf einen Einwanderungsüberschuss zurückzuführen.
Zahl der Waffenverstöße in Deutschland das vierte Jahr in Folge gesunken
Die Zahl der Verstöße gegen das Waffengesetz in Deutschland ist das vierte Jahr in Folge gesunken. Im Jahr 2021 seien 31.672 Taten festgestellt worden, 12,5 Prozent weniger als im Jahr davor, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Wiesbaden mit. Dem sogenannten Bundeslagebild Waffenkriminalität zufolge wurden demnach bei den mit einer Schusswaffe verübten Straftaten 9,8 Prozent Fälle weniger registriert.
Australiens Premierminister will sich diplomatisch im Fall Assange engagieren
Australiens Premierminister Anthony Albanese will sich diplomatisch in den Streit um die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange von Großbritannien an die USA einschalten. Er lehne es ab, sich mit Twitter-Botschaften "in Großbuchstaben und mit Ausrufezeichen" zu positionieren, sagte Albanese am Montag. Doch er stehe zu früheren Äußerungen, in denen er sich für ein Ende der Verfahren gegen Assange ausgesprochen hatte.
Medien: Leipzigs Olmo im Urlaub überfallen
Mittelfeldspieler Dani Olmo vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig ist im Urlaub offenbar überfallen worden. Nach Informationen der Zeitung Las Provincias wurde dem 24-Jährigen im Zentrum von Valencia von zwei Männern gewaltsam eine Rolex-Uhr im Wert von 30.000 Euro entrissen. Olmos Bruder Carlos wurde demnach verletzt, als er versuchte, die Diebe an der Flucht zu hindern.
Ukraine meldet Eroberung von Dorf nahe Sjewjerodonezk durch russische Truppen
Die Ukraine hat die Eroberung eines Dorfes nahe der seit Wochen heftig umkämpften ostukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk durch russische Truppen gemeldet. "Leider kontrollieren wir Metjolkin nicht länger. Und der Feind baut stetig seine Reserven aus", erklärtet der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, am Montag. In Sjewjerodonezk stehe das Asot-Chemiewerk, wo hunderte Zivilisten Schutz gesucht haben sollen, unter "ständigem" Beschuss.
Mehr als 3,3 Millionen Geflüchtete und Vertriebene leben in Deutschland
In Deutschland haben bereits vor dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine mindestens 3,3 Millionen geflüchtete oder vertriebene Menschen gelebt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag anlässlich des Weltflüchtlingstags auf Grundlage von Daten des Mikrozensus 2021 mitteilte, kamen seit 1950 insgesamt 2,3 Millionen Menschen wegen Flucht oder Vertreibung nach Deutschland. Bei weiteren 962.000 Zugewanderten handle es sich um Vertriebene des Zweiten Weltkriegs.
Autoindustrie senkt Wachstumsprognosen deutlich ab
Autohersteller blicken laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) in eine unsichere Zukunft. "Die Zeiten für die Wirtschaft und damit auch für die deutsche Automobilindustrie bleiben herausfordernd", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Montag. Die Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie hätten sich "deutlich eingetrübt". Der VDA senkte deshalb seine Wachstumsprognosen für verschiedene Märkte teils deutlich ab.
Bundesweite Razzia wegen Hasskommentaren nach Polizistenmorden von Kusel
Einen Tag vor Beginn des Prozesses um die Morde an einer Polizistin und einem Polizistin bei Kusel in Rheinland-Pfalz sind Ermittler zu einer bundesweiten Razzia wegen Hassbotschaften im Netz ausgerückt. Das teilte das rheinland-pfälzische Innenministerium am Montag in Mainz mit. Diese resultierten demnach aus der Arbeit einer Ermittlungsgruppe, die als Reaktion auf die Verbreitung von Hasskommentaren nach der Tötung der beiden Polizisten gegründet worden war.
Lage bei Waldbränden in Brandenburg entspannt sich durch Regenschauer
Durch Regen hat sich bis Montagmorgen die Lage bei den Waldbränden in Brandenburg entspannt. Die Lage sei "deutlich entspannter" als am Sonntagabend, sagte der brandenburgische Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Bei Treuenbrietzen sei der Brand eingegrenzt und unter Kontrolle. Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (parteilos) erklärte ebenfalls, dass der dortige Brand unter Kontrolle sei.
Ärzte ohne Grenzen fordert Rettung von in Libyen festsitzenden Migranten
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die westlichen Länder aufgefordert mehr zu unternehmen, um in Libyen festsitzende Migranten zu retten. In dem nordafrikanischen Krisenstaat seien viele Flüchtlinge "Opfer von willkürlicher Inhaftierung, Folter und Gewalt, einschließlich sexueller Gewalt", erklärte die Nichtregierungsorganisation in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Zugleich seien die wenigen legalen Auswege für sie zu "restriktiv und langsam".
RWE-Chef fordert schnellstmögliche Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, hat sich für eine zeitweise Reaktivierung von Kohlekraftwerken ausgesprochen, um knappes und teures Erdgas zu sparen. "Im Stromsektor sollten so schnell wie möglich zusätzlich aktivierbare Kohlekraftwerke statt Gaskraftwerken laufen", sagte Krebber der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag.
Energiewirtschaft hält Erzeugung von mehr Strom aus Kohle für möglich
Nach Einschätzung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist es möglich, Strom wieder vermehrt mit Kohle- statt mit Graskraftwerken zu erzeugen. Braunkohlekraftwerke könnten "in einem überschaubaren Zeitraum" wieder zur Verstromung angefahren werden, sagte die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte am Sonntag angekündigt, dass wegen der Lieferkürzungen aus Russland Kohlekraftwerke stärker eingesetzt werden sollten.
Erzeugerpreise gewerblicher Produkte so stark gestiegen wie noch nie seit 1949
Die Hersteller gewerblicher Produkte haben im Mai deutlich mehr Geld für ihre Waren und Erzeugnisse verlangt: Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Erzeugerpreise um 33,6 Prozent zu und damit so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Damit seien bei den gewerblichen Erzeugerpreise seit Dezember "jeden Monat neue Rekordanstiege" erreicht worden.
Olympiasiegerin Holmes feiert ihr Coming-out
Die britische Leichtathletik-Ikone Kelly Holmes hat ihr Coming-out gefeiert. "Ich bin nervös, es zu sagen. Ich habe das Gefühl, vor Aufregung zu explodieren. Jetzt bin ich endlich frei", sagte die 52-Jährige dem Mirror und ergänzte: "Ich musste das jetzt für mich tun. Manchmal weine ich vor Erleichterung."
Prominente kubanische Oppositionsaktivistin flieht offenbar in die USA
Eine prominente junge Oppositionsaktivistin hat sich offenbar in die USA abgesetzt. "Wenn ihr alle diese Nachricht lest, werde ich in den Vereinigten Staaten angekommen sein", verkündete die Oppositionelle Saily González am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst Twitter. Sie habe sich "hastig" und unter dem "Druck der politischen Polizei" zur Ausreise entschlossen.
US-Frauen-Tour: Masson bei Kupcho-Sieg auf Rang zwölf
Profigolferin Caroline Masson hat beim Turnier der US-Frauen-Tour in Belmont/Michigan den zwölften Platz belegt. Zur Halbzeit war die 33-Jährige aus Gladbeck noch Siebte gewesen. Mit 275 Schlägen nach vier Runden lag Masson fünf Schläge hinter Siegerin Jennifer Kupcho.
Medien: BVB will Haller als Haaland-Ersatz
Haller für Haaland: Vizemeister Borussia Dortmund plant mit Sebastien Haller als Nachfolger seines abgewanderten Stürmerstars Erling Haaland. Der frühere Frankfurter will übereinstimmenden Medienberichten zufolge zum BVB wechseln, sein Klub Ajax Amsterdam fordert mit 38 Millionen Euro plus Boni aber eine zu hohe Ablöse. Dortmund soll bereit sein, 33 Millionen Euro für den 27-Jährigen zu bezahlen.
Behörden in Ecuador beschlagnahmen indigenes Kulturzentrum im Kampf gegen Proteste
Nach tagelangen Protesten von Ureinwohnern hat die Polizei in Ecuador ein indigenes Kulturzentrum in der Hauptstadt Quito beschlagnahmt. Die Polizei habe sich bei ihrem Schritt auf den Ausnahmezustand berufen, erklärte das Haus der ecuadorianischen Kultur am Sonntag (Ortszeit). Polizei und Soldaten seien in das Gebäude eingedrungen und hielten es mit "hunderten Bewaffneten besetzt", erklärte das Kulturzentrum.
Fitzpatrick gewinnt US Open: "Es geht nicht besser"
Golfprofi Matthew Fitzpatrick aus England hat überraschend die US Open gewonnen und den ersten Major-Sieg seiner Karriere geholt. Der 27-Jährige triumphierte in Brookline/Massachusetts mit 274 Schlägen vor den beiden Amerikanern Scottie Scheffler und Will Zalatoris (beide 275).
Medien: WM-Held Götze vor Bundesliga-Rückkehr
WM-Held Mario Götze steht vor einer Rückkehr in die Fußball-Bundesliga - und Eintracht Frankfurt vor einem echten Transfer-Coup. Der 30-Jährige soll sich einem Bericht von Sport1 zufolge bereits mit dem Europa-League-Sieger über einen Wechsel einig sein, der kicker schreibt von "fortgeschrittenen Gesprächen".
"Wir müssen diesen Weg noch einmal gehen"
Andreas Wolffs Stimme stockte, das Siebenmeter-Drama ließ den deutschen Handball-Nationaltorwart nicht los. "Bei den ersten beiden Würfen bin ich dran, die prallen vom Pfosten raus. Der vierte geht durch die Beine. Es war sehr viel Pech dabei", haderte der Schlussmann von Vive Kielce nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona (35:37 nach Siebenmeter).
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis des SID: Montreal
MAX VERSTAPPEN: Neun Rennen, sieben Zielankünfte, sechs Siege - Verstappen macht auf der Jagd nach seinem zweiten WM-Titel weiterhin praktisch das Maximum aus seinen Möglichkeiten. Mit der Erfahrung von bereits 150 Grand Prix im Alter von erst 24 Jahren vereint der Red-Bull-Pilot mittlerweile Talent, Speed, Routine und Coolness. Das späte Safety Car ließ seine komfortable Führung komplett zusammenschmelzen, anstatt eines leichten Sieges musste er rund 15 Runden lang gegen Carlos Sainz und dessen DRS-Vorteil kämpfen. Nichts brannte mehr an. Verstappen ist einfach eine Ausnahmeerscheinung.
Neu gewählter kolumbianischer Präsident Petro verspricht Abkehr von Hass und Gewalt
Kolumbien wird erstmals von einem linken Staatschef geführt. Kandidat Gustavo Petro gewann die Stichwahl um die Präsidentschaft am Sonntag laut dem amtlichen Endergebnis mit 50,4 Prozent der Stimmen. Sein Gegner, der rechtsgerichtete Millionär Rodolfo Hernández, kam auf 47,3 Prozent. Bei seiner Siegesrede in der Hauptstadt Bogotà versprach Petro am Sonntagabend (Ortszeit) eine Abkehr von Hass und Gewalt im Land.
EuGH urteilt zu Haftung für Untergang von Öltanker "Prestige" vor Spanien
Fast 20 Jahre nach dem Untergang des Öltankers "Prestige" vor der spanischen Nordwestküste verkündet der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Montag (09.30 Uhr) ein Urteil zur Haftung für den milliardenschweren Schaden. Aus dem havarierten Tanker liefen im November 2002 rund 63.000 Tonnen Schweröl aus. Sie verseuchten die Küsten Spaniens, Frankreichs und Portugals auf einer Länge von 1700 Kilometern.
Steinmeier reist zu Gesprächen und Festgottesdienst nach Lettland
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist am Montag zu einem zweitägigen Besuch nach Lettland. Nach der Begrüßung durch den lettischen Präsidenten Egils Levits in Riga nimmt Steinmeier am Gipfeltreffen der Präsidentinnen und Präsidenten der Drei-Meere-Initiative teil. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von zwölf EU-Mitgliedstaaten zwischen Adria, Ostsee und Schwarzem Meer. Deutschland ist Partnerland.
Prozess um verbotene Neonazi-Organisation Blood & Honour startet in München
Vor dem Münchner Oberlandesgericht müssen sich ab Montag (09.15 Uhr) elf Männer wegen der illegalen Fortführung der verbotenen Neonaziorganisation Blood & Honour verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft in der bayerischen Hauptstadt wirft ihnen einen Verstoß gegen ein strafrechtliches Vereinigungsverbot vor. Ein Teil der Beschuldigten muss sich zudem wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Blood & Honour ist in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten.
Plädoyers in Terrorprozess gegen früheren Soldaten Franco A. sollen beginnen
Im Prozess um mutmaßliche Terrorpläne des früheren Bundeswehrsoldaten Franco A. vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt am Main sollen in der Verhandlung am Montag (10.00 Uhr) die Plädoyers beginnen. Das Gericht möchte nach eigenen Angaben die Beweisaufnahme schließen, danach soll die Bundesanwaltschaft mit ihrem Schlussvortrag beginnen. Das Plädoyer der Verteidigung und das sogenannte letzte Wort des Beschuldigten wären demnach für Freitag vorgesehen.
EU-Außenminister beraten über Unterstützung für die Ukraine
Die Außenminister der Europäischen Union beraten am Montag in Luxemburg über weitere Unterstützung für die Ukraine im russischen Angriffskrieg (ab 09.00 Uhr). Erwartet werden Stellungnahmen zu dem Vorschlag der EU-Kommission, der Ukraine den Status eines Beitrittskandidaten zu verleihen. Die Entscheidung dürfte dann auf dem EU-Gipfel fallen. Dazu kommen die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag in Brüssel zusammen.
Selenskyj warnt vor noch heftigeren russischen Angriffen in der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor noch heftigeren russischen Angriffen in der Ukraine. "Natürlich erwarten wir, dass Russland seine feindliche Aktivität in dieser Woche verstärkt", sagte Selenskyj am Sonntagabend in seiner abendlichen Videobotschaft. Er ergänzte: "Wir bereiten uns vor. Wir sind bereit."
Gustavo Petro wird der erste linke Präsident Kolumbiens
Mit Gustavo Petro wird zum ersten Mal ein linksgerichteter Politiker Präsident von Kolumbien. Nach der Stichwahl vom Sonntag liegt Petro laut der kolumbianischen Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorne. Demnach erhielt der Senator 50,47 Prozent der Stimmen. Sein Gegner, der rechtsgerichtete Millionär Rodolfo Hernández, kam auf 47,27 Prozent.
Österreich will abgeschaltetes Kohlekraftwerk reaktivieren
Angesichts gedrosselter russischer Gaslieferungen hat Österreich beschlossen, ein abgeschaltetes Kohlekraftwerk zu reaktivieren. Das Bundeskanzleramt in Wien gab am Sonntag bekannt, die Behörden und der größte österreichische Stromerzeuger, der Verbund-Konzern, arbeiteten daran, das Kraftwerk im südösterreichischen Mellach wieder für den Betrieb mit Kohle zu rüsten. Oberstes Ziel sei es, die Gasversorgung Österreichs sicherzustellen, sagte Bundeskanzler Karl Nehammer am Sonntag.
Linker Gustavo Petro zum Präsidenten Kolumbiens gewählt
Mit Gustavo Petro wird zum ersten Mal ein linksgerichteter Politiker Präsident von Kolumbien. Nach der Stichwahl vom Sonntag liegt Petro laut der kolumbianischen Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Stimmen uneinholbar vorne. Demnach erhielt der Senator 50,47 Prozent der Stimmen. Sein Gegner, der rechtsgerichtete Millionär Rodolfo Hernández, kam auf 47,27 Prozent.