Letzte Nachrichten
Saudiarabischer Kronprinz erstmals seit Khashoggi-Mord in Europa
Erstmals seit der internationalen Empörung über die Verwicklung Saudi-Arabiens in den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi 2018 ist der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman am Dienstag in die EU gereist. Der Kronprinz kam am Abend in Griechenland an, wie das staatliche griechische Fernsehen zeigte. Von dort aus wollte er anschließend nach Frankreich weiterreisen.
Saudiarabischer Kronprinz besucht erstmals seit Khashoggi-Mord Europa
Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman reist am Dienstag nach Griechenland und anschließend nach Frankreich. Es ist sein erster Besuch in der EU seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi 2018, wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Bin Salman werde die Staatsoberhäupter Griechenlands und Frankreichs treffen, um über die bilateralen Beziehungen zu sprechen sowie Möglichkeiten, "diese in verschiedenen Bereichen zu stärken", hieß es weiter.
London verhängt neue Sanktionen gegen russische Minister
Die britische Regierung hat am Dienstag neue Sanktionen gegen russische Minister verhängt, insbesondere gegen Justizminister Konstantin Tschuitschenko und seinen Stellvertreter Oleg Swiridenko. Die Reiseverbote und das Einfrieren von Guthaben gelten wegen der "Unterdrückung der eigenen Bevölkerung" und des "Herausgreifens von jenen, die sich dem Krieg widersetzen", wie das Außenministerium in London erklärte.
Cate Blanchett und Penelope Cruz zum Filmfestival von Venedig erwartet
Penelope Cruz, Cate Blanchett und Timothée Chalamet - zum diesjährigen Filmfestival von Venedig wird wieder ein großes Staraufgebot erwartet. Insgesamt konkurrieren 23 Filme auf dem Festival vom 31. August bis 10. September um den Goldenen Löwen für den besten Film, wie der künstlerische Leiter der Festspiele, Alberto Barbera, am Dienstag bekannt gab. Darunter sind Werke von Darren Aronofsky, Alejandro Iñárritu und Luca Guadagnino.
Spaniens Oberstes Gericht bestätigt Verurteilung ehemaliger Parteigrößen der Sozialisten
Spaniens Oberster Gerichtshof hat die Verurteilung einstmals einflussreicher Politiker der Sozialistischen Partei in einem der größten Korruptionsskandale in der Geschichte des Landes bestätigt. Wie das Gericht am Dienstag entschied, muss unter anderen der frühere andalusische Regionalpräsident José Antonio Griñan wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder sechs Jahre in Haft. Zudem wurde ihm für 15 Jahre das passive Wahlrecht entzogen.
Hunderte Feuerwehrkräfte bei Waldbränden in Brandenburg und Sachsen im Einsatz
Hunderte Feuerwehrleute haben am Dienstag in Brandenburg und Sachsen weiter gegen zwei große Waldbrände gekämpft. Wegen eines ausgedehnten Brands in der Nähe der brandenburgischen Stadt Falkenberg an der Elster waren zunächst keine weiteren Evakuierungen geplant, wie der Landkreis Elbe-Elster in Herzberg am Nachmittag mitteilte. Diese seien "nicht erforderlich".
Chinas "Silicon Valley" verschärft Corona-Regeln
Chinas wichtigster Technologiestandort hat aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus strikte Regeln für die dort tätigen Firmen erlassen. Die Behörden in Shenzhen wiesen die Unternehmen an, in einem "geschlossenen Kreislauf" zu produzieren, wie die staatliche Wirtschaftsnachrichtenwebsite "Yicai" berichtete.
Deutschland liefert weitere zugesagte Waffen an die Ukraine
Deutschland hat nach Angaben von Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) weitere Waffen an die Ukraine geliefert. Es handele sich um die "zugesagten Mehrfachraketenwerfer vom Typ Mars2 und weitere drei Panzerhaubitzen 2000", erklärte die Ministerin am Dienstag. "Wir halten Wort."
Papst Franziskus zelebriert im Stadion von Edmonton eine große Messe
Papst Franziskus zelebriert am Dienstag im Stadion von Edmonton im Westen Kanadas eine große Messe. Die Veranstalter rechneten mit 63.000 Teilnehmern. Franziskus wird die Messe auf Spanisch halten. Bei einer ersten Rede am Montag hatte der Papst um Vergebung für das Leid gebeten, das indigenen Kindern jahrzehntelang in katholischen Internaten des Landes angetan wurde.
Junta in Myanmar: Hingerichtete hätten "mehrfache Todesurteile" verdient
Die in Myanmar regierende Militärjunta hat nach der Hinrichtung von vier Häftlingen die internationale Kritik daran zurückgewiesen. Die vier Gefangenen - zwei davon prominente Demokratie-Verfechter - hätten "mehrfache Todesurteile verdient", sagte Junta-Sprecher Zaw Min Tun am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Naypyidaw. "Wenn wir ihr Urteil mit anderen Fällen vergleichen, in denen die Todesstrafe verhängt wurde, haben sie Verbrechen begangen, für die sie mehrfach zum Tode hätten verurteilt werden müssen," erklärte er.
Berliner Senat will Einsatz von rechten Ordnern bei CSD aufklären lassen
Die Berliner Senatsjustizverwaltung hat nach dem Einsatz von mutmaßlich rechtsextremen Ordnern beim Christopher Street Day (CSD) am Samstag in der Hauptstadt Aufklärung gefordert. Wie die Senatsverwaltung am Dienstag mitteilte, sollen dazu Gespräche mit der Schwulenberatung und weiteren Organisationen geführt werden.
Corona: DFB-Frauen im EM-Halbfinale ohne Bühl
Die deutschen Fußballerinnen müssen im EM-Halbfinale gegen Frankreich am Mittwoch auf Klara Bühl verzichten. Die Flügelspielerin hat sich mit dem Coronavirus infiziert, dies teilte der DFB am Dienstag per Twitter mit. Weitere Testungen des kompletten Teams und Staffs vor dem Duell in Milton Keynes (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) fielen negativ aus.
IEA-Chef hält Europa auch mit Gas-Notfallplan nicht ausreichend auf Winter vorbereitet
Der Vorsitzende der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Fatih Birol, sieht Europa trotz des Gas-Notfallplans nicht ausreichend auf den kommenden Winter vorbereitet. "Wenn wir keine ernsthaften Maßnahmen ergreifen, könnten wir mit einer großen Gasversorgungskrise konfrontiert werden", sagte Birol dem Nachrichtenportal ZDFheute.de am Dienstag. Um eine größere Krise zu verhindern, müsse Europa seinen Gasverbrauch um 20 Prozent verringern.
Knapp 150.000 ukrainische Kinder an deutschen Schulen
Rund fünf Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist die Zahl der ukrainischen Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen auf fast 150.000 gestiegen. Die Bundesländer meldeten für die am Sonntag zu Ende gegangene 29. Kalenderwoche 149.874 Schülerinnen und Schüler an den Schulen, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Dienstag in Berlin mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl um 862 an.
Habeck will in Deutschland mehr als 15 Prozent Gas einsparen
Die Bundesregierung will in diesem Winter mehr Gas einsparen als die von der EU vorgesehenen 15 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) warb am Dienstag in Brüssel nach der Einigung der EU-Staaten auf einen Notfallplan für ein höheres nationales Sparziel. Vielleicht seien je nach Härte des Winters auch "16 oder 20 Prozent" zu schaffen, sagte Habeck.
Anwälte von in Russland inhaftierter US-Basketballerin hoffen auf mildes Urteil
Die Anwälte der in Russland wegen Drogenvorwürfen inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner erwarten nach eigenen Angaben ein "eher mildes Urteil". Es gebe eine Reihe "entlastender Umstände", die dafür sprächen, sagte Griners Anwalt Alexander Boykow am Dienstag am Rande einer Gerichtsanhörung im Moskauer Vorort Chimki, an der auch die 31-Jährige teilnahm.
Internationales Auschwitz Komitee kritisiert Orbans Aussagen zu "Rassenmischung"
Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat mit ablehnenden Worten zu einer "Rassenmischung" harsche Kritik auf sich gezogen. Das Internationale Auschwitz Komitee nannte Orbans Aussagen "dumm und gefährlich". Dies erinnere Holocaust-Überlebende "an die schlimmen Zeiten" ihrer Verfolgung, erklärte Christoph Heubner, Vizevorsitzender der Organisation, gegenüber AFP.
Kroatien eröffnet Brücke zwischen südlichstem Zipfel und Rest des Landes
Kroatien hat am Dienstag die Eröffnung einer rund zweieinhalb Kilometer langen Brücke gefeiert, die die südliche Adriaküste einschließlich Dubrovnik mit dem Rest des Landes verbindet. Mit einem Bootsrennen und musikalischen Darbietungen begannen am Dienstag die Feierlichkeiten für das Bauwerk, das einen schmalen Streifen bosnisches Gebiet umgeht. Die Brücke war seit 2007 im Bau und wurde mit Geldern der EU und aus China fertiggestellt.
Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften können dauerhaft virtuell stattfinden
Die in der Corona-Pandemie eingeführte digitale Hauptversammlung von Aktiengesellschaften bleibt. "Die virtuelle Hauptversammlung wird fester Bestandteil des deutschen Aktiengesetzes", erklärte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) am Dienstag. Das entsprechende Gesetz war Anfang Juli vom Bundestag beschlossen worden und tritt ab Mittwoch in Kraft.
Geywitz kündigt Förderprogramm für Studentenwohnungen an
Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will mit einem großangelegten Förderprogramm mehr Wohnraum für Studierende und Auszubildende schaffen. "Es wird sich um dreistellige Millionenbeträge handeln, damit in den Bundesländern was ankommt", sagte Geywitz dem Journal des Deutschen Studentenwerks (DSW). Das Programm solle Anfang kommenden Jahres an den Start gehen, das Geld dafür stelle der Bund bereit.
Russland will nach 2024 aus Internationaler Raumstation aussteigen
Russland wird sich nach dem Jahr 2024 nicht mehr am Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligen. "Natürlich werden wir alle unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern erfüllen,", sagte der neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, am Dienstag während eines im Fernsehen übertragenen Treffens mit Kreml-Chef Wladimir Putin. "Aber die Entscheidung, die Station nach 2024 zu verlassen, ist gefallen."
Bundesregierung einigt sich auf Absenkung von Förderprämie für Elektroautos
Für den Kauf eines Elektroautos soll es künftig deutlich weniger Förderung geben. Für Elektrofahrzeuge, die weniger als 40.000 Euro kosten, sollen Käufer künftig noch 4500 Euro anstatt wie bisher 6000 Euro bekommen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete. Die Förderung für Hybride soll zum Ende des Jahres komplett abgeschafft werden. Zuerst hatte das "Handelsblatt" berichtet.
FDP will die drei verbliebenen Atomkraftwerke bis 2024 laufen lassen
In der Debatte um längere Laufzeiten für die drei verbliebenen Atomkraftwerke erhebt der Koalitionspartner FDP nun konkrete Forderungen. "Die Akw-Laufzeiten sollten bis Frühjahr 2024 verlängert werden", sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse. Auch CSU-Chef Markus Söder forderte den Weiterbetrieb bis 2024. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will wegen befürchteter Energieengpässe auch bereits stillgelegte Atomkraftwerke reaktivieren.
Kreml-Sprecher schließt Kontakte zwischen Schröder und Putin nicht aus
Der Kreml hat einen Austausch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) während dessen Moskau-Besuchs nicht ausgeschlossen. "So weit wir es wissen, ist er in Moskau", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. "Es ist kein Treffen geplant, aber wir schließen nicht aus, dass es zu Kontakten kommen könnte." Schröders Ehefrau Soyeon Schröder-Kim sagte dem "Spiegel", ihr Mann "führt Gespräche über Energiepolitik in Moskau".
IS-Rückkehrerin zu dreieinhalb Jahren Haft in Düsseldorf verurteilt
Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat eine 33-jährige IS-Rückkehrerin zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Strafschutzsenat sprach Verena M. am Dienstag der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in drei Fällen schuldig, wie das Gericht mitteilte. Nach den Feststellungen des Senats war sie im Juli 2015 mit ihrem damals fünf Jahre alten Sohn gegen den Willen des Vaters nach Syrien ausgereist.
Bericht: Bundesregierung einigt sich auf Absenkung von Förderprämie für Elektroautos
Die Ampel-Regierung hat sich einem Bericht zufolge auf eine Absenkung der Kaufprämie für Elektroautos spätestens ab 2023 geeinigt. Für Elektrofahrzeuge, die weniger als 40.000 Euro kosten, soll es künftig noch 4500 Euro anstatt wie bisher 6000 Euro geben, wie das "Handelsblatt" am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Die Förderung für Hybride soll demnach zum Ende des Jahres komplett abgeschafft werden.
Feuerwehr kämpft am sechsten Tag in Folge gegen Brände in griechischem Nationalpark
In Griechenland haben hunderte Feuerwehrleute am sechsten Tag in Folge gegen einen Großbrand in dem für seine Artenvielfalt bekannten Nationalpark Dadia gekämpft. "Die Brandherde weiten sich aus", sagte Dimitris Petrovits, stellvertretender Gouverneur des Regionalbezirks Evros, am Dienstag. Das Feuer hat bereits 2500 Hektar Kiefernwald vernichtet.
Energiekrise: "Wird schmerzhaft für uns alle"
Die deutschen Profiklubs sehen angesichts der drohenden Energiekrise schwere Zeiten auf den Fußball zukommen. "Das wird auch an uns nicht vorbeigehen", sagte Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung vom Erstligisten VfL Bochum am Dienstag beim Nachhaltigkeitsforum der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Berlin.
Roskosmos-Chef: Russland steigt nach 2024 aus Internationaler Raumstation aus
Russland wird sich nach dem Jahr 2024 nicht mehr am Betrieb der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligen. "Natürlich werden wir alle unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern erfüllen,", sagte neue Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Juri Borissow, am Dienstag während eines im Fernsehen übertragenen Treffens mit Kreml-Chef Wladimir Putin. "Aber die Entscheidung, die Station nach 2024 zu verlassen, ist gefallen."
Karlsruhe verhandelt über 800 Milliarden Euro schweres EU-Hilfspaket
Das Bundesverfassungsgericht befasst sich seit Dienstag mit den Grenzen der Kompetenzen der Europäischen Union. In Karlsruhe wird über zwei Verfassungsbeschwerden gegen die deutsche Zustimmung zum Ende 2020 beschlossenen Wiederaufbaufonds zur Bekämpfung der Pandemiefolgen verhandelt. Dafür nimmt die EU-Kommission etwa 800 Milliarden Euro auf und vergibt sie teils als Darlehen, teils als Zuschüsse an die Mitgliedsstaaten. (Az. 2 BvR 547/21 und 2 BvR 798/21)
Evakuierung zweier Ortschaften wegen großen Waldbrands in Brandenburg aufgehoben
Die wegen eines Großbrands in einem Waldgebiet im südlichen Brandenburg angeordnete Evakuierung ist für zwei Ortschaften aufgehoben worden. Dies betrifft die zur Stadt Falkenberg an der Elster gehörenden Ortschaften Kölsa und Rehfeld, wie die Regionalleitstelle Lausitz in Cottbus am Dienstag mitteilte. Für Kölsa-Siedlung blieb die Anordnung zur Evakuierung demnach bestehen.
In Debatte über Corona-Isolation mehren sich Forderungen nach Erhalt der Pflicht
In der Debatte über die Isolation für Corona-Infizierte mehren sich die Forderungen nach einer Beibehaltung der bisherigen Pflicht. Die Lehrerverbände warnten vor Schulschließungen infolge steigender Infektionszahlen, der Hausärzteverband nannte die derzeit geltende fünftägige Isolationspflicht "vernünftig". Dies stelle bereits eine Verkürzung dar, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der "Welt". Die FDP pochte hingegen auf eine Abschaffung der Regelung.