Letzte Nachrichten
Rettungskräfte: Schätzungsweise 26.000 Menschen auf Teneriffa evakuiert
Wegen des großflächigen Waldbrands auf der Kanaren-Insel Teneriffa haben laut Rettungskräften schätzungsweise rund 26.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Wie die Rettungskräfte der spanischen Insel im Online-Netzwerk "X" (vormals Twitter) erklärten, legten "vorläufige Schätzungen" nahe, dass im Norden der Insel "mehr als 26.000 Menschen" von Evakuierungen betroffen seien. Wer dies benötige, bekomme eine Notunterkunft zugewiesen, hieß es weiter. Der am Dienstagabend im Nordosten der Insel ausgebrochene Brand breitete sich am Samstag weiter aus.
Ecowas-Delegation zu Treffen mit Militär-Machthabern im Niger
Nach dem Staatsstreich im Niger geht der Machtkampf um die politische Zukunft des Landes weiter. Am Samstag traf eine Delegation der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) zu Gesprächen in dem westafrikanischen Land ein. Nach Angaben der Kommunikationsabteilung der neuen nigrischen Machthaber wird sie von Abdulsalami Abubakar geleitet, dem früheren Präsidenten des Nachbarlands Nigeria. Unterdessen versammelten sich in der nigrischen Hauptstadt Niamey tausende Freiwillige, die im Falle eines militärischen Angriffs als zivile Helfer bereit stehen sollen.
Trotz Rückstand und Unterzahl: Liverpool schlägt Bournemouth
Teammanager Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben am zweiten Spieltag der Premier-League-Saison den ersten Sieg gefeiert. Die Reds, bei denen Neuzugang Wataru Endo nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart in der 63. Minute sein Debüt feierte, gewannen ihr Heimspiel gegen den AFC Bournemouth trotz eines frühen Rückstands und einer knapp 30-minütigen Unterzahl mit 3:1 (2:1).
Leverkusen düpiert Leipzig - Stuttgart Tabellenführer
Bayer Leverkusen hat Supercup-Sieger RB Leipzig düpiert und gleich am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga ein eindrucksvolles Zeichen der Stärke gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso gewann das Duell zweier Mitfavoriten auf den Titel verdient mit 3:2 (2:1) und unterstrich seine Ambitionen mit Nachdruck.
Weitere Ortschaften wegen Waldbrands auf Teneriffa evakuiert
Auf der Kanaren-Insel Teneriffa breitet sich der riesige Waldbrand weiter aus. Am Samstag hätten fünf Ortschaften im Norden der Urlaubsinsel evakuiert werden müssen, schrieb Katastrophenschutzchef Manuel Miranda im ehemals Twitter genannten Onlinedienst X. Hohe Temperaturen und starke Windböen erschwerten die Löscharbeiten.
Sieben Tote und über hundert Verletzte bei russischem Angriff auf Tschernihiw
Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Tschernihiw in der Nordukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und 110 weitere verletzt worden. Auch ein Kind ist laut Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus unter den Todesopfern. Die russische Armee erklärte derweil, 150 ukrainische Soldaten "eliminiert" zu haben, die versucht hätten, den Fluss Dnipro zu überqueren. Moskau erklärte zudem, einen ukrainischen Drohnenangriff auf einen Militärflugplatz im Nordosten Russlands abgewehrt zu haben - weit entfernt von der Grenze zur Ukraine.
Ex-Regierungschef Thaksin kehrt laut Tocher am Dienstag nach Thailand zurück
Nach 15 Jahren im selbstgewählten Exil wird der frühere thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra nach Angaben seiner Tochter am Dienstag nach Thailand zurückkehren. Sie werde ihren Vater am Dienstag um 9.00 Uhr (Ortszeit, 4.00 Uhr MESZ) vom Flughafen Don Mueang in Bangkok abholen, erklärte Paetongtarn Shinawatra im Onlinedienst Instagram. Damit fällt Thaksins Rückkehr auf denselben Tag wie eine Abstimmung im Parlament, mit der das monatelange politische Patt nach der Parlamentswahl im Mai beendet werden könnte.
Rostock und Pauli verpassen Tabellenführung - Fortuna patzt
Hansa Rostock hat am dritten Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Nach zwei Auftaktsiegen unterlagen die Mecklenburger Hannover 96 mit 1:2 (0:1). Auch der FC St. Pauli verpasste durch das 0:0 bei der SpVgg Greuther Fürth die Tabellenspitze, Fortuna Düsseldorf kassierte eine seltene Heimniederlage.
Westafrikanische Delegation im Niger eingetroffen
Im Niger ist am Samstag eine Delegation der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas eingetroffen. Sie solle sich um diplomatische Vermittlung mit den Militärs bemühen, die im Niger die Macht übernommen haben, verlautete aus dem Umfeld der Ecowas und des Ende Juli bei einem Staatsstreich gestürzten nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum. Die Delegation landete am Mittag in Nigers Hauptstadt Niamey. Die Ecowas hatte zuvor erklärt, eine Eingreiftruppe sei zum Einsatz im Niger bereit, es werde aber weiterhin eine "friedliche Lösung" angestrebt.
FDP-Generalsekretär verweist in Streit um Kindergrundsicherung auf Migration
In der Debatte um die Kindergrundsicherung hat FDP-Generalsektretär Bijan Djir-Sarai den Zusammenhang zwischen Migration und Kinderarmut hervorgehoben. "Die Zahl der armutsgefährdeten Kinder mit Migrationshintergrund ist auf einem hohen Niveau", sagte er am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Diesen Eltern einfach nur mehr Geld zu überweisen, verbessert nicht die Chancen und Perspektiven der Kinder."
Verletzte bei Massenkarambolage in Köln - Verdacht auf illegales Autorennen
In Köln sind bei einem schweren Auffahrunfall zahlreiche Menschen teils schwer verletzt worden. Ein 28-Jähriger sei am Freitagabend am Steuer eines gemieteten Audi SUV im Stadtteil Deutz ungebremst an einer roten Ampel in haltende Fahrzeuge gerast, erklärte die Polizei am Samstag. Der Unfallverursacher sei "wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens" festgenommen worden. Auch ein medizinischer Hintergrund werde nicht ausgeschlossen.
Ägyptischer Präsident al-Sisi begnadigt prominenten Oppositionellen
Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat einen der prominentesten Oppositionellen des Landes begnadigt. Der Präsident habe seine "verfassungsmäßigen Befugnisse" genutzt und den seit 2013 inhaftierten Achmed Duma sowie weitere Gefangene begnadigt, erklärte ein Mitglied des Begnadigungsausschusses des Präsidenten am Samstag. Der wegen des Vorwurfs von Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften zu 15 Jahren Haft verurteilte Duma war eine der bedeutendsten Figuren der Bewegung, die 2011 den langjährigen Machthaber Hosni Mubarak stürzte.
Kindergrundsicherung soll weniger kosten als ursprünglich veranschlagt
Die von Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) geplante Kindergrundsicherung soll einem Medienbericht zufolge mit 3,5 Milliarden Euro im Jahr deutlich weniger kosten, als die Ministerin zunächst veranschlagt hatte. Wirtschaftsforscher sehen die Pläne gespalten: Die Einen warnten davor, dass durch zu hohe staatliche Hilfen Erwerbsanreize verloren gehen könnten. Andere betonten, dass die Armutsbekämpfung langfristig zu steuerlichen Mehreinnahmen führe.
Kiew: Mindestens fünf Tote und 37 Verletzte bei russischem Angriff auf Tschernihiw
Bei einem Raketenangriff der russischen Armee auf die Stadt Tschernihiw in der Nordukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere 37 Menschen seien verletzt worden, darunter elf Kinder, erklärte Innenminister Ihor Klymenko am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die russische Armee erklärte derweil, 150 ukrainische Soldaten "eliminiert" zu haben, die versucht hätten, den Fluss Dnipro zu überqueren. Moskau erklärte zudem, einen ukrainischen Drohnenangriff auf einen Militärflugplatz im Nordosten Russlands abgewehrt zu haben - weit entfernt von der Grenze zur Ukraine.
Ex-Justizministerin Barley voraussichtlich erneut SPD-Spitzenkandidatin bei EU-Wahl
Die ehemalige Bundesjustizministerin und derzeitige Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, soll bei der Europawahl im Juni 2024 erneut als Spitzenkandidatin der SPD antreten. "Die Spitzenkandidatur von Katarina Barley für die Europawahl ist gesetzt", berichtete der Berliner "Tagesspiegel" am Samstag unter Verweis auf Parteiführungskreise. Alles andere als Barley auf Listenplatz Eins wäre eine große Überraschung, hieß es zudem nach AFP-Informationen aus Parteikreisen.
Polizei warnt vor betrügerischen Schockanrufen mit Künstlicher Intelligenz
Die Polizei warnt vor einer neuen Form von Schockanrufen mit Künstlicher Intelligenz, bei denen bekannte Stimmen höchst realistisch imitiert werden. "Die neusten Möglichkeiten, Stimmen mit höchster Qualität nachzuahmen, wird jetzt von Kriminellen genutzt", erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, am Samstag. "Damit werden die Schockanrufe noch heimtückischer und es entwickelt sich eine neue Kriminalitätsform."
Deutscher Rekord: Geher Linke starker Fünfter über 20 km
Geher Christopher Linke (Potsdam) hat zum Auftakt der Leichtathletik-WM in Budapest dank einer starken Leistung das erhoffte Top-8-Ergebnis erreicht. Der Sportsoldat belegte über 20 km in deutscher Rekordzeit von 1:18,12 Stunden den guten fünften Platz, der Sieg ging an den spanischen Europameister Alvaro Martin (1:17,32). Die erste Entscheidung war wegen eines Unwetters kurzfristig um zwei Stunden nach hinten verlegt worden.
China hält als "strenge Warnung" Militärübungen vor Taiwan ab
China hat am Samstag Militärübungen vor Taiwan als "strenge Warnung" abgehalten. Die Volksbefreiungsarmee habe "Luft- und Seeübungen der Marine und der Luftwaffe rund um die Insel Taiwan gestartet", zitierte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua einen Militärsprecher. Diese sollten als "strenge Warnung" vor Absprachen von taiwanischen "Separatisten" mit dem Ausland dienen. Taiwans Vizepräsident William Lai hatte auf einer Reise nach Paraguay Zwischenstopps in den USA eingelegt.
Fußball-WM: Schweden verweigert Australien das Trostpflaster
Australiens Fußballerinnen haben das Trostpflaster Bronzemedaille zum Abschluss der Heim-WM verpasst. Die Matildas um Superstar Sam Kerr mussten sich im kleinen Finale gegen Schweden mit 0:2 (0:1) geschlagen geben und bleiben zum Ende einer mitreißenden Traumreise ohne Medaille.
Lauterbach will Studien und Zulassungsverfahren für Arzneimittel vereinfachen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will die Bedingungen für medizinische Forschung in Deutschland verbessern. Er plane ein Gesetz, damit "man viel einfacher und noch schneller in Deutschland Studien mit Arzneimitteln machen kann, dass man die Arzneimittel schneller zulassen kann", sagte er am Freitag in einem Interview mit der ARD am Rande des Treffens der G20-Gesundheitsminister im indischen Gandhinagar.
DFB: Künzer und Fitschen machen sich für Keßler stark
Die frühere Weltfußballerin Nadine Keßler, die beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Kandidatin für die Nachfolge des zurückgetretenen Geschäftsführers Oliver Bierhoff ist, hat verbale Unterstützung durch Ex-Weltmeisterin Nia Künzer und Doris Fitschen erhalten. "Es ist noch ein Prozess, aber die Qualität spricht für sie", sagte die 144-malige Nationalspielerin Fitschen (54), Gesamtkoordinatorin Frauen im Fußball beim DFB, in der ARD.
Justizminister Buschmann plant Reform des Unterhaltsrechts
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) plant eine Reform des Unterhaltsrechts. "Wir werden die Unterhaltslasten fairer verteilen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Insbesondere soll demnach künftig in Trennungsfamilien ein Elternteil, das nicht die Hauptbetreuung des Kindes übernimmt, sich aber dennoch "zu einem gehörigen Anteil" daran beteiligt, entlastet werden.
Notstand in kanadischer Provinz British Columbia wegen Waldbränden ausgerufen
Angesichts der Waldbrände in Kanada hat die Provinz British Columbia den Notstand ausgerufen. "Die Situation ist derzeit unvorhersehbar und uns stehen schwierige Tage bevor", sagte der Premierminister von British Columbia, David Eby, am Freitagabend (Ortszeit). In der Provinz im Westen des Landes sind rund 15.000 Menschen von einer Evakuierungsanordnung betroffen.
Zverev stürmt ins Halbfinale - jetzt wartet Djokovic
Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat kurz vor Beginn der US Open seine aufsteigende Form eindrucksvoll unterstrichen und steht im Halbfinale des ATP-Masters in Cincinnati. Mit einem 6:3, 6:2 besiegte er in nur 73 Minuten den Franzosen Adrian Mannarino. Bei Zverev saß der erste Aufschlag, nicht eine Breakchance gewährte der Hamburger dem Ranglisten-32.
Bundesliga-Start: Fans sehen Konkurrenz für die Bayern
Die deutschen Fußball-Fans erwarten für die kommende Bundesliga-Saison ein vergleichsweise enges Rennen um den Titel. In einer Umfrage der Voting-Plattform FanQ unter mehr als 2000 Anhängern tippten "nur" 49,2 Prozent der Befragten auf Bayern München als künftigen Meister. Vor der vergangenen Spielzeit hatten noch 70,6 Prozent auf die Bayern gesetzt.
Neuer Kapitän: Can könnte "vor Energie platzen"
Die Kapitänsbinde verleiht dem Nationalspieler Emre Can beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund anscheinend Superkräfte. "Die erste Frage nach dem Ajax-Spiel kam von Marco Reus, wie ich mich gefühlt habe", berichtete der neue Spielführer vor dem Ligastart gegen den 1. FC Köln am Samstag (18.30 Uhr/Sky). "Ich habe gesagt: Ey, Marco, ich hatte beim Einlaufen eine so dicke Brust, ich könnte alle umarmen und vor Energie platzen."
Reformen: Lückenkemper wünscht sich mehr Einbindung
Sprint-Europameisterin Gina Lückenkemper (Berlin) wünscht sich bei der Neuausrichtung der deutschen Leichtathletik nach dem WM-Debakel von Eugene vor einem Jahr noch mehr Einbindung durch den nationalen Verband (DLV). "Man hat zwar mal einen Call mit uns gemacht und gesagt, man würde gerne zum Thema Athletenförderung noch mehr machen, aber da ist leider nichts weiter passiert", sagte Lückenkemper den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Tuchel voll des Lobes über Kane
Auch mehr als eine Stunde nach dem Abpfiff nahmen Thomas Tuchels Lobeshymnen auf seinen neuen Topstürmer Harry Kane kein Ende. "Er ist absolut beeindruckend und macht jeden Mitspieler besser. Harry weiß, was zu tun ist, und er spielt unglaublich präzise", sagte Bayerns Münchens Trainer nach dem 4:0 (1:0)-Sieg im Bundesliga-Eröffnungsspiel bei Werder Bremen.
Ecowas-Eingreiftruppe "bereit zum Einsatz" im Niger
Die von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas bereitgestellte Eingreiftruppe ist laut einem ihrer hochrangigen Vertreter zum Einsatz bereit - wenn auch weiterhin eine "friedliche Lösung" angestrebt werde. "Wir sind bereit, einzugreifen, sobald der Befehl erteilt wird", erklärte der Beauftragte für politische Angelegenheiten, Frieden und Sicherheit, Abdel-Fatau Musah, am Freitag nach einem Treffen der Ecowas-Militärchefs in Ghana. Nigers neuer Ministerpräsident, Ali Mahaman Lamine Zeine, sagte indes der "New York Times", dass dem nach dem Putsch im Niger festgesetzten nigrischen Präsidenten Mohamed Bazoum "nichts passieren" werde.
Dolly Parton nimmt "Let It Be" mit Paul McCartney und Ringo Starr neu auf
US-Country-Legende Dolly Parton hat für ihr nächstes Album den Beatles-Hit "Let It Be" gemeinsam mit den ehemaligen Bandmitgliedern Paul McCartney und Ringo Starr neu aufgenommen. Der Track wird auf Partons neuem Album "Rockstar" zu hören sein und wurde am Freitag veröffentlicht.
Bundesregierung lädt zum Tag der offenen Tür
Die Bundesregierung lädt am Wochenende zum Tag der offenen Tür ein. Zwischen Samstagvormittag (10.00 Uhr) und Sonntagabend finden in den Bundesministerien, dem Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt zahlreiche Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger statt. Es sind Veranstaltungen unter anderem mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) geplant.
Familie des getöteten Präsidentschaftskandidaten in Ecuador verklagt Regierung
Zwei Tage vor der vorgezogenen Präsidentschaftswahl in Ecuador hat die Familie des vergangene Woche ermordeten Präsidentschaftskandidaten Fernando Villavicencio die Regierung wegen "Mord durch Unterlassen" verklagt. Die Regierung habe den 59-jährigen Zentrist nicht ausreichend geschützt, erklärte der Anwalt der Familie, Marco Yaulema, am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten. Der unter Polizeischutz stehende Villavicencio war mehrfach bedroht worden, daraufhin hätten die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt werden müssen, sagte Yaulema. Villavicencio "wurde von Banden bedroht und jeder wusste es", betonte er. Der Personenschutz durch die Polizei habe versagt.