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Stamp: Bundesregierung will Verlagerung von Asylverfahren nach Afrika prüfen
Die Ampel-Regierung will nach Angaben des neuen Sonderbevollmächtigten für Migrationsabkommen, Joachim Stamp, die Verlegung von Asylverfahren nach Afrika prüfen. "Dann würden auf dem Mittelmeer gerettete Menschen für ihre Verfahren nach Nordafrika gebracht werden", sagte der frühere nordrhein-westfälische Integrationsminister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Das erfordert aber sehr viel Diplomatie und einen langen Vorlauf."
Rodeln: Eggert/Benecken holen Weltcup-Führung zurück
Die deutschen Rodel-Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken stehen auch im Weltcup wieder ganz oben. Eine Woche nach dem WM-Sieg in Oberhof gewann das Duo aus Thüringen auch das Rennen in Altenberg vor den bayerischen Dauerrivalen Tobias Wendl/Tobias Arlt. 66 Tausendstel trennten die beiden deutschen Teams nach zwei Läufen, auf Rang drei landeten die Letten Martins Bots/Roberts Plume.
Zweierbob-WM: Kalicki siegt vor Buckwitz - Nolte stürzt
Ein deutscher Doppelsieg und ein deutsches Drama: Kim Kalicki hat sich in St. Moritz erstmals zur Weltmeisterin im Zweierbob gekrönt - Olympiasiegerin Laura Nolte dagegen stürzte schwer und musste das Rennen vorzeitig beenden. Für Kalicki war es der größte Erfolg ihrer Karriere, und der gelang auch Lisa Buckwitz: Die 28-Jährige gewann mit nur fünf Hundertstelsekunden Rückstand Silber.
Brasilianische Marine versenkt maroden Flugzeugträger trotz Protesten
Trotz anhaltender Proteste von Umweltschutzorganisationen ist in Brasilien ein höchst maroder früherer Flugzeugträger im Atlantik versenkt worden. Das sechs Jahrzehnte alte Kriegsschiff sei am Freitagnachmittag (Ortszeit) etwa 350 Kilometer vor der Küste des Landes "kontrolliert" versenkt worden, teilte die brasilianische Marine mit. An dem ausgewählten Ort betrage die Meerestiefe rund 5000 Meter. Umweltschutzorganisationen sprachen von der Gefahr "unermesslicher Schäden" für Ökosysteme im Meer und Bewohner von Küstenregionen.
AfD-Chefin Weidel strebt Regierungsbeteiligung in Ländern an
Zehn Jahre nach der Parteigründung will die AfD ihre Strategie verstärkt auf erste Beteiligungen an Landesregierungen ausrichten. AfD-Parteichefin Alice Weidel verwies gegenüber der "Welt am Sonntag" auf gute Umfragewerte vor den Landtagswahlen im kommenden Jahr in Brandenburg, Sachsen und Thüringen.
Straßer bei WM-Generalprobe schon weit zurück
Skirennläufer Linus Straßer hat das Podium bei der WM-Generalprobe in Chamonix schon nach dem ersten Lauf aus den Augen verloren. Der Münchner hat nach einer soliden Fahrt ohne grobe Patzer als Achter vor dem Finale bereits 0,71 Sekunden Rückstand auf die Top drei.
Höfl-Riesch: Olympia in Deutschland unrealistisch
Die dreimalige Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hält eine erfolgreiche deutsche Bewerbung um die Spiele für unrealistisch. "Ich persönlich fänd's toll, glaube aber nicht, dass die Idee durchsetzbar ist", sagte Höfl-Riesch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Pakistan will nach Selbstmordanschlag in Moschee Taliban-Anführer um Unterstützung bitten
Nach einem verheerenden Selbstmordanschlag auf eine Moschee innerhalb des Polizeipräsidiums im pakistanischen Peshawar will die Regierung einen führenden Taliban-Vertreter in Afghanistan um Unterstützung gegen weitere Angriffe bitten. Islamabad wolle die Taliban "bitten, dafür zu sorgen, dass ihr Boden nicht von Terroristen gegen Pakistan benutzt wird", erklärte der Sondermitarbeiter des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, Faisal Karim Kundi, am Samstag. Die Regierung werde daher Delegationen in die iranische Hauptstadt Teheran und die afghanische Hauptstadt Kabul entsenden.
Nestlé-Chef kündigt weitere Preissteigerungen bei Lebensmitteln an
Der Vorstandschef des Lebensmittelkonzerns Nestlé, Ulf Mark Schneider, hält weitere Preiserhöhungen für die Produkte des Unternehmens in diesem Jahr für unvermeidbar. "Wir sind nicht der Verursacher dieser Inflation, wir sind von ihr getroffen wie jeder Konsument auch", sagte Schneider der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir haben die für uns anfallenden Mehrkosten noch nicht vollständig weitergegeben. Es wird daher weitere Preissteigerungen geben."
Zweierbob-WM: Nolte stürzt im dritten Lauf
Für Olympiasiegerin Laura Nolte ist die Weltmeisterschaft im Zweierbob nach einem schweren Sturz vorzeitig gelaufen. Im dritten von vier Durchgängen in St. Moritz kippte der Bob schon recht früh auf die Seite und rutschte mit hohem Tempo seitwärts in Richtung Ziel. Nolte und Anschieberin Neele Schuten versuchten sich im schützenden Schlitten zu halten.
NBA: Sieg für Wagner-Brüder nach Handgemenge in Minnesota
Ungeachtet eines wüsten Handgemenges, nach dem fünf Spieler des Feldes verwiesen wurden, haben die deutschen Nationalspieler Moritz und Frank Wagner in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA mit Orlando Magic einen wertvollen Auswärtssieg gefeiert. Das Team aus Florida setzte sich bei den Minnesota Timberwolves mit 127:120 durch.
Ukrainischer Botschafter: Gipfel in Kiew eindeutiges Signal für EU-Beitritt
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat das Treffen von EU-Spitzenvertretern mit der ukrainischen Führung in Kiew als klares Signal für den Willen der Europäischen Union begrüßt, die Ukraine in die Gemeinschaft aufzunehmen. "Die Botschaft dieses Tages ist eindeutig: Die Ukraine wird EU-Mitglied werden", sagte Makeiev dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). Sein Land werde "alles dafür tun, den Beitrittsprozess so schnell wie möglich abzuschließen".
Depardieu will sich nicht mehr zu Ukraine-Krieg äußern
Der französische Schauspielstar und russische Staatsbürger Gérard Depardieu will sich eigenen Angaben zufolge vorerst nicht mehr über den Ukraine-Krieg äußern. "Mehr möchte ich zu dem Thema nun nicht mehr sagen als: Krieg ist großer Schwachsinn", sagte Depardieu im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Depardieu betonte zudem, er werde an seiner russischen Staatsbürgerschaft festhalten, die er 2013 nach einem persönlichen Angebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin angenommen hatte.
Peruanisches Parlament verhindert Neuwahlen für die kommenden Monate
Vor dem Hintergrund der anhaltenden gewaltsamen Proteste gegen die Regierung hat das Parlament in Peru eine Entscheidung über Neuwahlen noch in diesem Jahr zunächst bis voraussichtlich August verhindert. Unter Berufung auf einen Verfahrensfehler lehnte der Verfassungsausschuss des peruanischen Parlaments es am Freitag (Ortszeit) ab, einen von Präsidentin Dina Boluarte eingebrachten Gesetzentwurf zu behandeln, mit dem die Parlamentswahl auf den Oktober 2023 vorverlegt werden sollte.
Zverevs Weg zurück: "Bestes Match seit meiner Verletzung"
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich erfreut über seinen nächsten Schritt auf dem Weg zurück zu alter Klasse gezeigt. "Das war bei Weitem mein bestes Match seit der Verletzung", sagte der 25-Jährige nach dem überzeugenden 6:4, 6:1 gegen Stan Wawrinka beim Davis-Cup-Duell der deutschen Mannschaft mit der Schweiz in Trier.
Höfl-Riesch traut Shiffrin 100 Weltcupsiege zu
Die dreifache Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch traut der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin zu, die Rekordmarke für Weltcupsiege in schwindelerregende Höhen zu treiben. "Ich gehe davon aus, dass sie noch ein paar Jahre als aktive Sportlerin vor sich hat und mindestens bis zu den Olympischen Spielen 2026 weiterfährt. Wenn sie das macht, wird sie die Marke von 100 Weltcupsiegen sicher knacken", sagte Höfl-Riesch im Interview mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.
Babbel übt Kritik am FC Bayern: "Gefährliches Fahrwasser"
Laut Markus Babbel haben sich einige Protagonisten von Fußball-Rekordmeister Bayern München während der dort aktuell herrschenden Unruhe angreifbar gemacht. Es mehrten sich aktuell "unglückliche Bausteine", "da kommt man in gefährliches Fahrwasser", sagte der Europameister von 1996 in einem Interview mit dem Online-Portal "888sport". Am Kader würde es jedoch nicht liegen, den bezeichnete er als "eine Weltauswahl".
Vettel über Formel-1-Maulkorb: "Ein bisschen Quatsch"
Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat kein Verständnis für das Vorgehen des Weltverbandes FIA gegen politische Statements im Motorsport. "Das ist ein bisschen ein Quatsch", sagte Vettel den Zeitungen tz und Münchner Merkur. Der 35-Jährige hatte nach der vergangenen Saison seine Karriere beendet.
++FRÜHDIENST++ Die Sport-Höhepunkte am Samstag, 04. Februar
Am 19. Bundesliga-Spieltag empfängt der Tabellenvierte Dortmund den punktgleichen Fünften aus Freiburg. Beide Mannschaften liegen nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Bayern München. Unter der Regie von Erfolgscoach Streich hat der Sport-Club beim BVB bisher noch nie gewonnen und nur einen Punkt in zehn Partien geholt. Anstoß ist um 15.30 Uhr.
Generalbundesanwalt: Derzeit keine Belege für Nordstream-Sprengung durch Russland
Die Ermittlungen zur Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee haben aus Sicht der Ermittler bisher keine Beweise für eine Urheberschaft Russlands erbracht. "Das ist derzeit nicht belegbar", sagte Generalbundesanwalt Peter Frank der "Welt am Sonntag". Die Ermittlungen dauern demnach an.
Punk-Ikone Johnny Rotten scheitert bei irischem Vorentscheid zum ESC
Punk-Legende Johnny Rotten muss den Traum von einer Teilnahme am diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) begraben. Er scheiterte am Freitagabend mit seiner Rockband Public Image Ltd beim irischen Vorentscheid zum ESC. Sieger wurde die Rockband Wild Youth, die nun Irland beim Finale des größten europäischen Musikwettbewerbes im Mai in Liverpool vertritt.
Pentagon: Zweiter chinesischer Spionage-Ballon fliegt über Lateinamerika
Nach der Entdeckung eines mutmaßlichen chinesischen Spionage-Ballons über den USA ist nun nach Pentagon-Angaben ein zweiter derartiger Ballon über Lateinamerika aufgetaucht. "Es gibt Berichte über einen Ballon, der über Lateinamerika fliegt", erklärte am Freitagabend der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Pat Ryder. "Nach unserer Einschätzung ist es ein weiterer chinesischer Spionage-Ballon." Den genauen Ort des Ballons nannte der Sprecher nicht.
Branchenverband rechnet mit sinkendem Marktanteil von Elektroautos
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet in diesem Jahr mit einem sinkenden Marktanteil für Elektroautos in Deutschland. "Der Anteil von E-Pkw an den gesamten Pkw-Zulassungen dürfte 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um drei Prozent auf 28 Prozent sinken", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller der "Welt am Sonntag" laut Vorabmeldung vom Samstag.
Brasilien versenkt ungeachtet von Protesten maroden Flugzeugträger im Atlantik
Ungeachtet der Proteste von Umweltschützern hat Brasilien einen höchst maroden früheren Flugzeugträger im Atlantik versenkt. Das sechs Jahrzehnte alte Kriegsschiff sei am Freitagnachmittag (Ortszeit) etwa 350 Kilometer vor der Küste des Landes "kontrolliert" versenkt worden, teilte die brasilianische Marine mit. An dem ausgewählten Ort betrage die Meerestiefe rund 5000 Meter.
Freispruch für Elon Musk in Betrugsprozess um irreführende Tesla-Tweets
Im Prozess gegen Elon Musk wegen irreführender Tweets zum Elektroautobauer Tesla ist der Unternehmenschef vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Diese Entscheidung traf am Freitag eine Jury in San Francisco. In dem Prozess ging es um Ankündigungen von Musk im Kurzbotschaftendienst Twitter im Jahr 2018, die starke Kursschwankungen an der Börse ausgelöst hatten.
Berisha beglückt Augsburg: Nächster Dämpfer für Leverkusen
Bayer Leverkusen hat bei seiner Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga den nächsten herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Werkself unterlag nach einem schwachen Auftritt beim Abstiegskandidaten FC Augsburg 0:1 (0:0) und hat die Europapokalplätze vorerst aus den Augen verloren. Der FCA bejubelte einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenverbleib und im zwölften Anlauf den ersten Heimsieg gegen seinen Angstgegner Leverkusen.
Papst Franziskus fordert Führung des Südsudan zu "Neuanfang" auf
Papst Franziskus hat nach seiner Ankunft im Südsudan am Freitag die Führung des ostafrikanischen Landes zu einem "Neuanfang" für den Frieden aufgerufen. "Der Prozess des Friedens und der Versöhnung erfordert einen Neuanfang" und könne nicht länger aufgeschoben werden, sagte der Papst am Freitag in einer Rede vor Präsident Salva Kiir und anderen Politikern, religiösen Führern und Königen im Präsidentenpalast der Hauptstadt Juba.
Davis Cup: Zverev bringt Deutschland zurück in die Spur
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat Deutschland im Davis-Cup-Duell mit der Schweiz zurück in die Spur gebracht. Nach der Auftaktniederlage von Oscar Otte gewann der 25-Jährige gegen den dreimaligen Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka mit 6:4, 6:1 und erzielte den 1:1-Ausgleich.
Darmstadt festigt Tabellenführung - Paderborn gewinnt
Spitzenreiter Darmstadt 98 hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder vorgelegt. Beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen gewannen die Lilien am Freitagabend mit 4:0 (2:0) und bauten ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz vorerst auf sechs Punkte aus. Sandhausen verpasste es, nach dem Auswärtssieg in Bielefeld zum Jahresauftakt nachzulegen und liegt nur zwei Zähler vor einem direkten Abstiegsplatz.
Gibraltar beschuldigt Spanien "eklatanter Verletzung" der britischen Souveränität
Nach Schüssen spanischer Zollbeamter auf mutmaßliche Schmuggler im britischen Überseegebiet Gibraltar hat dessen Regierung Spanien beschuldigt, die Souveränität des Vereinigten Königreichs "verletzt" zu haben. Die Fakten zeigten "eine eklatante Verletzung der britischen Souveränität und möglicherweise den ernsthaftesten und gefährlichsten Vorfall seit Jahren", erklärte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo am Freitag gemeinsam mit dem Gouverneur der britischen Exklave.
EU-Ratspräsident sieht Zukunft der Ukraine bei der EU
Bei einem Gipfeltreffen in Kiew hat die EU am Freitag die "beträchtlichen Anstrengungen" der Ukraine bei ihrer Bewerbung um die Mitgliedschaft in dem Bündnis gewürdigt. "Die Zukunft der Ukraine ist bei der EU ", betonte EU-Ratspräsident Charles Michel am Freitag nach dem EU-Ukraine-Gipfel in Kiew. Kurz darauf sagte Washington der Ukraine Präzisionsraketen mit größerer Reichweite zu. Frankreich und Italien verkündeten, Boden-Luft-Raketensysteme zu liefern.
Meloni spricht sich in Berlin für flexiblere Verwendung von EU-Geldern aus
Italiens ultrarechte Regierungschefin Giorgia Meloni hat sich bei ihrem Antrittsbesuch in Berlin für eine flexiblere Verwendung von EU-Geldern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen ausgesprochen. Eine Lösung "wäre zum Beispiel eine vollständige Flexibilität der bereits bestehenden Fonds", sagte Meloni bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag. Als Beispiel nannte sie etwa die im Rahmen des europäischen Corona-Wiederaufbaufonds zugesagten Gelder.