BBL: Alba fertigt Bamberg ab und folgt München ins Finale
Alba Berlin hat im entscheidenden Spiel fünf die Nerven bewahrt und ist nach einem furiosen Auftritt ins Finale der Basketball Bundesliga gestürmt. Der elfmalige Meister fertigte den Pokalsieger BMA365 Baskets Bamberg im Showdown der Playoff-Halbfinalserie mit 97:66 (52:26) ab. Auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 2022 wartet nun Titelverteidiger Bayern München.
Vor allem auf ihren Heimvorteil konnten sich beide Mannschaften während der Serie verlassen - immer ging der Gastgeber als Sieger vom Spielfeld. Bamberg hatte so durch zwei Siege in der Best-of-five-Serie ein Entscheidungsspiel erzwungen, blieb in diesem aber chancenlos. Gemäß des Trends startete Alba am Dienstagabend mit gnadenloser Intensität, bis zur Halbzeit ließ das Team von Trainer Pedro Calles keinen Deut nach.
Mit 16 Zählern ging Michael Rataj als Berliner Topscorer vom Parkett, der Bamberger Ibi Watson kam auf dieselbe Punkteausbeute. Nach einer katastrophalen zweiten Periode zeigten die Gäste aber auch im weiteren Spielverlauf weiterhin eine höchst wechselhafte Leistung, das historische Comeback blieb aus.
"Es hat alles gefehlt", sagte Bambergs Trainer Anton Gavel bei Dyn. Die Niederlage sei "enttäuschend".
Im Pokalfinale im Februar hatten die Oberfranken dem Hauptrundenzweiten noch den Titel weggeschnappt, nun nahmen die Berliner dem Gegner ihrerseits die Chance auf das Double - und auf ein historisches: Das Kunststück, eine Playoff-Serie nach einem 0:2-Rückstand noch zu drehen, war bisher nur drei anderen Mannschaften gelungen.
Die Saison geht somit nur für Berlin weiter, die Finalserie steigt ab dem 12. Juni. Sechs Finalbegegnungen gegen die Bayern absolvierte Alba bereits, siegreich war sie dabei neben dem Triumph 2022 nur ein weiteres Mal. Beim letzten Aufeinandertreffen 2024 unterlag Berlin.
(A.Thompson--TAG)