Letzte Nachrichten
Dutzende Tote und hunderte Verletzte bei Erdbeben auf indonesischer Insel Java
Bei einem Erdbeben der Stärke 5,6 auf der indonesischen Insel Java sind am Montag mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen und hunderte weitere verletzt worden. Bislang seien mindestens 56 Todesopfer und rund 700 Verletzte gezählt worden, teilte der Gouverneur der Provinz West Java, Ridwan Kamil, mit. Rund um die besonders stark betroffene Stadt Cianjur wurden die Rettungseinsätze durch Stromausfälle und Erdrutsche erschwert.
Belgien kommt nicht hinterher beim Zerstören beschlagnahmter Drogen
Am Antwerpener Hafen in Belgien hat der Kokain-Schmuggel dermaßen zugenommen, dass den Behörden die Möglichkeiten zur Zerstörung beschlagnahmter Drogen ausgehen. "Es gibt ein Problem bei der Kapazität der Verbrennungsanlagen", sagte ein Sprecher des belgischen Zolls am Montag der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit Berichte belgischer Medien.
Schöpfer von Zeichentrick-Igel Sonic wegen Insiderhandels festgenommen
Einer der Schöpfer des Zeichentrick-Igels Sonic, Yuji Naka, ist wegen Insiderhandels festgenommen worden. Der 57-Jährige soll 10.000 Aktien des Spieleentwicklers Aiming im Wert von 2,8 Millionen Yen (19.400 Euro) gekauft haben, weil er gewusst habe, dass Aiming zusammen mit Nakas damaligem Arbeitgeber Square Enix kurz vor der Veröffentlichung des Smartphone-Spiels "Dragon Quest Tact" stand. Der Kurs von Aiming sprang nach der Veröffentlichung des Spiels von unter 300 Yen um mehr als 1000 Yen nach oben.
FDP kommt Union in Streit um Bürgergeld bei Sanktionen entgegen
Die FDP ist in einem zentralen Punkt des Streits um das Bürgergeld auf die Linie der Union eingeschwenkt. Generalsekretär Bijan Djir-Sarai schlug am Montag vor, ganz auf die geplante sechsmonatige "Vertrauenszeit" zu verzichten, die Bezieherinnen und Bezieher weitgehend vor Sanktionen durch die Arbeitsagentur schützen soll. Wie andere Ampel-Vertreter lehnte er dagegen den Unionsplan ab, zunächst nur die geplante Regelsatzerhöhung zu beschließen.
Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen gegen Abbas wegen Holocaust-Äußerung ab
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Aufnahme von Ermittlungen gegen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wegen dessen Holocaust-Äußerung bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt im August abgelehnt. Grund sei, dass kein Anfangsverdacht der Volksverhetzung vorliege, teilte die Behörde am Montag auf Anfrage mit. Der Vorgang liege nun aber der Generalstaatsanwaltschaft zur neuerlichen Prüfung vor, weil ein Anzeigender gegen die Entscheidung Beschwerde erhoben habe.
Baerbock zum Beginn einer Woche intensiver deutsch-französischer Diplomatie in Paris
Nach den Missklängen der vergangenen Wochen hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei ihrem Paris-Besuch am Montag die Stärke der deutsch-französischen Beziehungen betont. Bei ihrem Treffen mit ihrer französischen Kollegin Catherine Colonna sagte sie, dies gelte ungeachtet unterschiedlicher Positionen, etwa in der Energiepolitik. "Es gibt keine Scherben, die man in diesem Moment zusammenkehren muss", sagte Baerbock.
Erdogan erwägt Einsatz von Bodentruppen bei Militäroffensive in Nordsyrien
Nach massiven Luft- und Artillerieangriffen auf kurdische Stellungen im Norden Syriens erwägt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Einsatz von Bodentruppen im Nachbarland. Es könne "nicht die Rede davon sein", dass die aktuelle Militäroffensive "auf eine Luftoperation beschränkt" sei, sagte Erdogan am Montag. Die Bundesregierung rief Ankara auf, "verhältnismäßig zu agieren und dabei das Völkerrecht zu achten".
"One Love"-Streit: Neuendorf sieht DFB nicht eingeknickt
Präsident Bernd Neuendorf hat Kritik zurückwiesen, wonach der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im "One Love"-Streit eingeknickt sei. "Dem Vorwurf müssen wir uns nicht aussetzen", sagte der 61-Jährige. Neuendorf verwies auf die verweigerte Gefolgschaft des DFB für FIFA-Präsident Gianni Infantino auf dem Weg zu dessen Wiederwahl: "Das ist ein deutliches Signal."
Mann in Bayern schießt sich mit selbstgebastelter Waffe in den Bauch
Bei dem Versuch, mit einer selbstgebastelten Waffe Vögel zu vertreiben, hat sich ein Mann in Bayern in den Bauch geschossen. Der über 70-Jährige aus dem Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz sei mit einer Schussverletzung ins Krankenhaus gekommen, teilte die Polizei in Regensburg am Montag mit. Bei den Ermittlungen stellte sich demnach heraus, dass der Mann unter anderem aus Teilen eines Bolzenschussgeräts ein Schießrohr gebastelt hatte.
Iranische WM-Fußballer schweigen bei der Nationalhymne
Die Fußballer der iranischen Nationalmannschaft haben vor ihrem WM-Auftaktspiel gegen England ihre Nationalhymne nicht mitgesungen. Beim Abspielen der iranischen Hymne im Stadion am Montag in Doha schwiegen die Spieler als Zeichen der Solidarität mit den Regierungskritikern im Iran.
Habeck erwägt Staatsgarantien zur Ankurbelung von Ökostrom-Projekten
Angesichts eines stockenden Ausbaus der erneuerbaren Energien erwägt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Staatsgarantien für die Wind- oder Solarbranche. Denkbar seien Produktions- oder Abnahmegarantien, sagte er am Montag nach einem Branchengipfel und griff damit einen Vorschlag aus der Runde auf, "den wir bewerten werden". Knackpunkt sind die langen Genehmigungsverfahren - sie bremsen den Ausbau aus. "Der Markt ist sehr verunsichert", sagte Habeck.
Iranische Spieler schweigen bei Nationalhymne
Die Fußball-Nationalspieler des Irans haben vor ihrem WM-Auftaktspiel gegen England bei der eigenen Nationalhymne komplett geschwiegen. Damit sendete die Mannschaft angesichts von fast 400 Toten ein Zeichen der Solidarität an die Regime-Kritiker in der Heimat, auf der Tribüne hatten Frauen Tränen in den Augen. Bereits beim WM-Test gegen Nicaragua Anfang November hatten mit Vahid Amiri und Mehdi Torabi nur zwei Spieler mitgesungen, der Rest schwieg.
Deutschland will Polen mit Patriot-Abwehrsystem unterstützen
Deutschland will Polen nach dem Raketeneinschlag an der ukrainischen Grenze mit dem Raketenabwehrsystem des Typs Patriot unterstützen. "Wir haben Polen angeboten, bei der Absicherung des Luftraums zu unterstützen", sagte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) in einem Interview. Ihr polnischer Kollege Mariusz Blaszczak zeigte sich erfreut über das Angebot und schlug vor, das Abwehrsystem an der Grenze zur Ukraine zu stationieren.
Barton pfeift erstes deutsches WM-Spiel
Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador wird das erste Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Katar gegen Japan leiten. Dies teilte der Weltverband FIFA am Montag mit. Bartons Landsmann David Moran und Zachari Zeegelaar aus Suriname sind die Assistenten. Deutschland startet am Mittwoch (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Khalifa-International-Stadion in Doha ins Turnier.
Deutschland sagt 32 Millionen Euro Hilfe für Moldau zu
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat bei der Moldau-Konferenz in Paris zusätzliche Hilfen der Bundesregierung in Höhe von gut 32 Millionen Euro zugesagt. Diese Mittel sollen unter anderem für die Stärkung erneuerbarer Energien, den Ausbau kommunaler Infrastruktur und für den Umgang mit Flüchtlingen eingesetzt werden, hieß es am Montag in Delegationskreisen.
Lastwagen voller Weihnachtsbäume in Brandenburg gestohlen
Im brandenburgischen Mittenwalde ist ein mit Weihnachtsbäumen beladener Sattelzug mit Gabelstapler gestohlen worden. Die Ladung habe aus 40 Paletten mit Bäumen bestanden, teilte die Polizei in Cottbus am Montag mit. Nach einer ersten Schätzung betrage der Schaden 70.000 Euro.
Gericht: Führerschein kann bei Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden
Einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zufolge kann der Führerschein bei einer Vielzahl von Parkverstößen entzogen werden. Das Gericht wies nach Angaben vom Montag die Klage eines Autofahrers gegen den Entzug seiner Fahrerlaubnis ab. Das Urteil fiel demnach bereits Ende Oktober.
Bayerns Ministerpräsident Söder erneuert Kritik an Bürgergeld
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Kritik am geplanten Bürgergeld erneuert. "Die bisherige Ausgangskonstruktion der Ampel geht völlig in die falsche Richtung", sagte der CSU-Vorsitzende am Montag in München nach einer Parteivorstandssitzung. Deshalb habe Bayern im Bundesrat Einspruch gegen das Gesetz zum Bürgergeld erhoben. Erst bei "substanziellen Verbesserungen" könne der Weg für das Gesetz frei werden.
FDP kommt Union in Streit um Bürgergeld bei "Vertrauenszeit" entgegen
Die FDP ist in einem Kernpunkt des Streits um das Bürgergeld auf die Linie der Union eingeschwenkt. Generalsekretär Bijan Djir-Sarai schlug am Montag vor, bei der Einführung des Bürgergelds ganz auf die sechsmonatige "Vertrauenszeit" zu verzichten, in der Bezieherinnen und Bezieher weitgehend vor Sanktionen durch die Arbeitsagentur geschützt werden sollen. Wie andere Ampel-Vertreter lehnte er dagegen den Unions-Plan ab, zunächst nur die geplante Regelsatzerhöhung zu beschließen.
Nutria breitet sich in Deutschland aus
Nutrias breiten sich in Deutschland aus. Nach Angaben des Deutschen Jagdverbands (DJV) vom Montag hat sich der Anteil der Jagdreviere, in denen die Nagetiere vorkommen, von 2015 bis 2021 auf 44 Prozent mehr als verdoppelt. Besonders weit verbreitet ist die ursprünglich aus Südamerika stammende Art inzwischen in Nordrhein-Westfalen. Meldete 2015 ein Drittel der dortigen Jagdbezirke Vorkommen, waren es im vergangenen Jahr schon knapp zwei Drittel.
Habeck sieht in Verunsicherung des Markts große Hürde für Energiewende
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Zurückhaltung der Produktionsunternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien beklagt. "Der Markt ist sehr verunsichert", sagte er am Montag nach einem Branchengipfel in Berlin. Es gebe ein "Misstrauen und Abwarten", jedoch: ein Abwarten "können wir uns nicht leisten", sagte Habeck mit Blick auf die nötige Energiewende.
China kritisiert Rolle der Industriestaaten bei Weltklimakonferenz
China hat die traditionellen Industriestaaten für die unzureichenden Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Scharm el-Scheich verantwortlich gemacht. Die Industrieländer hätten "noch nicht ihre Verpflichtung erfüllt, jedes Jahr 100 Milliarden Dollar an Klimafinanzierung an Entwicklungsländer" zu zahlen, hob die chinesische Außenamtssprecherin Mao Ning am Montag in Peking hervor. Die Bundesregierung bekräftigte derweil am Montag ihre Forderung, dass die große Wirtschaftsmacht China sich nun auch an der Klimafinanzierung beteiligen müsse.
Peter Hebblethwaite von Fährunternehmen P&O "schlimmster Chef der Welt"
"Schlimmster Chef der Welt" ist aus Gewerkschaftssicht Peter Hebblethwaite vom britischen Fährunternehmen P&O. Er bekam die meisten Stimmen bei einer Onlineumfrage am Rande des Kongresses des Internationalen Gewerkschaftsbundes in Melbourne, wie dieser am Montag mitteilte. Hebblethwaite hatte im März von einem Tag auf den anderen 800 Beschäftigte entlassen und durch neue Mitarbeiter ersetzt, die weniger als den britischen Mindestlohn bekommen. Er argumentierte, P&O mache 100 Millionen Pfund Verlust im Jahr.
KfW: Investitionsstau bei Kitas wird größer
In die Kindertagesstätten wird einer Auswertung zufolge zu wenig investiert. Der am Montag gemeldete kommunale Investitionsrückstand bei den Kitas stieg laut Forschungszentrum der staatlichen Förderbank KfW im Jahr 2021 auf zehneinhalb Milliarden Euro. Nachdem die kommunalen Investitionen in Kitas bis zum Jahr 2020 stetig zugenommen hätten, seien sie seitdem wieder rückläufig, teilte KfW Research in Frankfurt am Main mit.
Dutzende Tote und hunderte Verletzte bei Erdbeben in Indonesien
Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind am Montag nach vorläufigen Behördenangaben Dutzende Menschen ums Leben gekommen und hunderte weitere verletzt worden. Bislang seien 46 Todesopfer und rund 700 Verletzte gezählt worden, sagte der Behördenchef der am stärksten betroffenen Stadt Cianjur, Herman Suherman. Durch das Beben der Stärke 5,6 wurden laut der Stadtverwaltung hunderte, "vielleicht sogar tausende Häuser" zerstört.
Studie: Wegen Krisen blickt Jugend weniger zuversichtlich in die Zukunft
Angesichts von Klimakrise, Krieg und Inflation blicken junge Menschen in Deutschland weniger zuversichtlich in die Zukunft. Wie aus der am Montag in Berlin veröffentlichten sogenannten Trendstudie Jugend in Deutschland hervorgeht, befürchtet die junge Generation ein Ende der Wohlstandsjahre. Die Befragten empfinden Lebensqualität, wirtschaftliche Lage, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Verhältnisse derzeit deutlich schlechter als noch vor sechs Monaten.
Baerbock zum Auftakt einer Woche intensiver deutsch-französischer Aktivität in Paris
Nach den Missklängen der vergangenen Wochen hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bei ihrem Paris-Besuch am Montag die Stärke der deutsch-französischen Beziehungen betont. Bei ihrem Treffen mit ihrer französischen Kollegin Catherine Colonna sagte sie, dies gelte ungeachtet unterschiedlicher Positionen, etwa in der Energiepolitik. "Es gibt keine Scherben, die man in diesem Moment zusammenkehren muss", sagte Baerbock.
FDP kommt Union in Streit um Bürgergeld entgegen
Die FDP ist in einem Kernpunkt des Streits um das Bürgergeld auf die Linie der Union eingeschwenkt. Generalsekretär Bijan Djir-Sarai schlug am Montag vor, bei der Einführung des Bürgergelds ganz auf die sechsmonatige "Vertrauenszeit" zu verzichten, in der Bezieherinnen und Bezieher weitgehend von Sanktionen durch die Arbeitsagentur geschützt werden sollen. In diesem Punkt gebe es bei der FDP "große Schnittmengen mit der Union", sagte Djir-Sarai. Die FDP sei der Meinung, "dass wir diese Vertrauenszeit fallen lassen können".
Frankfurter Korruptionsprozess gegen Oberstaatsanwalt beginnt im Januar
Der Korruptionsprozess gegen einen hessischen Oberstaatsanwalt vor dem Landgericht Frankfurt am Main beginnt am 13. Januar. Das Gericht setzte für die Hauptverhandlung zunächst 22 Termine bis Ende März an, wie es am Montag mitteilte. Oberstaatsanwalt Alexander B. soll einem befreundeten Unternehmer gegen Geld zu Aufträgen für Gutachten verholfen haben.
Manuel Neuer in Katar doch nicht mit "One-Love"-Armbinde
Manuel Neuer wird bei der Fußball-WM in Katar nicht wie angekündigt eine "One-Love"-Armbinde als Zeichen für Vielfalt und Toleranz tragen. Der Weltfußballverband Fifa habe "sehr deutlich" zu verstehen gegeben, dass er "sportliche Sanktionen" verhängen werde, "falls unsere Kapitäne die Armbinden auf dem Spielfeld tragen", erklärten sieben für die Fußball-WM in Katar qualifizierte europäische Fußballverbände am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Faeser plant Reise zu Auftaktspiel des deutschen WM-Teams nach Katar
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) plant, zum Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zu reisen. "Sie möchte die deutsche Mannschaft bei der WM unterstützen und daher das Auftaktspiel gegen Japan besuchen", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Faeser betonte demnach, dass sie auch "den Dialog mit der katarischen Regierung zu dortigen Reformen insbesondere zur Verbesserung der Menschenrechtssituation fortsetzen möchte".
Moldau-Konferenz soll neue Hilfen für Ukraines Nachbarland beschließen
Eine internationale Konferenz in Paris für die Republik Moldau soll neue Hilfen für das Nachbarland der Ukraine beschließen. "Die Bevölkerung in dem Land leidet", sagte die französische Außenministerin Catherine Colonna kurz vor Beginn der Konferenz. Sie verwies darauf, dass Moldau wegen der russischen Angriffe auf die Infrastruktur in der Ukraine keinen Strom mehr aus dem Nachbarland beziehen könne.