Letzte Nachrichten
Bericht: EU schlägt Alternativen zu Mehrwertsteuerverzicht auf Gasumlage vor
Die EU-Kommission hat der Bundesregierung alternative Vorschläge unterbreitet, um Gaskunden in Deutschland mit der Gasumlage nicht zu stark zu belasten. Eine vom Bund erbetene Befreiung von der Pflicht zum Erheben der Mehrwertsteuer auf die Gasumlage sei nicht möglich, heißt es laut "Frankfurter Allgemeinen" in einem Schreiben von Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni an Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Aber es gebe andere Möglichkeiten.
Verfassungsschutz: Extremisten instrumentalisieren Krieg und Inflation für ihre Zwecke
Extremisten verschiedener Couleur sind nach Einschätzung des Bundesverfassungsschutzes zunehmend bestrebt, Kapital aus dem Ukraine-Krieg und seinen Folgen zu schlagen. Eine "radikalisierte Minderheit aus Rechtsextremisten, Delegitimierern, Reichsbürgern und Verschwörungsgläubigen" bringe sich in Stellung, erklärte Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang am Mittwoch.
Studie: Weltweit doppelt so viele Bäume durch Waldbrände vernichtet wie vor 20 Jahren
Durch den Klimawandel begünstigte Waldbrände vernichten weltweit doppelt so viel Baumbestand wie noch vor 20 Jahren. Jede Minute wird eine Fläche von 16 Fußballfeldern durch Feuer zerstört, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der US-Universität Maryland hervorgeht.
Kehrer wechselt von Paris zu West Ham
Fußball-Nationalspieler Thilo Kehrer wechselt vom französischen Meister Paris St. Germain zu West Ham United. Das gab der Premier-League-Klub am Mittwoch bekannt. Der Defensivspieler erhält einen Vertrag bis 2026 plus eine zweijährige Option. Die Ablösesumme liegt bei rund 16 Millionen Euro.
Watzke als DFL-Aufsichtsratschef im Amt bestätigt
Hans-Joachim Watzke ist als Aufsichtsratsvorsitzender und erster stellvertretender Sprecher des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga (DFL) im Amt bestätigt worden. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, der als einziger Kandidat angetreten war, wurde am Mittwoch bei der DFL-Generalversammlung in Dortmund mit 35 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gewählt. Watzke hatte im Februar die Nachfolge von Peter Peters angetreten.
Lula und Bolsonaro starten Wahlkampf in Brasilien an hochsymbolischen Orten
Eineinhalb Monate vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien haben Amtsinhaber Jair Bolsonaro und sein Herausforderer Luiz Inácio Lula da Silva offiziell ihren Wahlkampf begonnen. Beide Politiker wählten für ihre Auftaktveranstaltungen am Dienstag höchst symbolische Orte: Der rechtsradikale Präsident Jair Bolsonaro trat in der Stadt Juiz de Fora im Bundesstaat Minas Gerais auf, wo ihn vor vier Jahren im Wahlkampf ein Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hatte.
Formel 1: Kein schnelles Ja von Porsche und Audi
Das Motorenreglement ab der Formel-1-Saison 2026 steht fest, doch Audi und Porsche wollen über einen möglichen Einstieg weiter in aller Ruhe befinden. Man werde das verabschiedete Regelwerk "nun detailliert prüfen", teilte ein Audi-Sprecher am Mittwoch auf SID-Anfrage mit.
Israel und Türkei nehmen wieder vollständige diplomatische Beziehungen auf
Israel und die Türkei nehmen nach jahrelanger Eiszeit wieder vollständige diplomatische Beziehungen auf. Es sei ein erneutes Heraufstufen hin zu "vollständigen diplomatischen Beziehungen und der Rückkehr von Botschaftern und Generalkonsulen aus beiden Ländern" beschlossen worden, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Jair Lapid am Mittwoch mit. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bestätigte die Einigung. Dies bedeute jedoch nicht, dass Ankara "die Sache der Palästinenser" aufgebe, betonte er.
ADAC: Dieselpreis im Vergleich zur Vorwoche kräftig gestiegen
An Deutschlands Tankstellen ist der Dieselpreis seit der vergangenen Woche kräftig gestiegen: Er legte um 3,5 Cent auf aktuell 1,925 Euro im bundesweiten Durchschnitt zu, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Der Preis für Super E10 blieb dagegen nahezu unverändert; er liegt demnach aktuell bei 1,708 Euro. Das sind 0,1 Cent mehr als in der Vorwoche.
Eckhardt-Noack mit Bestweite ins Dreisprung-Finale
Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack (Göttingen) hat eine starke Form bewiesen und sich mit der Tagesbestweite für das EM-Finale qualifiziert. Die EM-Bronzemedaillengewinnerin aus der Halle steigerte ihre persönliche Bestleistung im ersten Durchgang auf 14,53 m und kämpft am Freitag (20.55 Uhr/ZDF) um die Medaillen.
Norwegens Staatsfonds verliert im ersten Halbjahr 170 Milliarden Euro
Norwegens Staatsfonds hat angesichts der Kursstürze an den Börsen in den vergangenen Monaten herbe Einbußen gemacht. Das Vermögen schrumpfte im ersten Halbjahr um 1,68 Billionen Kronen (170 Milliarden Euro), wie die norwegische Zentralbank am Mittwoch mitteilte. Sie verwaltet den Fonds mit einem Vermögen von - Stand Ende Juni - umgerechnet rund 1,18 Billionen Euro.
Kleiner Teil von Befragten bei Zensus wird erneut interviewt
Rund drei Monate nach dem Beginn der Befragungen zum Zensus 2022 sind die meisten Interviews abgeschlossen. Ein kleiner Teil der Betroffenen werde derzeit für ein neuerliches Interview per Brief kontaktiert, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Das diene der Qualitätsbewertung.
Trauer nach Tod von Star-Regisseur Wolfgang Petersen
Der Tod des zu Weltruhm gelangten deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen ist von Filmkollegen und deutschen Politikern mit Trauer aufgenommen worden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) würdigte den 81-Jährigen am Dienstagabend auf Twitter als "besonderen Erzähler". Die US-Schauspielerin Glenn Close beschrieb Petersen als "einen Mann voller Lebenslust, der tat, was er am meisten liebte". Auch deutsche Schauspieler drückten ihre Trauer über den Tod des Regisseurs des Filmklassikers "Das Boot" aus.
Abbas relativiert seinen Holocaust-Vergleich im Berliner Kanzleramt
Nach der massiven Empörung über den Holocaust-Vergleich von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei seinem Berlin-Besuch hat dieser seine Äußerungen relativiert. Er habe mit seinen Äußerungen am Dienstag im Bundeskanzleramt "nicht beabsichtigt, die Einzigartigkeit des Holocaust zu bestreiten, der sich vergangenes Jahrhundert ereignet hat", erklärte Abbas am Mittwoch. Zugleich verurteilte er den Massenmord an den europäischen Juden durch das NS-Regime "auf das Schärfste".
Sicherheitsmann zeigt israelischen Sportlern in München Hitlergruß
Ein Sicherheitsmann hat israelischen Sportlern auf dem Münchner Olympiagelände den Hitlergruß gezeigt. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend, als die Sportler verschiedene Gedenkstätten zum Anschlag auf die israelische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1972 besuchten, wie das Münchner Polizeipräsidium am Mittwoch mitteilte.
Uniper macht zwölf Milliarden Euro Verlust im ersten Halbjahr
Der strauchelnde Energiekonzern Uniper hat im ersten Halbjahr mehr als zwölf Milliarden Euro Verlust gemacht. Hauptgrund sind die weggebrochenen Gaslieferungen aus Russland, wie Konzernchef Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch erklärte. Dazu kommen Milliarden-Abschreibungen für die Pipeline Nord Stream 2. Die Bundesregierung hat bereits ein Rettungspaket in Höhe von 15 Milliarden Euro geschnürt, um Uniper vor der Pleite zu bewahren.
Energieversorger im Südwesten Chinas kündigt wegen Dürre Stromausfälle an
Im Südwesten Chinas hat ein Energieversorger wegen der anhaltenden Dürre Stromausfälle angekündigt: Die rund 5,4 Millionen Einwohner der Stadt Dazhou müssten sich am Mittwoch auf bis zu dreistündige Unterbrechungen einstellen, berichtete eine Online-Zeitung in Shanghai unter Berufung auf das Unternehmen Dazhou Electric Power Group. Die Region bezieht ihren Strom vor allem aus Wasserkraft - der Pegel in vielen Stauseen ist wegen der Hitze stark gesunken.
Verhalten von Scholz nach Holocaust-Vergleich von Abbas sorgt für breite Kritik
Das Verhalten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach dem Holocaust-Vergleich von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei einem gemeinsamen Auftritt der beiden sorgt für breite Kritik. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bezeichnete es am Mittwoch in einer Erklärung als "skandalös", dass Scholz die Äußerung auf der Pressekonferenz unkommentiert ließ. Abbas hatte gesagt, Israel habe seit 1947 "50 Massaker, 50 Holocausts" an Palästinensern begangen. Auch aus der Opposition kam Kritik an Scholz.
UN-Experte sieht Zwangsarbeit und mögliche Sklaverei in chinesischer Region Xinjiang
Ethnische Minderheiten in der chinesischen Region Xinjiang werden laut dem Untersuchungsbericht eines unabhängigen UN-Experten in Zwangsarbeit in der Landwirtschaft oder in Fabriken gedrängt. Das Vorgehen könne möglicherweise als "Sklaverei" und damit als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden, erklärte der UN-Sonderberichterstatter für moderne Formen der Sklaverei, Tomoya Obokata, in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.
Mann will Ungeziefer in Kanalisation mit Gas bekämpfen und verursacht Explosion
In Brandenburg hat ein Betrunkener Ungeziefer in der Kanalisation mit Gas beseitigen wollen und für eine größere Explosion inklusive umherfliegender Kanaldeckel gesorgt. Wie die Polizei in Brandenburg an der Havel am Mittwoch mitteilte, meldete ein Zeuge am Dienstagabend eine Detonation in der Gemeinde Rathenow. Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses auf bislang unbekannte Weise Gas in die Kanalisation auf dem Grundstück eingeleitet und damit die Explosion verursacht.
Prozess um Mord an schlafendem Kind vor Landgericht Essen begonnen
Vor dem Landgericht Essen hat am Mittwoch ein Prozess um einen Mord an einem schlafenden Kind begonnen. Angeklagt ist die Mutter des Mädchens, die das sechsjährige Kind im Januar wegen eines Sorgerechtsstreits mehrfach in den Hals geschnitten haben soll. Zwischen der Frau und dem von ihr getrennten Ehemann gab es laut Anklage Streit um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter.
Wissing sieht wegen Dürre "extrem herausfordernde Situation" für Infrastruktur
Die anhaltende Dürre in Deutschland stellt die Verkehrsinfrastruktur vor eine "extreme Herausforderung". Das sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) - er will nun Kohletransporten auf der Schiene notfalls Vorrang vor dem Personentransport geben. Die Fahrrinne im Rhein muss seiner Ansicht nach zudem "dringend" vertieft werden. Der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) erteilte diesem Plan eine Absage.
Etwas mehr Studienabbrecher zu Beginn von Coronapandemie
Die Studienabbrecherquote hat sich zu Beginn der Coronapandemie nur leicht erhöht. Insgesamt stiegen 28 Prozent der deutschen Bachelorstudierenden der Anfangsjahrgänge 2016 und 2017 im Jahr 2020 aus dem Studium aus, wie das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung in Hannover am Mittwoch mitteilte. Das entspreche ungefähr der Studienabbruchquote von 27 Prozent, die zwei Jahre zuvor ermittelt worden war.
Steinmeier verurteilt in Brief an Rushdie "perfiden Angriff"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem durch eine Messerattacke verletzten Schriftsteller Salman Rushdie eine baldige Genesung gewünscht. In einem Brief an Rushdie zeigte sich Steinmeier "tief entsetzt" von der "niederträchtigen Messerattacke", wie das Bundespräsidialamt am Mittwoch mitteilte. "Dies war ein Angriff auf die Freiheit des Worts und die freiheitlich verfasste Gesellschaft. Ein perfider Angriff auf einen schutzlosen Menschen."
Frauen in Deutschland verhüten zunehmend weniger mit Pille
Frauen in Deutschland greifen zur Verhütung zunehmend weniger auf eine klassische Anti-Baby-Pille zurück. Das berichtete die Krankenkasse AOK am Mittwoch in Berlin unter Verweis auf eine Analyse von Verordnungsdaten aus dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem. Demnach lag der Anteil der Mädchen und Frauen, denen kombinierte orale Kontrazeptiva verschrieben wurden, im vergangenen Jahr noch bei 32 Prozent.
Fachkräfte fehlen vor allem in Gastronomie und Tourismus in Bayern
Der Personalmangel in der Gastronomie und im Tourismus ist groß: Die Zahl der offenen Stellen, die nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden könnten, lag im Juni bei rund 7600. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben Betriebe in Nordrhein-Westfalen und in Großstädten am wenigsten Probleme - am schwierigsten ist die Suche nach geeignetem Personal mancherorts in Bayern.
Portugiesen sowie Italiener und Deutsche sehen größte Bedrohung im Klimawandel
Portugiesen, Italiener und Deutsche nehmen einer weltweiten Umfrage zufolge den Klimawandel am ehesten als größte Bedrohung wahr. In allen drei Ländern sagen jeweils mehr als 70 Prozent, dass dies die größte Bedrohung der Menschheit sei, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervorgeht.
Tokio-Funktionär Takahashi festgenommen
Ein Vorstandsmitglied der Olympischen Spiele von Tokio 2020 ist wegen des Verdachts der Bestechlichkeit festgenommen worden. Der 78-Jährige soll von einem offiziellen Sponsor der um ein Jahr verschobenen Spiele umgerechnet mehr als 300.000 Dollar angenommen haben. Wie die japanische Staatsanwaltschaft bestätigte, müssen sich insgesamt vier Männer verantworten.
Zentralrat der Juden kritisiert Scholz' Verhalten bei Holocaust-Vergleich von Abbas
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat das Verhalten von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nach dem Holocaust-Vergleich von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als "skandalös" kritisiert. "Solche Äußerungen dürfen nicht unkommentiert stehen gelassen werden", erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster am Mittwoch mit Blick auf die Behauptung von Abbas, Israel habe seit 1947 "50 Massaker, 50 Holocausts" an Palästinensern begangen.
Weiter hunderte Feuerwehrleute bei Waldbrand in Sächsischer Schweiz im Einsatz
Rund einen Monat nach Ausbruch des großen Waldbrands in der Sächsischen Schweiz sind trotz einer weitgehenden Entspannung der Lage noch immer hunderte Feuerwehrleute im Einsatz. Aktuell seien noch rund 370 Einsatzkräfte mit dem Ablöschen von Glutnestern beschäftigt, teilte der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Dienstagabend in Pirna mit. Die Lage entspanne sich aber insgesamt weiter.
Israel weist Abbas' Holocaust-Vergleich im Bundeskanzleramt entschieden zurück
Die israelische Regierung hat den von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei einer Pressekonferenz in Berlin gezogenen Holocaust-Vergleich scharf zurückgewiesen. Dass Abbas Israel vorgeworfen habe, "'50 Holocausts' begangen zu haben, während er auf deutschem Boden ist, ist nicht nur eine moralische Schande, sondern eine monströse Lüge", erklärte der israelische Regierungschef Jair Lapid am Mittwoch. "Die Geschichte wird ihm niemals verzeihen."
Landesregierung in Nordrhein-Westfalen rechnet wegen Dürre mit Ernteeinbußen
Das anhaltend heiße und sonnige Wetter wird laut Landesregierung in Nordrhein-Westfalen zu Ernteeinbußen führen. "Die anhaltende Dürre hat schon jetzt absehbare Auswirkungen auf erwartete Erträge der im Herbst zur Ernte anstehenden Früchte", sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. Betroffen sei neben Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais auch das Grünland.