Letzte Nachrichten
Eine Tote bei erneutem schweren Erdbeben in Mexiko
Mexiko ist erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) hatte das Beben am frühen Donnerstagmorgen eine Stärke von 6,8, die mexikanischen Behörden gaben die Stärke mit 6,9 an. Aus Mexiko-Stadt wurde ein Todesopfer gemeldet.
Polizei warnt vor "Toten", Fans setzen auf Deeskalation
Angesichts der jüngsten Gewaltexzesse im Fußball warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor drastischen Konsequenzen. "Die Grenzüberschreitungen nehmen zu, die Vereine ziehen sich zurück und tun kaum etwas gegen gewaltbereite Fans", sagte Michael Mertens, der stellvertretende Bundesvorsitzende, dem Kölner Stadtanzeiger: "Wenn sich nicht bald etwas ändert, dann könnte es Tote geben."
Union erhöht nach Teilmobilmachung Russlands Druck bei Panzerlieferungen an Ukraine
Nach der von Russland angekündigten Teilmobilmachung hat die Union ihre Forderungen nach der Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine verstärkt. "Ein militärisches Zurückdrängen Russlands ist die Bedingung dafür, dass wir in die Phase wieder von Verhandlungen und Diplomatie und Politik kommen", sagte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen am Donnerstag im Deutschlandfunk. CDU und CSU bringen am Nachmittag im Bundestag einen Antrag ein, der die Lieferung von Kampf- und Schützenpanzern an die Ukraine fordert.
EuGH: Pandemie ändert nichts an Frist für Abschiebung in anderes EU-Land
Auch die Pandemie ändert nichts an den Fristen für Abschiebungen in andere EU-Länder. Wird ein Asylbewerber nicht rechtzeitig innerhalb von sechs Monaten zurückgebracht, geht die Zuständigkeit für den Asylantrag auf den Staat über, in dem er sich aktuell aufhält, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstag in Luxemburg entschied. Es ging um Asylbewerber, die über Italien nach Deutschland eingereist waren. (Az. C-245/21 und C-248/21)
Jeder dritte Grundschullehrer erlebt oft gefährliche Situation durch Elterntaxis
Knapp ein Drittel der Grundschullehrer in Deutschland hat einer Umfrage zufolge durch Elterntaxis im vergangenen Schuljahr mindestens einmal pro Woche eine gefährliche Situation vor der eigenen Schule erlebt. Elf Prozent geben an, täglich eine derartige Situation mitzubekommen, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, wie aus einer am Donnerstag vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) veröffentlichten Forsa-Erhebung hervorgeht.
Französische Basketballer drohen Heurtel mit Ausschluss
Vize-Europameister Thomas Heurtel (33) wird wegen seines Vereinswechsels nach Russland vorerst wohl nicht mehr für die französische Basketball-Nationalmannschaft auflaufen. Wie der französische Verband FFBB am Donnerstag mitteilte, werde der Point Guard "für die nächsten internationalen Termine einschließlich der Olympischen Spiele 2024" ausgeschlossen, sofern er tatsächlich für Zenit St. Petersburg auflaufe.
Börsenkurse sinken nach Zinserhöhung der Fed
Die kräftige Leitzinserhöhung in den USA hat die Börsenkurse auf Talfahrt geschickt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) öffnete am Donnerstag im Minus, ebenso die Börsen in Paris und London. Auch der Nikkei in Japan schloss 0,58 Prozent im Minus.
Nur jede vierte Professur an Hochschulen von Frau besetzt
Nur etwa jede vierte Professur an den deutschen Hochschulen ist von einer Frau besetzt. Der Frauenanteil in der Professorenschaft lag im vergangenen Jahr bei 27 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Am geringsten war der Professorinnenanteil mit 15 Prozent in den Ingenieurwissenschaften, am höchsten mit 42 Prozent in den Geisteswissenschaften.
Neue Umfrage sieht SPD vor Landtagswahl in Niedersachsen weiter vorn
Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen sieht eine neue Umfrage die SPD von Ministerpräsident Stephan Weil weiter vorn. Die Sozialdemokraten kommen in der am Donnerstag vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) veröffentlichten Befragung des Instituts Infratest dimap auf 32 Prozent, wenn schon am Sonntag gewählt würde. Die CDU um Vizeministerpräsident und Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann erreicht 28 Prozent.
FDP-Fraktionschef fordert züge Entscheidung zu Gasumlage von Habeck
FDP-Fraktionschef Christian Dürr hat eine zügige abschließende Entscheidung über die umstrittene sogenannte Gasumlage gefordert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) müsse dies "schnell" tun, sagte Dürr am Donnerstag im "Morgenmagazin" des ZDF. Die rechtliche Prüfung der Umlage sei abgeschlossen. Das Instrument solle verhindern, dass der Gasmarkt nicht zusammenbreche. "Nichtstun ist keine Option", sagte der FDP-Politiker. Habeck müsse deshalb "jetzt entscheiden".
Heizen mit Holz zuletzt deutlich teurer
Wegen der hohen Preise für Gas, Öl und Strom setzen viele Haushalte auf Holz - doch das Heizen damit ist zuletzt auch deutlich teurer geworden. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhten sich die Preise für Brennholz und Holzpellets im August dieses Jahres um 85,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen in diesem Zeitraum um 7,9 Prozent zu.
Lindner: Beim Thema Schuldenbremse wird es "einsamer um mich"
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat erneut das Festhalten an der Schuldenbremse verteidigt; er sieht zugleich aber die Unterstützung dafür schwinden. "Ich habe gesehen, dass es einsamer um mich wird, nachdem auch Markus Söder jetzt gesagt hat, die Schuldenbremse sei eine Prinzipienreiterei", sagte Lindner dem Portal "The Pioneer" vom Donnerstag mit Blick auf Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden.
Völkermord-Urteil gegen Rote-Khmer-Staatschef in letzter Instanz bestätigt
Das kambodschanische Sondergericht über den Massenmord der Roten Khmer hat am Donnerstag die lebenslange Haftstrafe gegen den früheren Staatschef Khieu Samphan wegen Völkermords bestätigt. In seinem endgültigen Urteil sprach das von den Vereinten Nationen unterstützte Gericht den inzwischen 91-Jährigen zudem erneut der Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord, Versklavung oder Vergewaltigung sowie schwerer Verstöße gegen die Genfer Konventionen schuldig.
CSU-Landesgruppe fordert Gaspreisdeckel für 75 Prozent des Privatverbrauchs
Angesichts der hohen Energiekosten hat die CSU-Landesgruppe einen Gaspreisdeckel für drei Viertel des Privatverbrauchs vorgeschlagen. "Für Privathaushalte wäre es denkbar, 75 Prozent des bisherigen Gasbezugs mit einem Bürger-Basispreis zu deckeln", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag. Über diesen Deckel hinaus müsste dann der volle Gaspreis gezahlt werden. "Damit bleibt der Anreiz zum Energiesparen erhalten, aber Wärme eben auch bezahlbar."
EU und G7 prüfen neue Sanktionen gegen Russland
Nach der russischen Teilmobilisierung und Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen haben die Europäische Union und die G7-Staaten weitere Sanktionen gegen Moskau in Aussicht gestellt. "Wir werden neue restriktive Maßnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Mittwoch nach einem Sondertreffen der EU-Außenminister am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Auch die Außenminister der G7-Staaten kündigten weitere Sanktionen an.
Rüdiger: WM-Vergabe gegen Interessen von Fans und Spielern
Bei der umstrittenen Vergabe der Fußball-WM an Katar wurden Interessen von Fans und Profis nach Ansicht des deutschen Nationalspielers Antonio Rüdiger ignoriert. Die Entscheidung für die Wüsten-WM im Winter (20. November bis 18. Dezember) sei "nicht für Fans und uns Spieler getroffen" worden, sagte der Innenverteidiger von Real Madrid im Interview mit Sport1.
Baumgart: Nations League "schadet den Spielern"
Trainer Steffen Baumgart von Fußball-Bundesligist 1. FC Köln ist kein Fan der Nations League. "Dieser Wettbewerb schadet den Spielern, denen wichtige Zeit verloren geht, sich zu erholen. Das sind doch keine Roboter. Das ist ein Wettbewerb, den es nicht braucht", sagte der 50-Jährige im Interview mit dem kicker.
Lieber Mittelstürmer: Havertz fällt Zehner-Rolle "schwerer"
Fußball-Nationalspieler Kai Havertz tut sich inzwischen als echter Neuner leichter. "Natürlich fällt es mir auf der Zehn etwas schwerer, weil ich bei Chelsea in den vergangenen eineinhalb Jahren eigentlich nur Mittelstürmer gespielt habe und das zwei komplett verschiedene Rollen sind", sagte der England-Legionär im kicker-Interview.
EU prüft neue Sanktionen gegen Russland
Die Außenminister der Europäischen Union haben bei einem Sondertreffen am Mittwoch die Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf dessen Teilmobilisierung für den Krieg in der Ukraine erörtert. "Wir werden neue restriktive Maßnahmen prüfen, wir werden sie verabschieden", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell Journalisten nach dem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Eine endgültige Entscheidung müsse jedoch bei einer formellen Sitzung getroffen werden, fügte er hinzu.
Truss gelobt bei UN-Rede Militärhilfe für die Ukraine "solange wie nötig"
Die britische Premierministerin Liz Truss hat bei ihrer ersten Rede vor der UN-Vollversammlung Militärhilfe für die Ukraine bis zu deren Sieg gegen Russland versprochen. "An diesem entscheidenden Moment des Konflikts verspreche ich, dass wir unsere militärische Unterstützung für die Ukraine so lange wie nötig beibehalten oder ausbauen werden", sagte Truss am Mittwoch in New York. "Wir werden nicht ruhen, bis die Ukraine siegt", fügte Truss hinzu.
Bundestag berät über Steuersenkungen und Panzerlieferungen an Ukraine
Der Bundestag berät in seiner Plenarsitzung am Donnerstag (ab 09.00 Uhr) erstmals über das von der Regierung geplante Inflationsausgleichsgesetz. Dieses sieht Senkungen der Einkommensteuer als Ausgleich für die sogenannte kalte Progression vor. Zudem soll die Mehrwertsteuer auf Gas als Ausgleich von Mehrbelastungen durch die geplante Gasumlage von diesem Oktober bis Ende März 2024 von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden.
EuGH befasst sich mit Datenschutz bei Schulunterricht per Videokonferenz
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) befasst sich am Donnerstag (09.30 Uhr) mit dem Datenschutz bei Schulunterricht per Videokonferenz. Während der Schulschließungen in Deutschland in der ersten Zeit der Coronapandemie wurde der Unterricht vielerorts live über das Internet erteilt. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden muss über eine Klage des Hauptpersonalrats der hessischen Lehrkräfte entscheiden. (Az. C-34/21)
Europäischer Gerichtshof urteilt zu Aussetzung von Abschiebungen wegen Pandemie
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Donnerstag (09.30 Uhr) über die Aussetzung von Abschiebungen wegen der Pandemie. Das Bundesverwaltungsgericht legte ihm die Frage vor, ob die Fristen zur Abschiebung von Asylbewerbern in andere EU-Länder unterbrochen wurden. Es geht um Asylbewerber, die über Italien nach Deutschland einreisten. (Az. C-245/21 und C-248/21)
EuGH urteilt zu Aberkennung von internationalem Schutz in Ungarn
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entscheidet am Donnerstag (09.30 Uhr) über die Aberkennung von internationalem Schutz in Ungarn. Der Gerichtshof in Budapest stellte dem EuGH Fragen zur ungarischen Regelung, weil er bezweifelt, dass diese mit dem EU-Recht vereinbar ist. Es klagte ein Syrer, der zuerst als Flüchtling anerkannt wurde, dem diese Anerkennung aber wieder entzogen wurde. (Az. C-159/21)
Europäischer Gerichtshof urteilt zu Verfall und Verjährung von Urlaubsansprüchen
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet am Donnerstag (09.30 Uhr) über Urlaubsansprüche von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das deutsche Bundesarbeitsgericht hat dem EuGH zwei Probleme vorgelegt. Es geht um die Fragen, ob Urlaubsansprüche bei neu eingetretener Arbeitsunfähigkeit verfallen und ob Urlaubsansprüche grundsätzlich verjähren können. (Az. C-120/21 u.a.)
Großteil der 230 in Australien gestrandeten Grindwale verendet
Etwa 200 Grindwale sind an einem Strand an der Westküste Tasmaniens verendet. Nur 35 der etwa 230 Wale, die tags zuvor auf der zu Australien gehörenden Insel entdeckt worden waren, seien noch am Leben, sagte der Leiter der örtlichen Tierschutzbehörde, Brendon Clark, gegenüber Journalisten am Donnerstag. Das Hauptaugenmerk liege nun darauf, diese Tiere zu retten und freizulassen, fügte er hinzu.
Global Fund sammelt 14,25 Milliarden Dollar für Bekämpfung tödlicher Krankheiten
Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria hat bei einer Geberkonferenz am Mittwoch Mittel in Höhe von 14,25 Milliarden Dollar (14.5 Milliarden Euro) eingeworben. Global-Fund-Direktor Peter Sands sprach von einer "nie dagewesenen Mobilisierung von Ressourcen für die Gesundheit auf der Welt". Bundeskanzler Olaf Scholz bekräftigte Deutschlands Zusage, in den kommenden drei Jahren 1,3 Milliarden Euro zu der Gesamtsumme beizutragen.
Selenskyj fordert in UN-Rede Sondertribunal gegen Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat wegen des russischen Angriffskriegs gegen sein Land die Einrichtung eines Sondertribunals gefordert. "Gegen die Ukraine wurde ein Verbrechen begangen, und wir verlangen gerechte Bestrafung", sagte Selenskyj in einer am Mittwoch vor der UN-Generalversammlung ausgestrahlten Videoansprache. Neben der Einrichtung eines Sondertribunals verlangte der Präsident unter anderem einen Entschädigungsfonds für die Ukraine und einen Entzug von Russlands Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat.
Nations League: Ukraine verliert Tabellenführung
Die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft hat im Kampf um den direkten Wiederaufstieg in die Liga A der Nations League einen Rückschlag erlitten. Die Elf von Trainer Alexander Petrakow verlor am vierten Spieltag der Liga B nach einer enttäuschenden Leistung verdient mit 0:3 (0:0) in Glasgow gegen Schottland. Kapitän John McGinn (70.) und der eingewechselte Lyndon Dykes (80./87.) trafen für die überlegenen Gastgeber.
Westliche Länder verurteilen russische Teilmobilmachung scharf
Westliche Länder haben die von Russlands Präsident Wladimir Putin verkündete Teilmobilmachung und seine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen scharf verurteilt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wertete die Ankündigung der Teilmobilmachung am Mittwoch als Zeichen der "Verzweiflung". US-Präsident Joe Biden kritisierte die "verantwortungslosen atomaren Drohungen zum Einsatz von Atomwaffen". Bei Protesten gegen die Teilmobilmachung wurden in Russland mehr als 1000 Menschen festgenommen.
Erster US-Astronaut seit Russlands Ukraine-Einsatz mit Sojus-Kapsel gereist
Erstmals seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine ist ein US-Astronaut mit einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS gereist. Frank Rubio traf am Mittwoch zusammen mit den russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin an der Raumstation ein - was eine seit Beginn der russischen Offensive im Nachbarland sehr selten gewordene Kooperation zwischen den USA und Russland darstellte.
EU-Außenminister beraten in New York über Ukraine-Krieg und mögliche Sanktionen
Die EU-Außenminister befassen sich noch am Mittwoch bei einem Sondertreffen am Rande der UN-Generaldebatte mit der jüngsten Eskalation im Ukraine-Krieg - und wollen dabei auch über mögliche neue Sanktionen gegen Russland sprechen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sagte in New York, er habe das für den Abend (Ortszeit) geplante Treffen einberufen. Die Drohung des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit einem möglichen Einsatz von Atomwaffen nannte er "inakzeptabel".