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EuGH-Gutachten: Bei Diskriminierungsklage von Frauen nur betroffene Gruppe prüfen
Bei möglicher Diskriminierung von Teilzeitkräften wegen des Geschlechts muss ein nationales Gericht nach Auffassung des zuständigen Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) das Geschlechterverhältnis in dieser betroffenen Gruppe prüfen. Dagegen spiele es keine Rolle, wie das Geschlechterverhältnis unter den Vollzeitbeschäftigten sei, argumentierte Generalanwalt Athanasios Rantos in seinem am Donnerstag in Luxemburg vorgelegten Gutachten. (Az. C-184/22 und C-185/22)
Berichte: US-Konzern Eli Lilly will Abnehmspritze in Rheinland-Pfalz produzieren
Das US-Pharmaunternehmen Eli Lilly will Medienberichten zufolge seine neue Abnehmspritze auch in Alzey in Rheinland-Pfalz herstellen. Lilly plane für eine einstellige Milliardensumme den Bau eines neuen Produktionswerks in Rheinland-Pfalz, berichtete das Portal "Business Insider" am Donnerstag. Der Sender SWR berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, Lilly habe sich wegen der Nähe zu anderen Firmen aus der Pharma- und Biotechbranche für den Standort in Rheinhessen entschieden.
UN-Menschenrechtskommissar alarmiert wegen "explosiver" Lage im Westjordanland
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich alarmiert wegen der "potenziell explosiven" Lage im von Israel besetzten Westjordanland gezeigt. "Ich bin zutiefst besorgt über die zunehmende Gewalt und die schwerwiegende Diskriminierung von Palästinensern im besetzten Westjordanland, einschließlich Ost-Jerusalem", sagte Türk am Donnerstag. "Meiner Meinung nach schafft das eine potenziell explosive Situation."
Organspendezahlen in den ersten zehn Monaten gestiegen
Die Organspendezahlen in Deutschland sind diesem Jahr wieder gestiegen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag auf ihrem Jahreskongress in Würzburg berichtete, spendeten von Januar bis Oktober 788 Menschen ihre Organe nach dem Tod. Das sind elf Prozent mehr als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres.
Warnstreiks in öffentlichem Länderdienst: Auswirkungen auch auf Kitabereich
Im Tarifkonflikt der Beschäftigten der Bundesländer außer Hessen hat die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Auswirkungen gab es vor allem in Berlin, wo unter anderem die großen landeseigenen Kitabetriebe bestreikt wurden. Laut Verdi beteiligten sich dort zugleich etwa 3000 Beschäftigte an einer Demonstration vor dem Abgeordnetenhaus. Warnstreiks liefen darüber hinaus in Hamburg und mehreren weiteren Bundesländern.
Justiz beschlagnahmt in New York gefälschte Produkte im Rekordwert
In New York haben Justizbeamte gefälschte Handtaschen, Schuhe, Kleidung und andere Fake-Luxusprodukte im Rekordwert beschlagnahmt. Die rund 220.000 gefälschten Stücke hätten einen Wert von 1,03 Milliarden Dollar (knapp 950 Millionen Euro), das sei der bislang größte derartige Fund in der US-Geschichte, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwochabend (Ortszeit) mit. Demnach wurden auch zwei Männer festgenommen.
Bundestagsausschuss verschiebt endgültigen Beschluss zu Haushalt 2024
Als Reaktion auf das Karlsruher Urteil zur Staatsfinanzierung verschiebt der Haushaltsausschuss des Bundestags seinen endgültigen Beschluss zum Etat des Bundes für 2024. Zwar finde die so genannte Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses wie geplant am Donnerstag statt - allerdings werde der Entwurf auf Wunsch der Unionsfraktion noch nicht abschließend beraten, verlautete von Seiten der Koalitionshaushälter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Bestürzung nach Schändung jüdischer Gräber auf deutschem Soldatenfriedhof in Frankreich
Die Schändung zehn jüdischer Gräber auf einem deutschen Soldatenfriedhof in Frankreich hat Bestürzung ausgelöst. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der die Gräber deutscher Kriegstoter betreut, verurteilte die Tat aufs Schärfste. Es sei das erste Mal, dass so etwas auf einem deutschen Soldatenfriedhof passiere, sagte Alexandre de Bordelius vom Volksbund am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. 2018 und 2019 waren mehrfach Gräber auf jüdischen Friedhöfen im Elsass geschändet worden.
Beliebtheit von Studium nicht allein ursächlich für Azubi-Mangel
Der derzeitige Mangel an Auszubildenden lässt sich einer Studie zufolge nicht allein mit einer wachsenden Beliebtheit des Studiums begründen. Die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt hätten sich in den letzten fünf Jahren verschärft, in dieser Zeit habe es aber keinen weiteren Anstieg der Studierendenzahlen gegeben, erklärte die Bertelsmann Stiftung am Donnerstag. Sie will mit der Studie auch mit weiteren "Mythen" zu Ausbildung und Studium aufräumen.
"Nicht gut genug": Last-Minute-Remis ärgert Bayern-Frauen
Nach dem fahrlässig verspielten Auftaktsieg in der schwierigen Champions-League-Gruppe konnte Alexander Straus seine Enttäuschung nicht verbergen. "Zwei Chancen, zwei Tore für Roma - das ist nicht gut genug für uns", sagte der verärgerte Trainer von Bayern Münchens Fußballerinnen nach dem 2:2 (2:0) gegen AS Rom. Das Fazit des Norwegers: "Wir hatten die volle Kontrolle über das Spiel und haben es verschenkt."
Studie: Jeder dritte Mensch in Deutschland hat ChatGPT bereits ausprobiert
Rund jeder dritte Mensch in Deutschland (34 Prozent) hat sich einer Umfrage zufolge bereits mit dem Chatbot ChatGPT ausgetauscht. Der Großteil (82 Prozent) davon nutzte die Künstliche Intelligenz (KI) für private Zwecke, rund die Hälfte aber auch im Beruf, wie der Digitalverband Bitkom am Donnerstag mitteilte. Älteren Menschen macht die neue Technologie demnach häufiger Angst als Jüngeren.
Krankenkasse: 2022 wieder mehr Frühgeburten
Daten der Techniker Krankenkasse verzeichnen für das Jahr 2022 wieder mehr Frühgeburten. Der Anteil der Frühchen an allen Entbindungen lag im vergangenen Jahr im Schnitt bei 6,2 Prozent, wie die Kasse am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Zuvor war die Frühgeborenenrate seit 2017 kontinuierlich gesunken und hatte sich in den Coronajahren 2020 und 2021 bei 6,1 Prozent stabilisiert.
Umsatz im Gastgewerbe im September weiter deutlich unter Vorkrisenniveau
Der Umsatz im Gastgewerbe ist weiterhin weit von dem Niveau vor der Corona-Krise entfernt. Im September lag er real 10,5 Prozent unter dem Umsatz im September 2019, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Besonders deutlich zeigt sich das am Umsatz in der Gastronomie: Er war im September noch 12,6 Prozent niedriger als im September 2019. Bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen betrug das Minus 3,1 Prozent.
Kondom löst Pille als Nummer eins ab: Über 18-Jährige verhüten heute anders
Über 18-Jährige in Deutschland verhüten seit Jahren erstmals wieder häufiger mit Kondom als mit Pille. Mit 53 Prozent nutzt knapp mehr als die Hälfte ein Kondom, während nur 38 Prozent die Pille nutzen, wie eine am Donnerstag veröffentliche Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln zeigt. Im Jahr 2007 war es noch umgekehrt: Damals verhüteten 55 Prozent mit der Pille und 36 Prozent mit Kondom.
EU-Kommission kündigt Glyphosat-Zulassung für weitere zehn Jahre an
Die EU-Kommission hat eine Neuzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre angekündigt. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten hatten sich nach Diplomatenangaben am Donnerstag erneut nicht auf eine gemeinsame Position zum Vorschlag Brüssels einigen können. Nach geltendem EU-Recht kann die Kommission nun im Alleingang entscheiden.
China verurteilt Bidens "Diktator"-Äußerung über Xi als "extrem falsch"
China hat die Bezeichnung des Staatschefs Xi Jinping als "Diktator" durch US-Präsident Joe Biden unmittelbar nach einem Gipfeltreffen im US-Bundesstaat Kalifornien scharf kritisiert. Diese Art von Sprache sei "extrem falsch und ist eine unverantwortliche politische Manipulation", sagte die chinesische Außenamtssprecherin Mao Ning am Donnerstag in Peking, als sie auf die Äußerung Bidens angesprochen wurde. China lehne sie "entschieden" ab.
BSD prüft Rahmenbedingung für Olympia-Rennen in Deutschland
Das Interesse des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) an der Ausrichtung der Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo wird konkreter. Der Verband bewertet aktuell aus Italien eingetroffene Unterlagen, um sich mit den genauen Rahmenbedingungen einer Bewerbung vertraut zu machen. Das bestätigte der BSD-Vorstandsvorsitzende Thomas Schwab dem SID.
Bericht: US-Konzern Eli Lilly will Abnehmspritze in Rheinland-Pfalz produzieren
Das US-Pharmaunternehmen Eli Lilly will laut einem Bericht des Portals "Business Insider" seine neue Abnehmspritze auch in Rheinland-Pfalz herstellen. Eli Lilly plane für eine einstellige Milliardensumme den Bau eines neuen Produktionswerks in dem Bundesland, berichtete das Portal am Donnerstag. Eine entsprechende Ankündigung wolle das Unternehmen am Freitag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Berlin machen.
Cameron sagt Ukraine bei Besuch in Kiew weitere Unterstützung Großbritanniens zu
Bei seiner ersten Auslandsreise seit seiner Ernennung zum britischen Außenminister hat David Cameron dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew weitere militärische Unterstützung zugesichert. "Ich habe mir gewünscht, dass dies mein erster Besuch wird", sagte Cameron am Donnerstag laut einem von der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlichten Video von dem Treffen.
EM 2024: UEFA reduziert Kadergrößen
Geringere Auswahl für Julian Nagelsmann: Der Bundestrainer geht, verglichen mit seinen Vorgängern Hansi Flick und Joachim Löw, mit einem kleineren Kader in die Heim-EM 2024. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat die Größe der Aufgebote für das Turnier in Deutschland wieder auf die früher gängigen 23 Spieler reduziert.
Erneut keine Mehrheit unter EU-Staaten für Glyphosat-Zulassung
Für die weitere Zulassung von Glyphosat gibt es unter den EU-Ländern weiter keine Mehrheit. Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedstaaten konnten sich am Donnerstag nach Diplomatenangaben erneut nicht auf eine gemeinsame Position zum Vorschlag der EU-Kommission einigen, den Einsatz des Mittels für weitere zehn Jahre zu erlauben. Brüssel kann nun im Alleingang über die Zulassung entscheiden.
Acht Millionen Euro Schaden bei Brand in Lagerhalle Baden-Württemberg
Ein Brand in einer Lagerhalle mit Wohnungen hat in Baden-Württemberg eine Schaden von acht Millionen Euro verursacht. Menschen wurden nicht verletzt, wie das Polizeipräsidium Reutlingen am Donnerstag mitteilte. Die Brandursache war zunächst unklar.
Auto durchbricht Barriere nahe israelischer Botschaft in Japan - Mann festgenommen
In Japan hat ein Auto eine Barriere in der Nähe der israelischen Botschaft durchbrochen. Auf Videoaufnahmen vom Donnerstag war zu sehen, wie ein Auto offenbar etwa 100 Meter entfernt von der israelischen Botschaft in Tokio eine provisorische Barriere durchbrach. Medienberichten zufolge wurde ein Polizist bei dem Vorfall leicht verletzt, ein Mann wurde festgenommen.
Polizei: Mehrere Verletzte bei bewaffnetem Angriff auf Checkpoint nahe Jerusalem
Bei einem bewaffneten Angriff auf einen Kontrollposten in der Nähe von Jerusalem sind am Donnerstagmorgen israelischen Angaben zufolge mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei attackierten drei bewaffnete Männer einen Kontrollposten zwischen Jerusalem und dem von Israel besetzten Westjordanland. Die Angreifer seien "neutralisiert worden".
US-Moderator Jimmy Kimmel moderiert Oscar-Verleihung zum vierten Mal
US-Moderator Jimmy Kimmel moderiert zum vierten Mal die Oscar-Verleihung. Der Komiker und Fernsehmoderator werde die Gala im März 2024 erneut moderieren, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit. Kimmel war schon 2017, 2018 und 2023 Gastgeber der Academy Awards. Die Produzenten der Gala, Raj Kapoor und Katy Mullan, würdigten ihn als "einen der großartigsten Oscar-Moderatoren aller Zeiten".
Ifo-Umfrage: Die meisten Unternehmen wollen Homeoffice-Vereinbarungen behalten
Die meisten Unternehmen in Deutschland (84 Prozent) wollen ihre gegenwärtigen Regeln zum Homeoffice laut einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts beibehalten. Dies gelte in allen Wirtschaftszweigen sowie bei kleineren, mittleren wie größeren Unternehmen gleichermaßen, erklärte Ifo-Forscher Simon Krause am Donnerstag. "Trotz der öffentlichen Debatte um die Rückkehr ins Büro hat sich das Homeoffice in der Arbeitswelt fest etabliert."
Nach Karlsuher Urteil: Grünen-Fraktionschefin sieht große Vorhaben nicht in Gefahr
Trotz des Verfassungsgerichtsurteils zur Schuldenbremse sieht Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge Kernvorhaben der Koalition zur Gebäudesanierung, zur E-Mobilität oder zum Ausbau der Fernwärme nicht in Gefahr. Auf die Frage, ob diese Vorhaben jetzt auf der Strecke bleiben, sagte Dröge am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin": "Absolut nicht." Das seien alles wichtige Vorhaben der Ampel-Regierung, "die fortgesetzt werden müssen".
Emotionales Spiel für Gündogan: "Es wird sehr besonders"
Die erste Partie gegen das Heimatland seiner Eltern ist für Ilkay Gündogan eine äußerst emotionale Angelegenheit. "Es wird ein sehr besonderes Spiel für mich – gar keine Frage", sagte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dem SID vor dem Länderspiel gegen die Türkei am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in Berlin.
Siemens macht Rekordgewinn von 8,5 Milliarden Euro
Der Industriekonzern Siemens hat im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Rekordgewinn eingefahren. Der Gewinn nach Steuern habe sich im Vergleich zum Vorjahr auf 8,5 Milliarden Euro annähernd verdoppelt, teilte Siemens am Donnerstag mit. Der Umsatz wuchs demnach währungsbereinigt um elf Prozent auf 77,8 Milliarden Euro. Die Dividende wird von 4,25 Euro auf 4,70 Euro pro Aktie erhöht.
FDP schließt trotz fehlender Milliarden Steuererhöhungen aus
Die FDP schließt ungeachtet der Milliardenlücke in der Haushaltsplanung der Bundesregierung Steuererhöhungen weiterhin aus. Dies sei für seine Partei eine "rote Linie", die nicht überschritten werden dürfe, sagte Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dem Portal "The Pioneer". "Im Koalitionsvertrag steht keine Steuererhöhung", betonte er weiter. Stattdessen müsse nun eine Priorisierung von Maßnahmen erfolgen.
Festnahme nach Todesfall durch Ecstasy in Champagnerflasche
Nach dem tödlichen Vorfall wegen einer mit Drogen versetzten Champagnerflasche in Weiden in der Oberpfalz im Februar vergangenen Jahres haben die Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 35-Jährige sei nach anfänglicher Flucht in den Niederlanden festgenommen und in Zusammenarbeit mit den niederländischen und polnischen Behörden als dringend Tatverdächtiger identifiziert worden, wie die Staatsanwaltschaft Weiden mitteilte.
Innenministerium: Zahlreiche Objekte des Islamischen Zentrums Hamburg durchsucht
In sieben Bundesländern haben Sicherheitskräfte am Donnerstagmorgen Razzien gegen das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) und fünf mögliche Teilorganisationen vorgenommen. Wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte, wurden insgesamt 54 Objekte in Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen durchsucht. Die Sicherheitsbehörden gehen demnach unter anderem dem Verdacht nach, dass das IZH die in Deutschland verbotenen Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützt.