Letzte Nachrichten
Mindestens sieben Tote bei israelischem Einsatz im Westjordanland
Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind am Montag nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Palästinenser getötet und 27 weitere verletzt worden. In der Region um die Stadt Dschenin habe es "Bombenangriffe aus der Luft und eine Invasion am Boden" gegeben, sagte der Direktor des palästinensischen Roten Halbmonds in Dschenin, Mahmud al-Saadi, der Nachrichtenagentur AFP. Die israelische Armee sprach von einem "großangelegten Anti-Terror-Einsatz".
Ampel-Koalition ringt weiter um Einigung in Streit um Kindergrundsicherung
Kurz vor dem geplanten Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt 2024 und zur mittelfristigen Finanzplanung ringt die Ampel-Koalition weiter um die Kindergrundsicherung. Die in der Finanzplanung für 2025 vorgesehenen zwei Milliarden Euro seien als "Merkposten" veranschlagt worden, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) dem "Handelsblatt" vom Montag. Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hält zwölf Milliarden Euro jährlich für notwendig. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge erwartet eine rasche Beilegung des Streits: "Wir reden jetzt sehr im Detail miteinander."
18-Jährige in Baden-Württemberg tagelang festgehalten und vergewaltigt
Ein Mann soll eine 18-Jährige in Baden-Württemberg entführt, drei Tage lang festgehalten und vergewaltigt haben. Der 37-Jährige wurde am vergangenen Mittwoch in Marbach im Landkreis Ludwigsburg festgenommen, wie die Polizei in Stuttgart und die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Montag mitteilten. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Werder Bremen trauert: Klub-Legende Höttges verstorben
Werder Bremen trauert: Klub-Legende Horst-Dieter Höttges ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Das bestätigte der Klub auf SID-Anfrage. Zuvor hatten die Deichstube und die Bild-Zeitung über den Tod des ehemaligen Nationalspielers berichtet. Der Bremer Ehrenspielführer war schon vor Jahren an Demenz erkrankt und lebte mit seiner Frau in einer Seniorenresidenz in der Nähe von Bremen. Zuletzt soll sich sein Gesundheitszustand stark verschlechtert haben.
Fast fünf Jahre Haft für Mitarbeiterin von Kölner Ausländeramt in Schleuserprozess
Eine Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramts ist nach Unterstützung einer mutmaßlichen Schleuserbande vom Landgericht in der Domstadt zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die 60-Jährige soll für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin am Montag sagte. Die Frau soll gegen Geld Aufenthaltsdokumente gefälscht haben.
Golf: Jäger nach Traumrunde in den Top Ten
Dank einer Traumrunde hat Golfprofi Stephan Jäger erstmals in diesem Jahr auf der US-Tour die Top Ten erreicht. Beim Turnier in Detroit/Michigan spielte der gebürtige Münchner zum Abschluss eine beeindruckende 63er-Runde und stellte damit den Platzrekord auf dem Par-72-Kurs ein. Mit insgesamt 270 Schlägen nach vier Runden landete der 34-Jährige auf dem geteilten neunten Platz.
Zahl von Kegelrobben in Wattenmeer und auf Helgoland wächst
Die Zahl der Kegelrobben im Wattemeer der Nordsee und auf Helgoland wächst. Wie das sogenannte Gemeinsame Wattenmeersekretariat im niedersächsischen Wilhelmshaven am Montag mitteilte, stieg die Zahl der Jungtiere in den vergangenen fünf Jahren jährlich um durchschnittlich 13 Prozent, die der erwachsenen Tiere parallel um zwölf Prozent. Die meisten Kegelrobben leben im niederländischen Wattenmeer, die zweitgrößte Population findet sich auf der deutschen Hochseeinsel Helgoland.
TV-Quote: U21-Handballer knacken Millionenmarke
Deutschlands U21-Handballer haben beim goldenen Abschluss ihrer Heim-WM die Millionenmarke bei den TV-Zuschauern geknackt. Im Schnitt 1,03 Millionen Menschen verfolgten den Finalerfolg des deutschen Teams gegen Ungarn (30:23) bei Eurosport, in der Spitze waren es 1,27 Millionen. Der Marktanteil der Übertragung lag bei 6,6 Prozent. Damit erreichte die DHB-Auswahl, die alle ihre acht WM-Spiele gewann, zum Turnier-Abschluss einen Bestwert.
Krawalle in Frankreich überschatten auch Haute-Couture-Schauen in Paris
Die Krawalle in Frankreich überschatten auch die Haute-Couture-Schauen in Paris. Das Modehaus Celine sagte ein für Sonntagabend geplantes Defilee ab. Celine-Chefdesigner Hedi Slimane erklärte, angesichts der "ungewissen Entwicklung dieser sehr schweren Unruhen" wäre es "unüberlegt und total deplatziert", in Paris eine Modenschau zu veranstalten, obwohl Frankreichs Hauptstadt und das ganze Land "so in Trauer und gebeutelt" seien.
Umfrage: Jedes zweite Startup nutzt KI-Anwendungen wie ChatGPT
Schon mehr als die Hälfte der Startups in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz zur Textgenerierung wie ChatGPT. Weitere elf Prozent nutzen solche Anwendungen noch nicht, haben dies aber bereits geplant, 21 Prozent können es sich für die Zukunft vorstellen, wie eine Umfrage im Auftrag Digitalverbands Bitkom unter 203 Tech-Startups ergab.
Transporter von Hilfsorganisation für Geflüchtete aus Ukraine in Berlin angezündet
In Berlin ist der Transporter einer Hilfsorganisation für Geflüchtete aus der Ukraine angezündet worden. Der mutmaßliche Täter konnte unerkannt flüchten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Eine Zeugin rief demnach in der Nacht Polizei und Feuerwehr, als sie den brennenden Transporter im Stadtteil Weißensee entdeckte.
Warholm über Protestaktion: "Unmögliches Verhalten"
Leichtathletik-Star Karsten Warholm (Norwegen) hat die Demonstranten beim Diamond-League-Meeting in Stockholm für ihren Klima-Protest mitten im Rennen über die 400 m Hürden scharf kritisiert. Der Weltrekordler und Olympiasieger sprach von einem "unmöglichen Verhalten" der Demonstranten: "Sie hindern Athleten an der Arbeit, die sich monatelang auf diese Rennen vorbereiten. Das ist schlechter Stil."
Esken kritisiert Lesebeschränkung bei Twitter
SPD-Chefin Saskia Esken hat mit scharfer Kritik auf die neuen Lesebeschränkungen bei Twitter reagiert. "Mit seiner wenig durchdachten, aber folgenreichen Entscheidung, den Zugriff auf Nachrichten massiv zu beschränken, legt der amerikanische Superreiche Elon Musk erneut die Axt an Twitter", sagte Esken dem "Handelsblatt" vom Montag.
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer alarmiert über Höhenflug der AfD
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich angesichts der jüngsten Erfolge der AfD alarmiert gezeigt. "In diesem Land gerät etwas ins Rutschen", sagte Kretschmer den Funke-Zeitungen vom Montag. "Die Menschen sind verstört, wie Politik gemacht wird in Deutschland." Er nannte als Beispiele die Energiewende, das Heizungsgesetz, die Flüchtlingspolitik und die Russland-Sanktionen. Dies drohe die Gesellschaft zu zerreißen.
Nach Strafen-Flut: FIA empfiehlt Streckenänderung
Angesichts der Strafen-Flut beim Großen Preis von Österreich hat der Automobil-Weltverband FIA einen Umbau der Rennstrecke in Spielberg empfohlen. "Um das Problem für zukünftige Veranstaltungen zu lösen, werden wir unsere Empfehlung an die Rennstrecke erneuern, am Ausgang der Kurven 9 und 10 ein Kiesbett einzubauen", teilte ein Sprecher mit.
Kühnert rechnet fest mit Verabschiedung von Heizungsgesetz in dieser Woche
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert rechnet fest mit einer Verabschiedung des neuen Heizungsgesetzes Ende der Woche. "Ich halte das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für klar, dass das diese Woche ins Verfahren kommt und dann auch beschlossen wird", sagte Kühnert am Montag dem RBB-Sender Radioeins. "Dieses Gesetz soll in seiner geänderten Form zum 1.1. nächsten Jahres scharf gestellt werden und alle, die dann damit arbeiten müssen, die müssen vorbereitet sein."
Tesla verdoppelt Auslieferungen im Frühjahrsquartal
Der US-Elektroautohersteller Tesla hat im zweiten Quartal von April bis Juni rund 466.000 Fahrzeuge ausgeliefert und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr produzierte das Unternehmen rund 920.500 Autos, wie es am Sonntag mitteilte. Ziel für das Gesamtjahr ist die Produktion von 1,8 Millionen Fahrzeugen.
14-Jähriger kracht mit Auto seines Vaters in Hausfassade in Saarbrücken
In Saarbrücken ist ein 14-Jähriger mit dem Auto seines Vaters in die Fassade eines Geschäftshauses gefahren. Der Junge sei bei dem Unfall in der Nacht "wie durch ein Wunder unverletzt" geblieben, teilte die Polizei am Montag mit. Am Haus sei erheblicher Sachschaden entstanden, das Auto sei ein Totalschaden.
17-Jährige stürzt bei Abiball in Berlin durch Lichtkuppel und stirbt
Nach einem Unfall bei einem Abiball in Berlin ist eine 17-Jährige gestorben. Das Mädchen sei in der Nacht zusammen mit einem ebenfalls 17 Jahre alten Jungen auf das Flachdach eines Hotels im Stadtteil Neukölln geklettert, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Sie seien dann durch die Lichtkuppel gebrochen.
Ernährungsindustrie wirft Özdemir Abweichen vom Koalitionsvertrag vor
Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat Ernährungsminister Cem Özdemir (Grüne) vorgeworfen, mit seinen Plänen für ein Werbeverbot für ungesunde Kinder-Lebensmittel den Rahmen des Koalitionsvertrags zu verlassen. Die BVE werfe Özdemir vor, "dass er offenbar ungeprüft windige Studien aus Großbritannien heranzieht, die sich gar nicht ausschließlich mit Kindern befassten, um einen ideologisch geprägten Ernährungsstil für die ganze Bevölkerung durchzusetzen", sagte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff der "Rheinischen Post" vom Montag.
In Frankreich zeichnet sich nach tagelangen Krawallen Beruhigung der Lage ab
Nach den tagelangen Krawallen in Frankreich infolge des tödlichen Schusses eines Polizisten auf einen 17-Jährigen hat sich die Lage in der Nacht zum Montag offenbar etwas beruhigt. Nach Angaben des Innenministeriums wurden keine größeren Vorfälle gemeldet, bis 01.30 Uhr wurden landesweit 78 Festnahmen gezählt. Präsident Emmanuel Macron will sich wegen der Ereignisse mit den Parlamentspräsidenten beraten. Angesichts Dutzender Angriffe auf Rathäuser sowie mindestens ein Wohnhaus eines Bürgermeisters rief die Vereinigung der Bürgermeister derweil zu Solidaritätskundgebungen auf.
Gesundheitsministerium: Ein Toter bei israelischem Einsatz im Westjordanland
Bei einem Großeinsatz der israelischen Armee auf Ziele im besetzten Westjordanland ist am Montag nach palästinensischen Angaben ein Mensch getötet worden. "Bei der Bombardierung von Dschenin durch die (israelische) Besatzung wurde ein Bürger getötet und ein weiterer schwer verletzt", teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad erklärte, für eine Reaktion auf den Angriff seien alle "Optionen offen".
Zentrum zur Verfolgung des Verbrechens der Aggression wird in Den Haag gegründet
In Den Haag wird am Montag (11.15 Uhr) ein Internationales Zentrum für die Verfolgung des Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine gegründet. Es bringt Staatsanwälte aus der Ukraine, der EU, den USA und vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) zusammen und soll die Analyse von Beweismitteln gegen Russland für die Strafverfolgung vorbereiten. Angesiedelt ist das Zentrum bei der europäischen Justizbehörde Eurojust.
Deutscher Aktienindex wird 35 Jahre alt
Die Deutsche Börse feiert am Montag den 35. Geburtstag des Deutschen Aktienindex (Dax). Gestartet war er am 1. Juli 1988. Die Börse hat ab 16.30 Uhr zu einem Empfang geladen. Zur Feier des Tages wird Unternehmenschef Stephan Leithner die Schlussglocke am Ende des Handelstages läuten. Der Dax misst die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland.
Afghanistan-Kommission des Bundestags befragt frühere Bundesminister
Die Enquete-Kommission des Bundestags zum Afghanistan-Einsatz befragt am Montag (13.00 Uhr) in einer öffentlichen Sitzung mehrere frühere Mitglieder der Bundesregierung. Erwartet werden Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne), Ex-Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sowie Ex-Innen- und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU). Außerdem soll sich der frühere Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, äußern.
Expertinnen und Experten äußern sich in Bundestagsausschuss zum Heizungsgesetz
Externe Sachverständige äußern sich am Montag (13.30 Uhr) in einer öffentlichen Anhörung des Bundestagsausschusses für Klimaschutz und Energie zum geplanten Heizungsgesetz. Dabei geht es um die jüngsten Änderungen an dem Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG), auf die sich die Koalitionsfraktionen verständigt haben. Der konkrete Text liegt erst seit Freitag vor. Die Koalition strebt eine Verabschiedung des Gesetzes innerhalb der nächsten Tage an.
Pistorius besucht Bundeswehrsoldaten in Polen
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besucht am Montag Bundeswehrsoldaten in der südostpolnischen Stadt Zamosc, wo nahe der Grenze zur Ukraine deutsche Patriot-Flugabwehrsysteme stationiert sind. Pistorius wird sich am Montagmittag vor Ort auch mit seinem polnischen Kollegen Mariusz Blaszczak austauschen. Pistorius wird mit militärischen Ehren empfangen, im Anschluss an ihr Gespräch treten die Minister gemeinsam vor die Presse (14.00 Uhr).
US-Finanzministerin Yellen reist am Donnerstag nach China
Vor dem Hintergrund der deutlich abgekühlten Beziehungen zwischen Washington und Peking reist US-Finanzministerin Janet Yellen am Donnerstag nach China. Bei ihrem Besuch in Peking werde Yellen mit ihren Gesprächspartnern über die Notwendigkeit sprechen, "die Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt auf verantwortungsvolle Weise zu regeln", teilte das Finanzministerium in Washington am Sonntag mit.
Macron empfängt Parlamentspräsidenten und Bürgermeister
Nach den tagelangen Unruhen nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen 17-Jährigen in Frankreich will Präsident Emmanuel Macron in dieser Woche mit den Parlamentspräsidenten und den Bürgermeistern betroffener Gemeinden beraten. Das teilte der Elysée-Palast nach einem Krisentreffen mit. Unterdessen schienen die Krawalle in der Nacht zum Montag weiter abzuflauen. Landesweit wurden bis 23.30 Uhr 49 Menschen festgenommen, wie das Innenministerium mitteilte.
Vorjahresfinalist Kyrgios tritt in Wimbledon nicht an
Vorjahresfinalist Nick Kyrgios kann beim am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon nicht an den Start gehen. Die Organisatoren teilten am Sonntagabend mit, dass der Australier an einer Handgelenksverletzung laboriert. Der 28-Jährige hatte im vergangenen Jahr das Endspiel beim berühmtesten Rasenturnier der Welt in vier Sätzen gegen den Serben Novak Djokovic verloren.
Acht Piloten nachträglich bestraft, Verstappen weiter Sieger
Der Formel-1-Rennstall Aston Martin hat mit einem erfolgreichen Protest nach dem Großen Preis von Österreich das Rennergebnis noch einmal gehörig durcheinandergewirbelt. Am Sieg von Weltmeister Max Verstappen vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Verstappens Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez änderte die Neubewertung durch die Rennkommissare zwar nichts, insgesamt acht Piloten wurden aber mit nachträglichen Strafen belegt.
Neun Piloten nachträglich bestraft, Verstappen weiter Sieger
Der Formel-1-Rennstall Aston Martin hat mit einem erfolgreichen Protest nach dem Großen Preis von Österreich das Rennergebnis noch einmal gehörig durcheinandergewirbelt. Am Sieg von Weltmeister Max Verstappen vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc und Verstappens Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez änderte die Neubewertung durch die Rennkommissare zwar nichts, insgesamt neun Piloten wurden aber mit nachträglichen Strafen belegt.