Letzte Nachrichten
Kartellamt leitet erste Missbrauchsverfahren gegen Energieversorger ein
Das Bundeskartellamt in Bonn hat erste Missbrauchsverfahren gegen Energieversorgungsunternehmen eingeleitet, die möglicherweise zu hohe Erstattungen vom Staat wegen der Energiepreisbremsen verlangt haben. Es handele sich um eine zweistellige Zahl von Gasversorgern, teilte am Montag Kartellamtspräsident Andreas Mundt mit. "Wir haben Anhaltspunkte dafür, dass die zugrundeliegenden Preise gegenüber den Endkunden sachlich nicht gerechtfertigt sein könnten."
Bundesnetzagentur sieht kaum Auswirkungen von Atomausstieg
Einen Monat nach der Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke sieht die Bundesnetzagentur kaum Auswirkungen auf dem Strommarkt. An der Börse seien keine Preissteigerungen festzustellen, Strom sei im Gegenteil sogar billiger geworden, sagte die Vizepräsidentin der Behörde, Barbie Kornelia Haller, am Montag dem Bayerischen Rundfunk. "Die Auswirkungen sind extrem gering", stellte sie fest.
Berliner Aquarium Sea Life öffnet nach Aquadom-Unglück wieder
Fünf Monate nach dem Platzen des Aquadoms in einem Berliner Hotel hat das benachbarte Aquarium Sea Life wieder eröffnet. Dies teilte das Betreiberunternehmen am Montag mit. Beim Platzen der rund 16 Meter hohen Wassersäule war Mitte Dezember schlagartig eine Million Liter Wasser ausgelaufen. Das Unglück hinterließ ein Trümmerfeld in der Innenstadt nahe dem Alexanderplatz.
DAK-Umfrage: Zusammenhalt in Deutschland hat durch Pandemie und Krisen gelitten
Der Zusammenhalt in Deutschland hat nach mehrheitlicher Einschätzung durch Pandemie, Ukraine-Krieg und Energiekrise deutlich gelitten. In einer am Montag in Hamburg veröffentlichten Forsa-Umfrage für die DAK-Gesundheit sagen 70 Prozent der Bevölkerung, dass sich das Miteinander in den vergangenen drei Jahren verschlechtert habe.
Süßwarenindustrie-Beschäftigte fordern deutlich mehr Geld für untere Tarifgruppen
Die Beschäftigten in der Süßwarenindustrie haben deutliche Gehaltssteigerungen gefordert und mit Streiks gedroht. "Das ist die letzte Chance für die Arbeitgeber, flächendeckende Streiks zu verhindern", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Freddy Adjan, vor der am Montag startenden zweiten Tarifverhandlungsrunde.
Schwan muss nach Flugunfall in Essen aus Brückengeländer befreit werden
Nach einem missglückten Flugmanöver ist ein Schwan in Essen in einem Brückengeländer stecken geblieben. Das Tier konnte sich nach der Bruchlandung nicht selbst aus seiner Lage befreien, wie die Polizei in Dortmund am Montag mitteilte. Feuerwehr und Bundespolizei bargen den "gefiederten Freund" demnach. Der Schwan kam mit Verletzungen an Flügel und Brustkorb in tierärztliche Behandlung.
Brüssel rechnet nur mit 0,2 Prozent Wachstum in Deutschland in diesem Jahr
Die EU-Kommission sieht die Konjunkturaussichten für Deutschland zurückhaltender als die Bundesregierung: Die Brüsseler Behörde rechnet nur mit einem Wachstum von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im laufenden Jahr, wie sie in ihrer am Montag veröffentlichten Frühjahrsprognose schreibt. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Ende April vorausgesagt hatte.
Jusos und Grüne Jugend kritisieren Flüchtlingspolitik der Ampel-Koalition
Die Jusos und die Grüne Jugend haben ihre Parteispitzen gemeinsam zu einer Umkehr in der Asylpolitik aufgerufen. Die von der Ampel-Koalition hierzu verabredeten Verschärfungen kritisierten beide Nachwuchsorganisationen am Montag als Bruch des Koalitionsvertrages. "Wir sind entsetzt", betonten Juso-Chefin Jessica Rosenthal und Grüne-Jugend-Sprecher Timon Dzienus in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).
Macron empfängt Milliardär Musk im Elysée
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den Multimilliardär Elon Musk am Montag im Elysée empfangen. Sie hätten über "die Attraktivität Frankreichs" mit Blick auf ausländische Investoren gesprochen, teilte der Elysée mit, ohne Details zu nennen. Bei ihrem letzten Treffen im Dezember in New Orleans hatten der Präsident und der US-Unternehmer bereits über Vorhaben wie die Produktion elektrischer Autos und Batterien gesprochen.
Selenskyj trifft nach Paris-Visite Premierminister Sunak in London
Die britische Regierung hat am Montag angekündigt, der Ukraine zeitnah sowohl "hunderte" Luftabwehrraketen als auch Kampfdrohnen zu liefern. Die neue militärische Unterstützung werde "in den kommenden Monaten geliefert, während sich die Ukraine darauf vorbereitet, ihren Widerstand gegen die anhaltende russische Invasion zu verstärken", hieß es am Montag in einer Erklärung des Regierungssitzes Downing Street.
Weltgrößter US-Goldproduzent Newmont übernimmt Konkurrenten Newcrest in Ausralien
Der größte Goldproduzent der Welt, Newmont aus den USA, kann seinen australischen Konkurrenten Newcrest übernehmen: Newcrest teilte am Montag mit, das Unternehmen akzeptiere das Übernahmeangebot in Höhe von 19 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro). Newmont baut seine führende Position damit weiter aus - der Konzern baut dann Gold und Kupfer in Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und Papua-Neuguinea ab.
Lang: Grüne müssen Kernthema soziale Gerechtigkeit stärker betonen
Die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang hat nach der Wahlschlappe ihrer Partei in Bremen angekündigt, das Kernthema soziale Gerechtigkeit stärker zu betonen. Zwar werde das Ziel der Klimaneutralität weiter eine wichtige Rolle spielen, sagte Lang am Montag den Sendern RTL und ntv. Die Grünen müssten aber besser darin werden, dieses Thema mit dem "materiellen Kern der sozialen Sicherheit zu verbinden".
Geywitz wertet SPD-Erfolg in Bremen als Verdienst von Bovenschulte
Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Klara Geywitz hat den Erfolg ihrer Partei bei der Bürgerschaftswahl in Bremen als Verdienst von Spitzenkandidat Andreas Bovenschulte gewertet. "Die Beliebtheit von Andreas Bovenschulte war ganz ursächlich dafür, dass er so ein gutes Ergebnis für die SPD eingefahren hat", sagte Geywitz am Montag dem MDR. Es sei immer wichtig, einen bekannten und beliebten Spitzenkandidaten zu haben.
Nach Absage von Streik sollen Montag doch 90 Prozent der Züge nach Plan fahren
Nach Absage des Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sollen am Montag doch deutlich mehr Züge im Fernverkehr der Deutschen Bahn fahren als zunächst angenommen. Der Bahnbetrieb sei am Morgen "weitgehend planmäßig angelaufen", so dass rund 90 Prozent der regulär geplanten Züge am Montag fahren würden, teilte die DB mit. Am Dienstag werde das vollständige Zugangebot zur Verfügung stehen.
70-Jähriger stirbt bei Sandbahnrennen in Niedersachsen
Bei einem Sandbahnrennen im niedersächsischen Mulmshorn ist am Sonntag ein Motorradfahrer tödlich verunglückt. Wie die Polizei in Rotenburg am Montag mitteilte, kam der 70-Jähre mit seinem Langbahnmotorrad in einer Rechtskurve von der Rennbahn ab. Demnach überschlug sich das Motorrad. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort.
Oppositionschef Pita Limjaroenrat beansprucht Wahlsieg in Thailand
Nach einem klaren Sieg seiner oppositionellen Move-Forward-Partei (MFP) bei der Parlamentswahl in Thailand hat Parteichef Pita Limjaroenrat den Wahlsieg für sich beansprucht. "Ich bin Pita Limjaroenrat, der nächste Ministerpräsident Thailands", sagte er am Montag vor Journalisten in der MFP-Zentrale in Bangkok. "Wir sind bereit, die Regierung zu bilden", fügte er hinzu und versprach, ein "Ministerpräsident für alle" zu sein.
Dreimal mehr ungenutzte Büroarbeitsplätze als vor Corona
In Deutschlands Büros sind laut einer Ifo-Umfrage an einem durchschnittlichen Tag drei Mal so viele Arbeitsplätze ungenutzt wie vor der Corona-Pandemie. Der Anteil betrage im Schnitt aktuell 12,3 Prozent, wie das Ifo-Institut in München am Montag mitteilte. Vor der Pandemie habe dieser Anteil bei nur 4,6 Prozent gelegen. Viele Beschäftigte arbeiten mittlerweile oft im Homeoffice.
Schult: "Kann Moralpredigten von Infantino nicht verstehen"
Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat im schwelenden Streit um die TV-Rechtevergabe für die Frauen-WM FIFA-Präsident Gianni Infantino erneut kritisiert. "Das Schlimmste und Unmoralischste ist für mich, den Prozess so kurzfristig zu starten. Ich kann die Moralpredigten von Infantino über Respekt nicht verstehen, weil das respektlos ist und nicht dem Wert angemessen, den diese Sportart hat", sagte Schult in Blickpunkt Sport des Bayerischen Fernsehens.
Krisendiplomatie, Menschenrechte, Energiequellen: Baerbock bricht auf zu Golf-Reise
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist am Montag zu ihrem ersten Besuch in die Golf-Region gereist. Schwerpunkt ihrer Gespräche in Saudi-Arabien, der ersten Station der Reise, sollen die Konflikte im Sudan und im Jemen sein. Am Dienstag reist Baerbock dann ins Emirat Katar weiter. "In den aktuellen Krisen der Region haben die Stimmen Saudi-Arabiens und Katars enormes Gewicht", erklärte Baerbock zum Auftakt ihrer Reise.
Matthäus: "Müller würde bei mir immer spielen"
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat in der Diskussion um Bayern Münchens Ikone Thomas Müller einmal mehr dessen immensen Wert für den Rekordmeister herausgestellt. "Für mich gehört Thomas Müller nicht nur aufgrund der Form, sondern auch aufgrund seiner Persönlichkeit von Anfang an in diese Mannschaft", sagte Matthäus bei Sky 90.
Kohler: BVB-Auswärtsschwäche "in den Köpfen"
Für Weltmeister Jürgen Kohler ist die anhaltende Auswärtsschwäche von Titelkandidat Borussia Dortmund ein mentales Problem. "Das sitzt in den Köpfen und lässt sich nicht einfach ausblenden, auch wenn der Trainer es gerne hätte und die Spieler es behaupten", schrieb Kohler in seiner kicker-Kolumne.
NHL: Draisaitl mit den Oilers ausgeschieden
Der Stanley-Cup-Traum von Eishockey-Superstar Leon Draisaitl ist auch im neunten Anlauf geplatzt. Der gebürtige Kölner verlor mit seinen Edmonton Oilers das sechste Spiel im Play-off-Viertelfinale der Profiliga NHL gegen die Vegas Golden Knights mit 2:5. Durch die vierte Niederlage der Oilers ist die Serie entschieden, Las Vegas trifft im Halbfinale der Western Conference auf den Sieger des Duells Dallas Stars gegen Seattle Kraken.
TJ Shorts am Ziel, aber: "Der Marathon geht weiter"
Erst dankte TJ Shorts Jesus Christus, dann den Telekom Baskets Bonn. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Mein Dank geht an jeden in diesem Verein", sagte der Matchwinner des Basketball-Bundesligisten nach dem Finaltriumph in der Champions League: "Das fühlt sich nicht real an."
Leipzig mit tragender Rolle im Meisterschaftskampf?
RB Leipzig ist auf dem besten Weg in die Champions League - und kann auch im Meisterschaftskampf noch zum Zünglein an der Waage werden. "Dass ich einer Menge Leute in Dortmund den Titel gönne, ist auch richtig. Aber am Ende des Tages geht es um uns", sagte Trainer Marco Rose nach dem furiosen 2:1-Comeback-Sieg gegen Werder Bremen am Sonntag bei DAZN.
Rose wütet über VAR: "Hört auf mit dem Unsinn"
Gute Freunde werden Marco Rose und der Video Assistant Referee mit Sicherheit nicht mehr. "Meine Meinung zum VAR kennt man ja. Lasst die Jungs auf dem Platz entscheiden. Macht bezahlbaren Wohnraum daraus oder Lagerboxen für Möbel, aber hört auf mit dem Unsinn", schimpfte der Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig nach dem 2:1-Sieg gegen Werder Bremen.
Zweites Amtsenthebungsverfahren gegen Ecuadors Präsident soll Dienstag beginnen
Ecuadors Präsident Guillermo Lasso muss sich ab Dienstag einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Das teilte der Präsident des ecuadorianischen Parlaments, Virgilio Saquicela, am Sonntag mit. Es ist in diesem Jahr bereits der zweite Versuch des von der Opposition dominierten Parlaments, den Staatschef seines Amtes zu entheben.
Studie: Deutsche konsumieren in Krisenjahren seit 2020 mehr Alkohol und Drogen
Einer Umfrage unter Psychotherapeuten und Psychiatern zufolge konsumieren die Deutschen wegen der aktuellen Krisen mehr Alkohol und Drogen. Auch der Konsum von stimmungsaufhellenden Medikamenten und Schmerzmitteln habe über die vergangenen drei Krisenjahre zugenommen, teilte die Krankenkasse Pronova BKK am Montag in Leverkusen mit. Sie hatte im Januar und Februar 150 Psychiaterinnen und Psychiater sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten in Praxen und an Kliniken befragt.
Chefin von Menschenrechtsausschuss fordert Baerbock zu Klartext am Golf auf
Die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Renata Alt (FDP), hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zu klaren Worten bei ihrer Reise auf die Arabische Halbinsel aufgefordert. "Menschenrechte sind nicht verhandelbar und dürfen für nichts, auch nicht für billiges Gas, unter den Teppich gekehrt werden", sagte die Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur AFP. Bei Baerbocks Gesprächen in Saudi-Arabien und Katar müssten die Menschenrechte "zentrales Gesprächsthema sein und kontinuierlich thematisiert werden".
Biden vor Gesprächen über drohenden Zahlungsausfall der USA "optimistisch"
US-Präsident Joe Biden hat sich zuversichtlich gezeigt, eine Einigung mit den oppositionellen Republikanern zur Vermeidung eines Zahlungsausfall des Landes treffen zu können. "Ich denke, wir werden es tun können", sagte Biden am Sonntag während einer Fahrradtour in Delaware zu Journalisten. "Ich glaube wirklich, es gibt ein Verlangen auf ihrer Seite und unserer, eine Vereinbarung zu treffen", fügte der Präsident hinzu.
Baerbock reist nach Saudi-Arabien und Katar
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bricht am Montag zu ihrer ersten Reise auf die Arabische Halbinsel seit ihrem Amtsantritt auf. Zentrale Themen der dreitägigen Visite in Saudi-Arabien und Katar sind die Bemühungen um eine Beilegung der Krisen im Jemen und im Sudan, die Zusammenarbeit in Energiefragen und die Lage der Menschenrechte. Baerbocks erste Station ist die saudiarabische Hafenstadt Dschiddah, wo sie am Nachmittag ihren Kollegen Prinz Faisal bin Farhan treffen wird. Eine gemeinsame Pressekonferenz ist nicht vorgesehen.
Kandidaten in der Türkei stellen sich auf Stichwahl ein
Bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei scheinen sich die beiden Hauptkonkurrenten auf eine Stichwahl in zwei Wochen einzustellen. Oppositionskandidat Kemal Kilicdaroglu sagte nach der Auszählung fast aller Stimmen am frühen Montag, im Falle einer Stichwahl "werden wir die zweite Runde unbedingt gewinnen". Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan verwies vor Anhängern in Ankara auf seine "klare Führung", zeigte sich aber ebenfalls bereit für eine Stichwahl.
Türkischer Oppositionskandidat Kilicdaroglu gelobt Sieg bei Stichwahl
Der Oppositionskandidat bei der Präsidentschaftswahl in der Türkei, Kemal Kilicdaroglu, hat nach Auszählung fast aller Stimmen gelobt, eine mögliche Stichwahl in zwei Wochen zu gewinnen. Sollten die Ergebnisse des ersten Wahlganges eine Stichwahl nötig machen, "werden wir die zweite Runde unbedingt gewinnen", sagte Kilicdaroglu vor Journalisten. "Der Wille in der Gesellschaft zur Veränderung ist höher als 50 Prozent", zeigte er sich zuversichtlich.