Letzte Nachrichten
Putin: In einem Atomkrieg gibt es "keine Gewinner"
Der russische Präsident Wladimir Putin hat vor einem atomaren Konflikt gewarnt. In einem Atomkrieg könne es "keine Gewinner" geben, ein solcher Krieg dürfe "niemals entfesselt werden", erklärte Putin in einer am Montag veröffentlichen Botschaft an eine UN-Tagung in New York. Dabei handelt es sich um eine Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag von 1970.
Baerbock: Risiko von nuklearer Eskalation so weit wie möglich reduzieren
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine setzt sich Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) dafür ein, das Risiko einer nuklearen Eskalation so weit wie möglich zu reduzieren. Moskau habe seit Ende Februar "wiederholt eine rücksichtslose atomare Rhetorik an den Tag gelegt, die alles in Frage stellt, was der Atomwaffensperrvertrag in fünf Jahrzehnten erreicht hat", sagte Baerbock am Montag bei einer UN-Überprüfungskonferenz zu dem Vertrag in New York.
Ukraine erobert laut eigenen Angaben 40 Orte in Region Cherson zurück
Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Region Cherson nach Angaben des dortigen Gouverneurs in den vergangenen Wochen mehr als 40 Orte zurückerobert. Bislang seien 46 Ortschaften in der Region "befreit" worden, sagte der ukrainische Gouverneur Dmytro Butriy am Montag im staatlichen Fernsehen. Die meisten der zurückeroberten Orte liegen nach seinen Angaben im Norden der Region, andere südlich nahe des Schwarzen Meeres.
Iran "optimistisch" nach europäischem Kompromiss-Entwurf zu Atomabkommen
Der Iran hat sich nach der Präsentation eines Kompromiss-Entwurfs durch die EU zuversichtlich gezeigt, dass eine Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 erreicht werden kann. "Wir bleiben optimistisch, dass der Verhandlungsprozess zu einem logischen und vernünftigen Ergebnis führen wird", sagte am Montag in Teheran der Sprecher des Außenministeriums, Nasser Kanani. Seine Regierung habe den EU-Text "sorgfältig geprüft und ihre Ansichten dargelegt", fügte er hinzu.
EU und Nato fordern von Russland vollständige Umsetzung des Getreide-Abkommens
Die EU und die Nato haben Russland aufgefordert, das Getreideabkommen mit der Ukraine vollständig umzusetzen. Beide Organisationen begrüßten am Montag das Auslaufen eines Getreidefrachtschiffes aus der Ukraine als "ersten Schritt" zur Linderung der globalen Nahrungsmittelkrise. Brüssel erwarte jedoch nach wie vor die "Umsetzung der gesamten Vereinbarung und die Wiederaufnahme der ukrainischen Exporte an Kunden in aller Welt", sagte EU-Sprecher Peter Stano.
EZB: Nur jeder fünfte Haushalt konnte während der Corona-Pandemie Geld sparen
Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben bei einem Großteil der Haushalte in der Eurozone nicht zu zusätzlichen finanziellen Einsparungen beigetragen. "Die meisten Haushalte waren während der Corona-Pandemie nicht in der Lage, Geld anzusparen", erklärte die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag. Lediglich in jedem fünften Haushalt stieg das Sparguthaben - vielen Haushalten fehle es deshalb an den finanziellen Mitteln, um die hohen Energiepreise zu tragen, warnte die EZB.
Haftstrafe für 20-Jährige in Stuttgart wegen tödlichen Überrollens von Mann
Weil sie mit ihrem Auto einen Mann überrollte, hat das Stuttgarter Landgericht eine 20-Jährige zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Jugendkammer sprach die Frau des Totschlags sowie des vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Der Frau wurde zudem der Führerschein entzogen. Auch wurde eine zweieinhalbjährige Sperre verhängt.
20-Jähriger stürzt in Bayern bei Hochklettern an Hausfassade in Tod
In Bayern ist ein 20-Jähriger beim Hochklettern an einer Hausfassade abgerutscht und dabei ums Leben gekommen. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord am Montag in Augsburg mitteilte, hörte ein Anwohner in der Gemeinde Oberhausen am Sonntagmorgen einen lauten Schlag auf der Straße.
DFB-Frauen von Tausenden Fans begeistert empfangen
Die deutschen Fußballerinnen wurden am Montagnachmittag trotz des verlorenen EM-Finals gegen England (1:2 nach Verlängerung) von rund 7000 Fans auf dem Frankfurter Römer gefeiert. "Diese Truppe hat dem Fußball viel gegeben in den vergangenen Wochen", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf beim Empfang im Rathaus: "Diese Mannschaft hat Perspektive. Wir haben den Anfang von etwas ganz Großem gesehen."
Rund 30.000 Ausbildungsplätze im Handwerk unbesetzt
Der Bedarf an Bewerberinnen und Bewerbern für Ausbildungsplätze im Handwerk ist nach wie vor groß. "Das Handwerk bietet derzeit noch rund 30.000 Ausbildungsplätze mit besten Zukunftschancen", erklärte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Montag. Insbesondere in Berufen, die zur Umsetzung der Mobilitäts- und Energiewende benötigt werden, seien die Aussichten für Bewerberinnen und Bewerber gut.
Sexuelle Belästigung: Watson für sechs Spiele gesperrt
Quarterback Deshaun Watson von den Cleveland Browns ist wegen sexueller Belästigung für die ersten sechs Saisonspiele der US-Football-Profiliga NFL gesperrt worden. Der 26-Jährige habe gegen die Verhaltensregeln der Liga verstoßen, entschied die Disziplinarbeauftragte Sue L. Robinson. US-Medien hatten zuvor über eine deutlich härtere Strafe spekuliert.
Umfrage: Menschen in Deutschland begegnen dem autonomen Fahren mit Skepsis
Im selbstfahrenden Auto einen Film ansehen oder E-Mails beantworten - das klingt verlockend, doch die deutsche Bevölkerung steht dem autonomen Fahren noch eher skeptisch gegenüber. Wie das Center for Automotive Management (CAM) am Montag unter Berufung auf eine Umfrage mitteilte, kann sich aktuell fast jeder Zweite noch keine Fahrt mit einem autonomen Auto vorstellen. Jüngere Menschen standen der Technik dabei allerdings deutlich offener gegenüber.
Zwei Tote bei größtem Brand in Kalifornien in dieser Saison
Durch einen neuen Großbrand in Kalifornien sind zwei Menschen getötet und tausende zur Flucht gezwungen worden. Die beiden Todesopfer seien in einem ausgebrannten Auto auf der Einfahrt eines Hauses entdeckt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Mehr als 21.000 Hektar Land seien durch das sogenannte McKinney-Feuer im Norden des Bundesstaates bereits verbrannt.
Lage im Norden Kosovo entspannt sich nach Verschiebung neuer Grenzregelungen
Im Norden des Kosovo hat sich die Lage nach Spannungen an der Grenze zu Serbien wieder entspannt. Serbische Bewohner der Region entfernten am Montag die am Vortag errichteten Straßensperren an zwei Übergängen, wie AFP-Journalisten berichteten. Nach Protesten in der Region hatte die Regierung in Pristina am Sonntagabend die Einführung umstrittener Grenzregelungen um einen Monat verschoben.
Gewerkschaften und Sozialverbände kritisieren Vorstoß zu Rente ab 70
Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, hat sich für eine schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 70 Jahre ausgesprochen. Von Gewerkschaften und Sozialverbänden kam am Montag umgehend Protest.
K-Pop-Band BTS kann womöglich auch während des Wehrdienstes auftreten
Die Mitglieder der weltweit erfolgreichen K-Pop-Band BTS sollen womöglich auch während ihres Wehrdienstes zusammen proben und im Ausland auftreten können. Eine entsprechende Ausnahmeregelung für den in Südkorea obligatorischen Militärdienst stellte Verteidigungsminister Lee Jong Sup am Montag in Aussicht. Es könnte im nationalen Interesse sein, den Superstars auch während ihrer Armeezeit Auftritte zu ermöglichen, sagte er.
Berichte: Pelosi plant nach Beginn ihrer Asienreise weiter Taiwan-Besuch
Inmitten von Spannungen zwischen Peking und Washington wegen des Status von Taiwan hat die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ihre Asienreise begonnen. Zum Auftakt traf sie am Montag in Singapur ein. Weiterhin äußerte sich Pelosi aber nicht dazu, ob sie Taiwan besuchen will - was Peking als Provokation betrachten würde. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses ist die dritthöchste Repräsentantin der Vereinigten Staaten.
Bundesregierung gibt weitere 880 Millionen Euro für Kampf gegen Hunger
Zur Bekämpfung des Hungers in der Welt stellt die Bundesregierung weitere 880 Millionen Euro bereit. Das Geld solle dort eingesetzt werden, "wo die Not am größten ist, weil sich unterschiedliche Krisen überlappen", erklärte eine Sprecherin des Bundesentwicklungsministeriums am Montag. Sie verwies unter anderem auf "die von Klimawandel und bewaffneten Konflikten besonders betroffene Sahel‐Zone" in Afrika.
ADAC: Benzinpreis im Juli um fast zwölf Cent gesunken
Die Preise an der Zapfsäule sind laut ADAC im Juli deutlich gesunken. Der Preis für einen Liter Super E10 lag im Juli im Monatsdurchschnitt bei 1,795 Euro, das waren 11,6 Cent weniger als im Juni, wie der ADAC am Montag mitteilte. Bei Diesel fiel der Preisrückgang schwächer aus - der Preis lag im Schnitt im Juli bei 1,956 Euro, das war ein Minus von 6,3 Cent gegenüber Juni.
Philippinen wollen Internationalem Strafgerichtshof weiter fernbleiben
Die Philippinen wollen unter ihrem neuen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. nicht wieder dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) beitreten. Sein Land habe "nicht die Absicht", sich wieder dem Haager Tribunal anzuschließen, sagte Marcos am Montag. Der Chefankläger beim IStGH, Karim Khan, hatte angekündigt, eine Untersuchung des tödlichen "Anti-Drogen-Kriegs" des philippinischen Ex-Staatschefs Rodrigo Duterte wieder aufnehmen zu wollen. Marcos hatte den "Anti-Drogen-Krieg" seines Vorgängers unterstützt.
Tatverdächtiger in Fall von toter 14-Jähriger aus Baden-Württemberg in U-Haft
Drei Tage nach dem Fund der Leiche einer vermissten 14-Jährigen aus Baden-Württemberg sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Gegen den 29-Jährigen bestehe dringender Tatverdacht, teilten die Ermittler am Montag vor Journalisten in Freiburg mit. Er soll das Mädchen in seinem Auto von Gottenheim in Baden-Württemberg rund 300 Kilometer in den Wetteraukreis in Hessen gefahren haben.
Hunderttausende Kinder leiden wegen Krise in Sri Lanka unter Unterernährung
Sri Lanka braucht nach eigenen Angaben dringend private Spenden, um Kinder vor dem Hungertod zu bewahren. Mehrere hunderttausend Kinder litten unter Unterernährung, erklärte am Montag das Ministerium für Frauen- und Kinderangelegenheiten. In Sri Lanka sind wegen der aktuellen Wirtschaftskrise neun von zehn Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen.
Flick nach einem Jahr als Bundestrainer "sehr zufrieden"
Hansi Flick hat nach einem Jahr als Fußball-Bundestrainer ein positives Fazit gezogen. "Wir wollten einen Neuanfang gestalten, und das hat sich auch bewahrheitet. Es hat sehr viel Spaß gemacht bis jetzt", sagte der Nachfolger von Joachim Löw am Montag bei DFB-TV. Flick hatte sein Amt am 1. August 2021 angetreten.
Gremium zu Aufarbeitung von Antisemtismusfällen bei Documenta kritisiert Leitung
Ein neu geschaffenes Gremium zur Aufarbeitung der Antisemitismusvorfälle bei der Documenta in Kassel hat die Geschäftsführung der Kunstschau kritisiert. "Die von ihr vertretene Position, dass weder weitere Kunstwerke aufgrund antisemitischer Inhalte entfernt werden müssten noch eine systematische Prüfung der Werke notwendig sei, widersprechen einem fachlichen und ergebnisoffenen Dialog", erklärte die fachwissenschaftliche Begleitung am Montag.
Japanischer Fußball bekommt erste hauptberufliche Schiedsrichterin
Mit Yoshimi Yamashita bekommt der japanische Fußball seine erste hauptberufliche Schiedsrichterin. Die 36-Jährige unterschrieb am Montag einen Vertrag mit dem japanischen Fußballverband. "Das Ziel ist, dahin zu kommen, dass es keine große Sache ist, wenn eine Frau ein Männerspiel leitet", sagte Yamashita. Zunächst einmal sei sie glücklich, dass ihre Berufung für Aufsehen sorge.
Linke will Managergehälter auf das 20-Fache von Niedriglohn begrenzen
Die Linkspartei will die Höhe von Managergehältern gesetzlich auf das 20-Fache des im jeweiligen Betrieb gezahlten niedrigsten Gehalts begrenzen. Die zum Teil sehr hohen Managergehälter seien "eine Aneignung von Vermögen Dritter, die durch eigene Arbeitsleistung nicht gerechtfertigt werden kann", sagte Linken-Chef Martin Schirdewan am Montag bei der Vorstellung des Konzepts in Berlin. Derartige "Bereicherungsexzesse" seien gerade angesichts massiv steigender Preise "niemandem mehr vermittelbar".
Berlin testet Nutzung kostenfreier Toiletten
Ab Mitte August können in Berlin zahlreiche öffentliche Toiletten kostenfrei genutzt werden. Für insgesamt 50 im Stadtgebiet verteilte Toiletten entfalle ab dem 15. August das Nutzungsentgelt, teilte die Senatsumweltverwaltung am Montag mit. Zusammen mit weiteren Anlagen stünden dann etwa 90 WCs kostenfrei zur Verfügung.
Rekord in der ARD: 17,9 Mio. sehen EM-Finale der DFB-Frauen
Rekord zum EM-Abschluss: Mit durchschnittlich 17,9 Millionen Fans hat die deutsche Nationalmannschaft im EM-Finale gegen England (1:2 n.V.) in der ARD für einen Zuschauerrekord bei Übertragungen von Frauen-Fußball im deutschen Fernsehen gesorgt. Der Marktanteil beim 120-Minuten-Krimi betrug 64,8 Prozent.
Kind reagiert auf erneute Vorwürfe: "Sind doch Nebenkriegsschauplätze"
Martin Kind hat sich gegen die erneuten Vorwürfe der Klubführung des Muttervereins von Hannover 96 zur Wehr gesetzt. "Das sind doch Nebenkriegsschauplätze, die angeblich so wichtigen Gründe nennen sie ja nicht", sagte der 78 Jahre alte Unternehmer, der vergangene Woche als Geschäftsführer der Profiabteilung des Fußball-Zweitligisten abberufen worden war, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ).
50-Jähriger stirbt in Thüringen nach Jagdunfall
In Thüringen ist ein 50-jähriger Mann nach einem Jagdunfall gestorben. Der Jäger erlag am Wochenende seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei in Saalfeld am Montag mitteilte. Nach früheren Angaben waren Einsatzkräfte am Donnerstag wegen der Schussverletzung bei einer sogenannten Erntejagd nach Großkochberg gerufen worden.
EuGH: Hafenstaat darf Rettungsschiff nur in bestimmten Fällen kontrollieren
Der Staat, in dessen Hafen ein Rettungsschiff liegt, darf dieses auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften kontrollieren. Dazu müsse er allerdings belastbare Anhaltspunkte für eine Gefahr nachweisen, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Montag. Es ging um eine Klage der deutschen Hilfsorganisation Sea Watch. Italien hatte im Sommer 2020 zwei ihrer unter deutscher Flagge fahrenden Schiffe festgehalten. (Az. C-14/21 u.a.)
Wetterdienst warnt vor nächster Hitzewelle in Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor einer neuen Hitzewelle gewarnt. Diese beginne am Dienstag und betreffe weite Bereiche Deutschlands, teilte der DWD am Montag in Offenbach mit. Am Mittwoch sei mit Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius, am Donnerstag sogar mit bis zu 39 Grad zu rechnen. Auch die Nächte blieben besonders in Ballungsräumen vielerorts "sehr mild bis tropisch" mit Tiefstwerten um 20 Grad.