Letzte Nachrichten
Scholz hält sich Reise zum G20-Gipfel trotz Einladung Russlands offen
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält sich eine Teilnahme am G20-Gipfel im November trotz der Einladung Russlands offen. Es sei klar, dass die Gruppe führender Wirtschaftsnationen weiter "eine große Rolle" spielen werde und eine enge Zusammenarbeit wichtig sei, sagte Scholz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Deshalb wolle Deutschland die Arbeit in den G20 "nicht torpedieren". Er werde deshalb die Entscheidung über die Gipfel-Teilnahme erst "kurz vor der Abreise" und abhängig von der dann aktuellen Lage treffen.
Ifo: Exporterwartungen der deutschen Firmen wieder gesunken
Logistikprobleme und eine hohe Unsicherheit verdüstern den Ausblick der deutschen Exportwirtschaft. Wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte, fielen die Exporterwartungen im Juni auf 3,7 Punkte, im Mai hatten sie bei 4,4 Punkten gelegen. Einen deutlichen Dämpfer mussten demnach die Hersteller elektrischer Ausrüstungen hinnehmen, ihr Index fiel auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020. Rückläufige Auslandsumsätze erwarten auch Möbelhersteller und Drucker.
BVB für Kohler "absoluter Topfavorit" auf die Meisterschaft
Der frühere Weltmeister Jürgen Kohler erwartet in der Fußball-Bundesliga nach zehn Jahren eine Wachablösung an der Spitze. Borussia Dortmund sei aufgrund seiner Transferoffensive "für mich der absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft – nicht der FC Bayern", schrieb der einstige BVB- und Münchner Profi (56) in seiner kicker-Kolumne. Die neue Saison "dürfte spannender werden als die abgelaufene".
Ecuadors Präsident will angesichts massiver Proteste Spritpreise senken
Angesichts massiver Proteste vor allem gegen die hohen Spritpreise ist Ecuadors Präsident Guillermo Lasso den Forderungen der Demonstranten ein Stück weit entgegengekommen: Er werde die Preise für Benzin und Diesel um jeweils zehn US-Cents pro Gallone (3,78 Liter) senken, sagte er am Sonntag (Ortszeit) in einer Rundfunkansprache. Die Demonstranten fordern allerdings eine Senkung von 30 und 35 Cents.
MLB: Tumulte enden mit acht Suspendierungen
Tumulte mit Folgen: Eine handfeste Auseinandersetzung in der Major League Baseball beim Spiel zwischen den Los Angeles Angels und den Seattle Mariners hat zum Ausschluss von sechs Spielern sowie von Mariners-Coach Scott Servais und Angels-Interimsmanager Phil Nevin geführt. Insgesamt musste die Partie im Angels Stadium in Anaheim für 23 Minuten unterbrochen werden.
PGA-Tour: Olympiasieger Schauffele holt sechsten Turniersieg
Olympiasieger Xander Schauffele hat das PGA-Turnier in Cromwell/Connecticut gewonnen. Der Golfprofi aus den USA setzte sich mit 261 Schlägen vor seinen Landsleuten J.T. Poston und Sahith Theegala (beide 263) durch.
Bayern-Star Mane wählt Rückennummer 17
Bayern Münchens neuer Stürmerstar Sadio Mane wird mit der Rückennummer 17 für den deutschen Fußball-Rekordmeister auflaufen. Der Senegalese, der am vergangenen Mittwoch einen Dreijahresvertrag bei den Münchnern unterschrieben hatte, wählte die Nummer unter den noch freien Optionen aus.
Wimbledon im Schatten des Krieges: Die Diskussion hält an
Der Angriffskrieg auf die Ukraine überschattet auch die Vorfreude auf den Turnierbeginn in Wimbledon. Die Diskussionen über den Ausschluss russischer und belarussischer Profis reißen nicht ab, die Tenniswelt bleibt gespalten - und die Kritik an der Entscheidung des All England Club deutlich.
Ginter über Arbeit mit Hütter: "Es hat halt nicht gepasst"
Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter hat offen über das schwierige Verhältnis zu seinem Ex-Trainer Adi Hütter gesprochen. "Es hat halt einfach nicht gepasst, aber das ist gar nicht schlimm. Ich kannte das zwar nicht, das war für mich eine neue Erfahrung mit einem Trainer. Aber das gibt es eben mal, so ist es ja in anderen Bereichen auch immer mal wieder und gehört zum Leben dazu", sagte Ginter im Interview mit dem Fachmagazin kicker (Montagsausgabe).
Roßkopf-Sorgen um Ovtcharov-Genesung bis EM-Test
Der unfreiwillige Ausstieg von Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov bei der DM in Saarbrücken bereitet Bundestrainer Jörg Roßkopf Sorgen. "Ich hoffe, dass er nicht zu lange pausieren muss, weil ab Mitte Juli für uns die wichtigen Turniere in Budapest anstehen", sagte der Ex-Weltmeister auf SID-Anfrage zu den Genesungsperspektiven des früheren Russland-Legionärs.
Bericht: Mercedes nimmt A-Klasse gegen 2025 aus dem Programm
Der Autobauer Mercedes-Benz will einem Medienbericht zufolge in den kommenden Jahren seine A-Klasse aus dem Programm streichen. Das "Handelsblatt" berichtete am Montag unter Berufung auf Konzernkreise, die A-Klasse solle um das Jahr 2025 herum komplett eingestellt werden. Weder für die Variante als Schrägheck noch als verlängerte Limousine werde es einen Nachfolger geben.
Mindestens vier Tote bei Unglück in Stierkampfarena in Kolumbien
Bei einem Unglück in einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 300 weitere verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, stürzte am Sonntag in der Stadt El Espinal während eines Stierkampfs eine hölzerne Zuschauertribüne ein.
Sturm gewinnt als fünfter Deutscher den Stanley Cup
Nico Sturm hat als fünfter deutscher Eishockey-Profi den Stanley Cup gewonnen. Der 27-Jährige siegte mit der Colorado Avalanche im sechsten Play-off-Finale der NHL beim Titelverteidiger Tampa Bay Lightning mit 2:1, damit entschied der Klub aus Denver die Best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich. Für die Avalanche ist es der dritte Meistertitel nach 1996 und 2001.
Ukraines Präsident Selenskyj nimmt am G7-Gipfel teil
Die Staats- und Regierungschefs aus sieben großen Industriestaaten (G7) setzen am Montag ihren Gipfel fort (10.00 Uhr). Den Auftakt am zweiten von drei Gipfeltagen auf Schloss Elmau macht eine Sitzung zum Ukraine-Krieg. An ihr nimmt auch der per Video zugeschaltete ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil. Schon am Sonntag hatte eine Bewertung der Wirksamkeit der Sanktionen der G7-Staaten gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs auf der Tagesordnung gestanden.
Parteitage von CDU und Grünen in Schleswig-Holstein entscheiden über Koalition
Sieben Wochen nach der Wahl in Schleswig-Holstein stimmen CDU und Grüne am Montag (18.00 Uhr) auf Parteitagen in Neumünster abschließend über die Bildung einer Koalition für die kommenden fünf Jahre ab. Die Verhandlungsgruppen der Parteien verständigten sich nach mehrwöchigen Verhandlungen in der vergangenen Woche auf einen Koalitionsvertrag. Die beiden Parteitage haben nun das letzte Wort.
Proteste in Ecuador könnten zu baldigem Stopp der Erdölproduktion führen
Die seit knapp zwei Wochen andauernden Proteste in Ecuador könnten nach Angaben der Regierung in Kürze zu einem erzwungenen Stopp der Erdölproduktion führen. Die Ölproduktion befinde sich auf einem "kritischen Niveau", erklärte das Energieministerium des südamerikanischen Landes am Sonntag. Sollte sich die Lage nicht ändern, müsse die Produktion "in 48 Stunden" unterbrochen werden.
SPD-Fraktionsvize Miersch sieht keinen Spielraum für längere Akw-Laufzeiten
SPD-Bundestagsfraktionsvize Matthias Miersch sieht inmitten drohender Energieversorgungsengpässe keinen Spielraum für längere Laufzeiten für die drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland. "Der Zug ist abgefahren, es gibt kein Zurück für deutsche Atomkraftwerke", sagte Miersch den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. "Atomkraft ist im Bereich Wärme kein Ersatz." Auch könnten Atomkraftwerke nicht für den nötigen Ausgleich der Spitzenlast im Strombereich sorgen.
Verhandlungen für UN-Biodiversitätskonferenz enden ohne große Fortschritte
Zwischenverhandlungen zur Vorbereitung der UN-Biodiversitätskonferenz (COP15) im Dezember sind ohne große Fortschritte zu Ende gegangen. Die Leiterin des Sekretariats der UN-Konvention, Elizabeth Maruma Mrema, räumte am Sonntag zum Abschluss der einwöchigen Gespräche in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ein, die Fortschritte seien "begrenzt". Sie fügte hinzu: "Wir können es uns nicht leisten zu scheitern."
Stillgelegtes Kohlekraftwerk in Ostfrankreich könnte wieder ans Netz gehen
Die französische Regierung erwägt, ein erst Ende März stillgelegtes Kohlekraftwerk in Ostfrankreich wieder in Betrieb zu nehmen. Das Kraftwerk Saint-Avold nahe der deutschen Grenze könne angesichts der Ukraine-Krise und der Spannungen auf dem Energiemarkt im Winter wieder ans Netz gehen, bestätigte das Energieministerium am Sonntag. Zuerst hatte der Sender RTL über die Pläne berichtete.
Irakischer Regierungschef auf Vermittlungsbesuch im Iran und in Saudi-Arabien
Der Irak hat sich erneut um Vermittlung zwischen den beiden regionalen Rivalen Iran und Saudi-Arabien bemüht. Der irakische Ministerpräsident Mustafa al-Kadhemi traf am Sonntag den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi in Teheran zu Gesprächen über die politische Stabilität in der Region. Zuvor war er in der saudiarabischen Stadt Dschidda mit Kronprinz Mohammed bin Salman zusammengetroffen.
Mehr als 200 Festnahmen bei Pride-Parade in Istanbul
Die türkische Polizei hat am Sonntag bei einer behördlich untersagten Pride-Parade in Istanbul laut den Organisatoren mehr als 200 Teilnehmer festgenommen. Unter den Festgenommenen waren neben Aktivisten auch der AFP-Fotograf Bülent Kilic sowie weitere Journalisten, wie ein Team der Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete. Die Pride-Parade war vom Gouverneur von Istanbul verboten worden.
"Aquaman"-Star Jason Momoa fordert mehr Schutz für die Weltmeere
Vor der UN-Ozeankonferenz in Lissabon hat der aus dem Film "Aquaman" bekannte US-Schauspieler Jason Momoa mehr Schutz für die Weltmeere gefordert. "Der Ozean braucht uns", sagte Momoa am Sonntag in Portugal. "Ohne ein gesundes Leben im Ozean würde unser Planet, so wie wir ihn kennen, nicht mehr existieren."
Scholz hofft trotz vieler Krisen bei G7-Gipfel auf "Signal der Geschlossenheit"
Ukraine-Krieg, rasant steigende Energiepreise und Rezessionsängste: Am ersten Tag des G7-Gipfels in den bayerischen Alpen am Sonntag hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zuversichtlich gezeigt, dass trotz vieler Herausforderungen von dem dreitägigen Treffen großer Industriestaaten ein "ganz klares Signal der Geschlossenheit" ausgehen wird. Bei neuen Russland-Sanktionen erwartete US-Präsident Joe Biden, dass das G7-Treffen gemeinsam ein Einfuhrverbot für russisches Gold ankündigen wird.
Dutzende Festnahmen bei Pride-Parade in Istanbul
Die türkische Polizei hat am Sonntag dutzende Teilnehmer einer behördlich untersagten Pride-Parade in Istanbul festgenommen. Unter den Festgenommenen, die mit vier Polizeibussen weggebracht wurden, waren auch der AFP-Fotograf Bülent Kilic und weitere Journalisten, wie ein Team der Nachrichtenagentur am Sonntag berichtete. Eine LGBTQ-Organisation berichtete von mindestens 52 Festnahmen. Die Pride-Parade war vom Gouverneur von Istanbul verboten worden.
Synchron-Duo Barthel/Rüdiger springt zu WM-Bronze
Das Synchron-Duo Timo Barthel/Lars Rüdiger hat dem deutschen Wassersprungteam bei der Schwimm-WM in Budapest einen Auftakt nach Maß beschert. Das neuformierte Paar gewann vom 3-m-Brett mit 406,44 Punkten die Bronzemedaille. Gold ging wie erwartet an die Chinesen Cao Yuan/Wang Zongyuan (459,18) vor den Briten Anthony Harding/Jack Laugher (451,71).
G7-Staaten wollen hunderte Milliarden Euro für Entwicklungsländer bereitstellen
Mit einem 600 Milliarden Dollar umfassenden Investitionsprogramm wollen die Staaten der G7 dem wachsenden Einfluss Chinas in Entwicklungsländern entgegentreten. Diese Summe solle in den kommenden fünf Jahren "mobilisiert" werden, um Infrastrukturprojekte in ärmeren Ländern zu finanzieren, teilte das Weiße Haus am Sonntag auf dem G7-Gipfel in Schloss Elmau mit.
Scholz setzt trotz vieler Krisen bei G7-Gipfel auf "Signal der Geschlossenheit"
Ukraine-Krieg, rasant steigende Energiepreise und Rezessionsängste: Zum Auftakt des G7-Gipfels in den bayerischen Alpen am Sonntag hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zuversichtlich gezeigt, dass trotz vieler Herausforderungen von dem dreitägigen Treffen großer Industriestaaten ein "ganz klares Signal der Geschlossenheit" ausgehen wird. Bei neuen Russland-Sanktionen legten Großbritannien, die USA, Japan und Kanada mit einem Importstopp für russisches Gold allerdings noch vor Gipfelbeginn vor.
Protest gegen G7-Gipfel fällt deutlich kleiner aus als erwartet - und friedlich
Der Protest gegen den G7-Gipfel ist am Wochenende deutlich geringer ausgefallen als erwartet. In München demonstrierten am Samstag laut Polizei etwa 4000 Menschen, in Garmisch-Partenkirchen waren es 800. Die Proteste blieben weitgehend friedlich - die auf Schloss Elmau tagenden Staats- und Regierungschefs bekamen nichts davon mit.
Scholz: "Alle G7-Staaten sind besorgt über die Krisen"
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat zu Beginn des G7-Gipfels in Bayern seine Sorge über die aktuelle Häufung globaler Krisen ausgedrückt. "Alle G7-Staaten sind besorgt über die Krisen, die wir gegenwärtig zu bewältigen haben", sagte Scholz am Sonntag nach der ersten Arbeitssitzung des Gipfels auf Schloss Elmau. "Sinkende Wachstumsraten, steigende Inflation, Störung der Lieferketten - das sind alles keine kleinen Herausforderungen", sagte er. Die G7-Gruppe sei aber das richtige Format, "um gemeinsame Antworten zu entwickeln auf die Herausforderungen der Zeit".
Stinkende Flüssigkeit in Supermarkt in Saarbrücken - 15 Verletzte
In einem Supermarkt in Saarbrücken sind 15 Menschen durch eine unbekannte, stark riechende Flüssigkeit verletzt worden. Sie hätten über Atemwegsprobleme und Übelkeit geklagt, vier Menschen mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Am Samstagnachmittag habe der Supermarktleiter die Beamten informiert, weil Stinkbomben in den Eingangsbereich geworfen worden seien.
Russland greift zum Auftakt von G7-Gipfel erstmals seit drei Wochen wieder Kiew an
Erstmals seit drei Wochen und genau zum Auftakt des G7-Gipfels in Deutschland haben russische Truppen wieder die ukrainische Hauptstadt Kiew angegriffen. In einem Wohnkomplex in Kiew schlugen am Sonntagmorgen nach Angaben von AFP-Reportern mehrere Raketen ein, vier Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. In der Ostukraine nahm die russische Armee zudem nach wochenlangen Kämpfen die Stadt Sjewjerodonezk vollständig ein.
G7-Teilnehmer reißen Witze über Putins Macho-Gehabe
Die Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel haben zum Auftakt ihrer Beratungen Witze über den gern einmal mit nacktem Oberkörper posierenden russischen Präsidenten Wladimir Putin gerissen. Dabei ging es bei der ersten Arbeitssitzung am Sonntag auf Schloss Elmau eigentlich zunächst nur um die Frage, ob die Teilnehmer bei sommerlichen Temperaturen ihre Jacketts ausziehen sollten.